Die Bus-Champs

Mit einem Pilotprojekt hat 2001 in Baden-Württemberg alles angefangen. Mittlerweile heißt es deutschlandweit „Busfahren ab 18“. OMNIBUSREVUE und die Schwesterzeitschrift BUSFAHRER unterstützen die Initiative und suchen in einem Wettbewerb Deutschlands beste Busfahrer-Azubis.

Mit acht Jahren bin ich schon Traktor gefahren“, erzählt Stefan Schimo, während er seinen Mercedes-Benz O 405 vor die Haltestelle am Göppinger Gymnasium lenkt. „Ich fahre einfach gerne. Als Lkw-Fahrer wäre ich zu oft weg von zu Hause, also bin ich Busfahrer geworden.“ Seit zwei Jahren sitzt der 21-Jährige nun hinter dem Bus-Lenkrad für den Omnibusverkehr Göppingen (OVG). und fährt im Linien- und im Schülerverkehr. Für die Fahrgäste scheint sein Alter normal zu sein: Stefan kriegt höchstens mal ein „heute haben wir aber einen jungen Busfahrer“ zu hören.
„Ich bin sehr zufrieden mit unseren Azubis, Unfälle gab es noch keine. Ein alter Hase sagte sogar mal, ‚die fahren besser als ich‘“, erklärt der Betriebsleiter der OVG, Andreas Wuttke. 2002 startete er in das ­Pilotprojekt „Berufskraftfahrer mit 18“, das der Baden-Württembergische Busverband WBO ein Jahr zuvor initiierte. Aus gutem Grund, denn Wuttke hat ein Problem, das vielen Busunternehmern bevorsteht: Das Durchschnittsalter der Busfahrer wird immer höher. Wuttke sieht in der Ausbildung allerdings mehr, als nur ein Mittel gegen Fahrermangel: „Für einen qualifizierten Busfahrer ist es nicht nur wichtig, dass er sich mit dem Fahrzeug auskennt, sondern sich auch als Dienstleister versteht. Zudem ist mir eine bessere Firmenintegration wichtig. Deshalb durchlaufen die Auszubildenden auch mehrere Stationen im Betrieb, zum Beispiel die Disposition.“ Für die Wahl des passenden Busfahrer-Nachwuchses nimmt sich Wuttke viel Zeit: Alle potenziellen Auszubildenden müssen zunächst ein Praktikum im Betrieb machen, das mit einem kleinen Test abgeschlossen wird. „So habe ich einen ersten Eindruck, ob jemand geeignet ist.“ Gehört er dann zu den Auserwählten, folgt eine dreijährige Ausbildung nach strengen gesetzlichen Richt­linien. Verschiedene Stationen im Betrieb, Blockunterricht an der Berufsschule und natürlich die Praxis in der Fahrschule stehen auf dem Programm. Hat der Auszubildende den Busführerschein, fährt er zuerst ein halbes Jahr in Begleitung eines „alten Hasen“. Dies sei zwar keine Pflicht, aber gehöre einfach dazu, um Erfahrung im Linienverkehr zu sammeln, erklärt Wuttke.(tt)

Bilder



Anzeige

› Suche im Buskatalog

 

« Zurück › An die Redaktion › Artikel empfehlen › Drucken

Frage der Woche

Bilder

VLD Futura

Van Hool Altano


› OMNIBUSREVUE

Jahresinhaltsverzeichnis 2010


Jetzt als pdf-Datei downloaden!

OR Jahresinhaltsverzeichnis 2010

› Nachschlagewerk für Busunternehmer und Fahrer

cartour.ch 2011

Handbuch Schweiz für die Bustouristik

Produktinformationen und Bestellung

cartour.ch

› "BUSFahrer" am Kiosk

Die Zeitschrift BUSFahrer gibt es jetzt auch am Kiosk.

Busfahrer am Kiosk