Digi-Tacho: Die Einminutenregelung richtig nutzen

01.02.2012 17:47 Uhr
Tachoweb Anwender
© Foto: KfdM

Mit einer Kombination aus dem Internetportal TachoWeb und dem zeitnahen und ferngesteuerten „Remote-Download“ der aktuellen Lenk- und Ruhezeiten aus dem digitalen Tachografen macht die Dako Unternehmensgruppe die Vorteile der Einminutenregelung nutzbar.

Die in der EU Verordnung VO 1266/2009 definierte Regel gilt seit Herbst 2011 und kann Transporteuren laut Dako einen deutlichen Gewinn an Lenkzeit bringen. Das Potenzial könne aber nur durch ein zeitnahes Auslesen und Analysieren der Tacho-Daten genutzt werden. Am 1. Oktober 2011 trat die EU Verordnung VO 1266/2009 in Kraft. Seitdem dürfen neue Lkw und Busse nur noch mit neuen Tachografen ausgerüstet werden, die beim Berechnen der Lenkzeit die sogenannte Einminutenregelung berücksichtigen. Diese besagt, dass kleinere Fahrzeugbewegungen mit einer Dauer von bis zu 29 Sekunden pro Minute die Ruhezeit nicht unterbrechen. Nach der bisherigen Regelung schlug jedes kurze Vorrücken in der Warteschlange mit mindestens einer kompletten Minute Lenkzeit und somit einer Unterbrechung der Ruhezeit zu Buche – auch wenn sich die Räder tatsächlich nur eine Sekunde bewegt haben. Die Einminutenregelung wird laut Dako aber nur dann ihren vollen Nutzen entfalten, wenn die Disponenten kurzfristig die exakten Lenkzeiten kennen, die noch zur Verfügung stehen. Denn die durch die EU-Verordnung gewonnenen Minuten hängten zum Teil stark von der aktuellen Verkehrslage ab, ließen sich entsprechend schlecht planen und würden von Tag zu Tag deutlich voneinander abweichen. In diesem Zusammenhang erlange auch die bereits bekannte „Remote-Schnittstelle“ am Tachografen zum Fernauslesen der Daten eine völlig neue Bedeutung. Diese gehört bereits seit zwei Jahren zum Standard der seither eingebauten Tachografen. „Noch nie war es so wichtig wie jetzt, die genauen Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer auf die Sekunde genau zu kennen“, so Thomas Becker, Geschäftsführer der Dako Unternehmensgruppe. Deshalb bietet sein Unternehmen neben der kompletten Umrüstung auf die neuen Zeiterfassungsgeräte auch den Einbau eines „TachoRemoteModules“, mit dem die ausgelesenen Daten unverzüglich in das Dako-Rechenzentrum übertragen werden. Die Remote-Technik erfordert kein weiteres Eingreifen der Fahrer oder Fuhrparkleiter mehr. Stopps zum manuellen Auslesen der Fahrerkarte entfallen. Stattdessen stehen die Informationen zeitnah und zuverlässig verschlüsselt für jeden einzelnen Kunden im Internetportal Tachoweb zur Verfügung, so Dako. Das Unternehmen bietet dabei zahlreiche intelligente Auswertungsmöglichkeiten. (ah)

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