Made in Waidhofen

Er ist der Mann, dem Bushersteller vertrauen. Egal ob Mercedes, Setra, Volvo, Neoplan, MAN, Irisbus oder Temsa: Geht es um Busmodelle im Maßstab 1:24 ist Hans Buxbaum der Richtige - Geheimhaltung garantiert. OMNIBUSREVUE hat den tüchtigen Österreicher besucht und einen Blick in seine Produktion geworfen.

Sicher haben Sie schon einmal einen echten Buxbaum gesehen. Nein, das wird kein Ausflug in einen Schlossgarten, in dem der präzise zugeschnittene "Buchs" als schmückendes Beiwerk dient. Der Buxbaum ist zwar auch exakt in Form gebracht, findet sich statt in der Natur aber immer hinter Glas wieder. Namensgeber ist Hans Buxbaum aus dem österreichischen Waidhofen an der Ybbs. Sein Spezialgebiet: Detailgetreue Busmodelle im Maßstab 1:24, edel serviert in Glasvitrinen. Und der „Fuhrpark" des 58-Jährigen versetzt jeden Unternehmer ins Staunen. Kaum ein Hersteller fehlt, Stadt-, Überland- oder Reisegefährt - alles ist da.

Hinter den Bussen steckt deutlich mehr Aufwand, als sich beim äußeren Anschein vermuten lässt. Da wird nicht schnell etwas zusammengebastelt, die Genauigkeit der Produktion ähnelt eher den großen Ebenbildern. Exakte Einzellackierung und Beschriftung wollen die Kunden, und die gibt es 1:24 nur „Made in Waidhofen". Der Preis, im Durchschnitt 1.250 Euro, lässt sich schnell verstehen, wirft man einen Blick in die Fertigung. Den Anfang müssen die Hersteller machen. Buxbaum erhält von ihnen die zwei- oder dreidimensionalen Konstruktionsunterlagen des jeweiligen Busses. „Es ist wichtig, eine gewisse Vertrauensbasis zu den Herstellern aufzubauen", erklärt Buxbaum. Abgesichert ist die Vertrauensbasis mit Geheimhaltungsverträgen. Am Computer verkleinert der tüchtige Österreicher die Vorlagen auf das richtige Maß - 1:24. „Ich baue nicht einfach nur Modellbusse. Hier fallen zehn bis zwölf Berufe zusammen", erklärt der Busbauer. „Man muss unter anderem mit der Kreissäge umgehen können, sich an der Werkbank auskennen und fit am Computer sein."

Ist die Verkleinerungsarbeit am Computer erledigt, gehen die Daten nach Wien. Hier wird die Urform gefertigt. 18 Stunden läuft dazu eine Maschine und schneidet einen „Klotz" aus Silikon-Kautschuk per Laser zu. „Die Kosten von 15.000 Euro übernimmt meist der Hersteller, zusätzlich verpflichtet er sich, eine bestimmte Anzahl an Bussen abzunehmen. Dafür bekommt er die Modelle etwas preiswerter. Will der Hersteller die Kosten für Urform nicht übernehmen, werden dafür die Preise pro Modell teurer", erklärt Buxbaum. Nicht nur für die Karosserie ist eine Urform nötig, jedes Teil nimmt hier seinen Anfang, egal ob Sitz oder Felge.(tt)

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