01.12.2009Mehr wissen wollen

Populärwissenschaftliche Museen liegen im Trend: Die Museen der jüngeren Generation setzen auf die spielerische Vermittlung von Wissen. Egal ob Naturwissenschaften, Geschichte oder aktuelle Technologien – hier verschwimmt die Grenze zwischen Unterhaltung und Lernen.

Populärwissenschaftliche Ausführungen versuchen, ein wissenschaftliches und komplexes Thema einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Soweit die Theorie.

Wie das in der Praxis nicht nur lehrreich sondern auch sehr unterhaltsam gelingen kann, zeigen mehrere Museen der jüngeren Generation. Statt dem früher so verbreiteten „Bitte nicht berühren“ heißt es hier mitmachen, ausprobieren, erleben und dadurch lernen. „Es ist uns wichtig, eine viel größere Breite an Vermittlungsformen zu nutzen, als in einem klassischen Museum“. beschreibt Dr. Susanne Nawrath, wissenschaftliche Leiterin des Klimahauses Bremerhaven 8° Ost, den gewählten Ansatz. Passend dazu erleben die Besucher auf ihrer Reise entlang des 8. Längengrads Ost die verschiedenen Klimazonen mit unterschiedlichen Temperaturen, Ton, Bildern – und im Falle der Riffkante vor Samoa auch lebenden Tieren.

Im nächsten Bereich erfahren Interessierte anhand selbst durchzuführender Versuche, welches Handeln welche Reaktion hervorruft. Hinzukommt demnächst noch der Bereich „Chancen“, der zeigen soll, welche Einflussmöglichkeiten auf das Klima jeder selbst hat. „Das Klimahaus passt nach Bremerhaven, weil wir hier mit dem Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung die Wissenschaft gleich nebenan haben“, begründet Nawrath. Die Fachleute hätten bereits bei der Entwicklung mitgewirkt und ihre Forschungsergebnisse fließen weiterhin kontinuierlich in das Klimahaus ein, so die Geophysikerin.



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