Umweltzone missachtet: 4.470 Euro Strafe für Busunternehmen

28.02.2013 07:37 Uhr
Umweltzone Grün Gelb
© Foto: ddp/Michael Gottschalk

Weil ein bayerisches Busunternehmen mit einer roten statt gelben Plakette in die Umweltzone der Stadt Ludwigsburg einfuhr, soll das Unternehmen 4.470 Euro Strafe zahlen.

Wie die Ludwigsburger Kreiszeitung berichtet, ereignete sich der Fall im vergangenen Jahr. Damals konnte man noch mit gelber Feinstaubplakette in die Ludwigsburger Umweltzone fahren. Der Bus des betroffenen Unternehmens habe jedoch nur die rote Plakette gehabt. Der Bus kam laut Zeitung in eine Routinekontrolle der Polizei, die auch die falsche Feinstaubplakette feststellte. Der Fall sei an die Stadtverwaltung weitergegeben worden. Dort habe man entschieden, nicht allein gegen den Busfahrer eine Strafe zu verhängen, sondern auch gegen das Busunternehmen. Die übliche Strafe von 40,00 Euro habe der Busfahrer bezahlen müssen, gegen das Unternehmen sei aber zusätzlich ein so genannter „Verfall“ über 4.470 Euro erwirkt worden.

„Das Busunternehmen hat den Bus wissentlich nach Ludwigsburg fahren lassen. Die wussten, dass hier eine gelbe Plakette benötigt wird“, so Gerald Winkler, Leiter des städtischen Fachbereichs für Sicherheit und Ordnung, gegenüber der Ludwigsburger Kreiszeitung. „Wir wollten präventiv tätig werden“, begründet Winkler das harte Vorgehen. Die Höhe des Strafmaßes hat die Stadtverwaltung festgelegt. Sie hat nach den Worten Winklers geschätzt, welche Summe das Busunternehmen mit der Fahrt nach Ludwigsburg eingenommen hat. Diese Summe wird nun eingefordert. Wie die Zeitung weiter schreibt, hat das Busunternehmen Einspruch gegen den „Verfall“ eingelegt.

Die Höhe der Strafe steht in keinem Verhältnis, mahnt der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO). Ein ähnlicher Fall sei bisher nicht bekannt. Wie der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) mitteilt, hat die Stadt Ludwigsburg dem Verband gegenüber die Höhe des Bußgeldes am 27. Januar 2013 telefonisch bestätigt. (ah)

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