18.05.2016Kommentar der Woche

Nachdem sich die Umweltministerkonferenz Anfang Mai einstimmig für eine öffentliche Förderung von Elektrobussen im Nahverkehr ausgesprochen hat, fordert der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), dabei die kleinen und mittelgroßen Busunternehmen nicht zu vergessen.

Diese Mahnung ist durchaus berechtigt, schließlich sollte doch ein Fehlstart, wie er leider, leider bei der Kaufprämie für Elektro-Pkw hingelegt wurde, beim Bus vermieden werden. 1 Million Elektroautos bis 2020 war das Ziel der Bundesregierung - davon hat sich nun auch Angela Merkel verabschiedet. Aktuell kurven gerade mal knapp 60.000 E-Autos durch die Lande. An diesem Montag erklärte die Bundeskanzlerin auf einem Arbeitnehmerkongresses der Unionsfraktion: "So wie es im Augenblick aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen." So ganz aufgeben will sie aber nicht, denn Merkel schob nach, dass man zum Beispiel von Smartphones wisse, dass bestimmte technische Entwicklungen sich ab "einem bestimmten Punkt plötzlich exponentiell" verbreiteten. Was das für ein Punkt sein könnt - wer weiß? Vielleicht wird ja der ÖPNV der Auslöser einer solchen Initialzündung sein? Die 50 Millionen Euro 2018 und dann jeweils 100 Millionen Euro in den Folgejahren sind jedenfalls schon mal ein guter Anfang. Dann im Gegensatz zu den Problemen eines elektrischen Individualverkehrs ist ein elektrisches Linienbus-Szenario deutlich realistischer vorzustellen und tatsächlich auch zu realisieren. Verkehrsunternehmen und Mittelstand stehen bereit, den Schalter umzulegen. Sascha Böhnke


 

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