23.04.2013Wiener Linien setzen auf Hybrid, Elektro und Citaro

Die Wiener Linien setzen künftig auf drei Säulen bei der Modernisierung der Busflotte.

Wien bekommt dann zwölf Elektro-Busse für den Innenstadt-Verkehr, sechs Hybrid-Busse von Volvo und 217 Stück des Mercedes Citaro. Bei der Zuschlagsentscheidung nach einer europaweiten Ausschreibung war für die Wiener Linien ausschlaggebend, dass die neuen Fahrzeuge umweltfreundlicher, komfortabler und leiser als die bisherigen Busse sind. Bis 2016 wird in einem ersten Schritt die Hälfte der Flotte, die rund 500 Busse umfasst, erneuert. Alle Busse erfüllen die ab 2014 geltende Euro-6-Abgasnorm. Die ersten Mercedes-Busse werden ab Herbst 2013 in Wien unterwegs sein.

„Die neue Busse sind umweltfreundlicher als die bisherige Flotte, leiser, ökonomischer und komfortabler. Mit den E- und Hybrid-Bussen arbeiten wir zudem aktiv an der Weiterentwicklung zukunftsweisender Antriebe mit", so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer bei der Präsentation in der Busgarage Raxstraße. Neben einem neuen Fahrgastinformationssystem verfügen die neuen Busse über ein völlig neues Türsystem. Durch Außenschwenk-Schiebetüren vergrößert sich der Ein- und Ausstiegsbereich im Bus und die Glastrennwände im Türbereich können entfallen. Die neuen Busse werden zudem mehr Plätze für Kinderwägen bieten. Eine neue Video-Türraumüberwachung soll beim Fahrgastwechsel die Sicherheit erhöhen. Alle neuen Busse verfügen über Videoüberwachung und Klimaanlage. Das Maximalalter der Wiener-Linien-Busse wird sich in Zukunft von rund 15 Jahren auf acht Jahre reduzieren.

Die Busse der Wiener Linien prägen das Stadtbild, deshalb sollen die Wiener auch selbst entscheiden, wie die Busse in Wien künftig aussehen. Seit kurzem ist unter http://www.wienerlinien.at/busflotte die Abstimmung zwischen zwei Außendesigns möglich. Nach drei Wochen wird das Aussehen der neuen Busse dann feststehen.

Zur Vorgeschichte: Der Ausschreibung gingen umfangreiche Test voraus. Jahrelang waren die Wiener Linien mit den umweltfreundlichen Flüssiggas-Bussen unterwegs. Da sich die Technologie nicht durchgesetzt hat und der Flüssiggasmotor – einst Vorreiter in Sachen Umweltschutz – nicht mehr der bald gültigen Abgasnorm Euro 6 entspricht, haben die Wiener Linien begonnen, sich nach neuen Bussen umzusehen. Um fundierte Ergebnisse zu erhalten, wurden gemeinsam mit der TU Graz zwei Jahre lang 28 Busse der verschiedensten Antriebe im Linienbetrieb getestet, Emissionen gemessen und die gewonnenen Daten analysiert. Die Testbusse wurden in einem repräsentativen Testzyklus entlang echter Buslinien eingesetzt, die Ergebnisse bildeten die Basis für die Anforderungen der Ausschreibung. (ah)


 

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