Zonda sorgt für Zunder

Ich verstehe nicht, warum ein Busunternehmer einen in Europa gebauten Bus für knapp 200.000 Euro kauft, wenn er auch ein Fahrzeug für zwei Drittel des Preises bekommt - made in China."
Wer das nicht versteht? Es ist Mike Cooper, der Vorstand von Arriva UK Bus. Schließlich hätten die Chinesen ein ausreichend breites Produktspektrum. Momentan kann man das sicher noch mit fehlendem Service, fehlenden Zulassungen und so weiter begründen. Von irgendwelchen Arbeitsplatzsicherungsdiskussion wollen wir gar nicht anfangen. Wer hat schon ein Siemens Handy? Aber wie lange wird es dauern, bis die Chinesen nachbessern. Zonda, auf der IAA Hannover aufsehenerregend präsent, baut jetzt eine Produktion in der Türkei auf, nachdem das Unternehmen die Genehmigung vom türkischen Industrieminister bekommen hat. Joint-Venture-Partner ist die Istanbul Automobile Group. Diese neue Produktionsstätte sei der eigentliche Grund der Klage von Neoman gegen den Nachbau des Starliner gewesen, erzählt man bei Zonda. 3.000 Busse sollen jedes Jahr in Istanbul gebaut werden. Momentan erwartet man für 2006 einen Export von 350.000 chinesischen Fahrzeugen, 2007 rechnet man bereits mit 500.000 Stück. Dann bleibt jetzt nur noch abzuwarten, wann Arriva mit chinesischen Bussen antritt.(tt)
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