28.06.2019Der Sommer im Süden

Ob wummernde Bässe, sanfte Violinen-Klänge oder auch Dudelsack-Töne: In Baden-Württemberg laden in den Sommermonaten zahlreiche Open-Air-Festivals zum Feiern ein. Auch Architektur- und Kulturbegeisterte kommen bei einem vielseitigen Angebot aus Besichtigungen, Lesungen und Kleinkunst im "Ländle" auf ihre Kosten.

Sonnige Aussichten - Sommer auf der Burg Wertheim. Fast über das gesamte Jahr erstreckt sich das Programm zum „Sommer auf der Burg“ in Baden-Württembergs nördlichster Stadt. Zwischen April und November gibt es in der Wertheimer Burg­ruine jedes Wochenende Veranstaltungen von Klassik bis Metal, von Comedy bis Theater. Neben regionalen Künstlern treten auch viele Stars auf. Genießer kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Sie haben die Qual der Wahl zwischen geschmackvollen Tastings und Event-Menüs. Das Sahnehäubchen ist aber der spektakuläre Ausblick von der Festungsmauer einer der ältesten Burganlagen im Süden: Das Wahrzeichen thront erhaben auf einem Felssporn am Zusammenfluss von Main und Tauber. www.wertheim.de

Feiern am Fluss – Folk am Neckar Mosbach. Auf der Bühne fiedeln und trommeln Bands mit ungewöhnlichen Namen wie „Tears for Beers“ oder „The Rubber Wellies“. Vor der Bühne werden sich am 2. und 3. August Hunderte Fans versammeln. Mit karierten Schottenröcken und T-Shirts mit Aufdrucken irischer Biermarken bekleidet, tanzen sie unter dem dunkler werdenden Himmel. Das Festival „Folk am Neckar“ findet immer im Rahmen der Open-Air-Veranstaltungsreihe „Mosbacher Sommer“ statt, die von Juli bis September Kabarett, Theater, Kunstausstellungen, das Open-Air-Kino und viel Musik bietet. Die passende Kulisse liefert der Burggraben mit Amphitheater am Tempelhaus Neckarelz, dem Überrest der ehemaligen Johanniterburg Elz. www.folk-am-necker.de

Ohrenglück für Klassikfans – die Opernfestspiele Heidenheim. Als eines der erfolgreichsten Klassik-Festivals Deutschlands locken die Heidenheimer Opernfestspiele bis zum 28. Juli 2019 Musikliebhaber aus dem ganzen Land auf die Ostalb. Diese Festspielzeit dreht sich das Programm um das Thema „Glück“. Neben Opern und Konzerten erwarten die Besucher Vorträge und kulinarische Highlights mit musikalischer Untermalung: Bei der Veranstaltung „Zu Gast bei Tschaikowski“ serviert Ellen Kleiber vom Restaurant Wacholder den Gästen zur Oper „Pique Dame“ in der Schlosskirche außergewöhnliche Kreationen aus Russland. Und auch beim Picknick am Schlossberg verbinden sich Ohren- und Gaumenschmaus zu einem unvergesslichen Erlebnis. Junge Besucher können bei den Workshops in der Musikwerkstatt OH! sogar „glücklich“ kreativ werden. www.opernfestspiele.de

Architektur mit Zündstoff – Museum Frieder Burda Baden-Baden. Der amerikanische Architekt Richard Meier hat zuvor bereits das Getty-Center in Los Angeles und das Museum für zeitgenössische Kunst in Barcelona entworfen. Seinen weißen Bau an Baden-Badens Lichtentaler Allee vergleicht der Meister mit einer „transparenten Villa“. Für Zoff sorgte die Verknüpfung von Mäzenatentum und staatlicher Kunstförderung: Die gläserne Brücke zwischen Kunsthalle und Burda Museum wurde zum Symbol der Querelen. Heute besitzt das Museum weltweite Strahlkraft. Besucher kommen nicht nur wegen der Kunst, sondern auch wegen der Architektur. Sie ist großzügig, aber nicht protzig, und hat eine einladende Atmosphäre – ein Muss für alle Baden-Baden-Besucher. www.museum-frieder-burda.de

In bester Verfassung – Platz der Grundrechte in Karlsruhe. Recht und Gerechtigkeit – was bedeuten sie für den Einzelnen, was für die Demokratie? Auf 48 Schildern installierte der Künstler Jochen Gerz prägnante und zugleich höchst unterschiedliche Aussagen zum Thema. Das ungewöhnliche Kunstwerk wurde 2005 eingehweiht und ist ein Geschenk zum 50-jährigen Bestehen des Bundesverfassungsgerichts. Auch in diesem Jahr, 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes, hilft die Architektur, ein sperriges Thema für die breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen. www.karlsruhe-tourismus.de

Kunst im Quadrat – Neue Kunsthalle Mannheim. Stadt in der Stadt lautet das Konzept und ist zugleich Einladung in eine weitläufige, helle Architektur. Um das 22 Meter hohe, lichtdurchflutete Atrium gruppieren sich auf drei Ebenen 13 Ausstellungskuben. Mit dem Metallgewebe an der Außenfassade kann sich jedoch nicht jeder anfreunden. Und überhaupt: Der „Kunsttempel“ bilde einen zu starken Kontrast zum Jugendstil­ensemble rund um den Wasserturm – so die Kritiker. Andere  schätzen die Zurückhaltung des Gebäudes. Dank spannender Sichtachsen können sich die Besucher durch den spektakulären Bau treiben lassen. Ihr Weg führt über Galerien, Brücken und Terrassen in Räume, in denen die Kunst präsentiert und nicht zelebriert wird. www.kuma.art

(js)



 

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