JAHRE OMNIBUSREVUE Eindrücke einer kleinen Probefahrt

Wir haben mit dem „Trambus Präfekt" eine kleine Probefahrt unternommen und sind dabei im kritischsten aller Belastungszustände gefahren, nämlich mit praktisch leerem Wagen.

Eindrucksvoll ist bereits beim Besteigen des Busses durch die vordere Doppeltüre der breite, zweispurige Durchgang zwischen den Radständen der Vorderachse. Bei nur 620 mm Fußbodenhöhe sind sowohl die Einstiegsverhältnisse als auch die Stehbedingungen im Wagen ausgezeichnet, denn man hat durch die Seitenfenster einen freien Blick nach außen.

Der „Trambus Präfekt" 12 D, mit dem wir fuhren, hatte ein Diwabus-Getriebe, das mit seinen Geräuschen das eigentliche Motorgeräusch klar überdeckt. Im allgemeinen ist das Geräuschniveau befriedigend niedrig.

Der 10,6m lange Wagen zeigte sich nicht nur als außerordentlich wendiges Fahrzeug (4,75 m Radstand), sondern weist auch eine ungewöhnlich geringe Kurvenneigung und so gut wie keinerlei Wanken, was auf die Abstützung des Wagenkastens auf breiter Federspur und auf die Anordnung der hinteren Teleskopstoßdämpfer weit außen zurückzuführen sein dürfte.

Die Federung selbst wirkt auch bei leerem Wagen angenehm weich, und selbst bei schlechten Straßen war keine Neigung zum Nicken festzustellen. Die auf schlechten Straßen noch feststellbare, durchkommende Oberschwingung dürfte bei höherer Belastung verschwinden und ist bei der Ausführung mit derart kräftigen Achsen praktisch unvermeidbar. Wir haben auch einen Blick unter den Wagen getan, wobei uns auffiel, daß das Fahrwerk jetzt aufgeräumter aussieht und in allen Kontrollstellen gut einsehbar und erreichbar ist. Die Luftfederbälge haben übrigens keine Zusatzvolumina mehr.(tt)

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