01.03.2019Die Erlebnisheimat

Die Regionen Erzgebirge und Vogtland überraschen mit einer breiten Palette an touristischen Aktivitäten. Neben den traditionellen Bergbautouren stehen im Reisejahr 2019 neue Rad- und Wanderwege ebenso auf dem Reiseprogramm wie kulturelle Begegnungen und kulinarische Köstlichkeiten.

Professionell: Der Tourismusverband Erzgebirge ist die Dachorganisation für die nationale und internationale Vermarktung der Reiseregion Erzgebirge. Die Themenpalette ist vielfältig, sie reicht von prämierten Rad- und Wanderwegen, Wintersportmöglichkeiten und mehr als 800 Jahren Bergbautradition über weltbekannte Weihnachtsbräuche und Handwerkskunst sowie historische Dampfeisenbahnen. Wer in das Erzgebirge im Süden Sachsens aufbricht, der lernt eine zweite Heimat kennen, das verspricht zumindest der Verband.

Zum Beispiel Bergbau. Mit Sondervorführungen in Museen und Bergwerken, geführten Wanderungen sowie zahlreichen Mitmachmöglichkeiten lädt der Bergbau des Erzgebirges in den Sommermonaten dazu ein, die Bergbaugeschichte des Erzgebirges zu entdecken, etwa im Technischen Museum Siebenschlehener Pochwerk in Schneeberg. Welche Funde maßgeblich für die erfolgreiche Herstellung des berühmten Meißner Porzellans waren, erfahren Besucher in der Weißen Erde Zeche Aue, der ersten Kaolingrube Europas. Auf die Spuren Sachsens schwarzer Diamanten begibt man sich im Bergbaumuseum Oelsnitz. Im Anschauungsbergwerk tauchen Gäste hier in die Welt der Steinkohlenkumpel ein, zudem darf die größte funktionsfähige Dampfmaschine Sachsens bestaunt werden. Ausflüge in die umliegenden Bergstädte wie Schwarzenberg, Annaberg-Buchholz oder Marienberg sollten Gruppenreiseplaner ebenfalls nicht verpassen, denn auch hier gibt es viel zum Thema Bergbau zu entdecken. www.erzgebirge-tourismus.de

Spurensuche einmal anders. Vier vielfältige und überraschende Geocaching-Touren kann man im Lugau-Oelsnitzer Revier erleben. Die Programme „Das versunkene Land“, „Iber Stocks un Steeh stellt dor Ziesch ä Beeh“, „Ziegenparcours“ und „Mit Karli auf Schleichwegen“ eignen sich besonders gut für aktive Gruppen. Die spannenden Schatzsuchen auf den Spuren des Bergbaus beginnen am Bergbaumuseum Oelsnitz. Von dort führt die Schnitzeljagd zu Wegpunkten im Umfeld des Museums, die vom einstigen Steinkohlenbergbau in der Region zeugen. Aus Zahlenspielen und Rätseln werden die GPS-Koordinaten der Route ermittelt und verknüpft, um die einzelnen Stationen zu finden. Interessantes, Lustiges, Einzigartiges und Ungeahntes, aber auch Nachdenkliches begegnet dabei den aufmerksamen Schatzsuchern. Richtig kombiniert, findet man an einem ungewöhnlichen Ort den versteckten Schatz, den „Cache“. Die Geocaching-Tour kann nach der Installation entsprechender Apps mit dem eigenen Smartphone unternommen werden. Interessierte Gruppen können jedoch auch spezielle GPS-Geräte an der Museumskasse ausleihen. Außerdem gibt es dort die Anleitungen zu den vier Touren. Diese können auch mit Begleitung von Museumsmitarbeitern gebucht werden. Ein Tipp: Die Durchführung einer Tour bietet sich in Kombination mit der Befahrung des Anschauungsbergwerkes oder dem Besuch des Zwergenschachtes an. www.bergbaumuseum-oelsnitz.de

Renaissance trifft Motorrad. Eine der bedeutendsten Motorradsammlungen Europas, dazu kurfürstliche Kutschen und eines der wertvollsten Cranach-Gemälde des Landes Sachsen machen Schloss Augustusburg zu einem besonders sehenswerten Ausflugsziel im Erz­gebirge. Wegen seiner Monumentalität und seiner Schätze gilt es zudem als eines der schönsten Renaissanceschlösser in Mittel­europa, erbaut von Kurfürst August vor mehr als 400 Jahren und  500 Meter über dem Zschopautal. Aus der Zeit der Renaissance stammt der Altar in der Schlosskirche von Lucas Cranach dem Jüngeren. Schloss Augustusburg beherbergt mit über 175 historischen Motorrädern eine der bedeutendsten Zweiradsammlungen Europas. Dieser Tatsache und den jährlich regelmäßig im Januar, August und Oktober stattfindenden Oldtimer-Treffen verdankt das Schloss seinen Beinamen: Biker-Schloss. www.die-sehenswerten-drei.de 

Das Spielzeugdorf Seiffen hat seine Wurzeln im Bergbau und wurde erstmalig 1324 als „cynsifen“ urkundlich erwähnt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vollzog sich der Wandel zur Holzverarbeitung, bald dominierten gedrechselte Erzeugnisse. Eine der für die Holzverarbeitung errichteten Werkstätten ist das zwischen 1758 und 1760 erbaute Preissler’sche Wasserkraftdrehwerk, heute die einzige so komplett erhaltene historische Anlage. In diesem Wasserkraftdrehwerk ist seit über 100 Jahren die Kunst des Reifendrehens beheimatet. Die Seiffener Holzkunst umfasst vielfach bergmännische Themen. Im 20. Jahrhundert fand hierbei auch die Seiffener Bergkirche als Motiv Verwendung. Dem achteckigen Kirchengebäude mit Zeltdach, zwischen 1776 und 1779 errichtet, liegt der Gedanke des Zentralbaus zugrunde. Als hölzerne Miniatur ist sie bis heute welt­bekannt. www.seiffen.de

Kulturweg im Vogtland. Der Ursprung der Vögte, denen das Vogtland seinen Namen verdankt, liegt im Dunkel der Geschichte. Es wird angenommen, dass die Familie der Dienstleute des welfischen Königshauses ursprünglich im Norden Thüringens beheimatet war. Das 2016 begonnene, mit EU-Mitteln geförderte Projekt „Kulturweg der Vögte“ lädt zu einer grenzüberschreitenden Entdeckungsreise ein, die durch Thüringen, Sachsen, Oberfranken und Böhmen führt. Kirchen, Burgen und Schlösser, Wehranlagen, Marktplätze und Stadtmauern, ein lebendiges Mosaik historischer Stätten an der Weißen Elster und an Eger, Saale und Göltzsch erinnert noch heute an die Vögte und ihre Leistungen im Mittelalter. Von der Wiege des Vogtlands, der Osterburg in Weida, bis zum Kloster Mildenfurth, von den Greizer Schlössern bis zur Johanniskirche in Plauen, von Barbarossas Kaiserpfalz in Eger bis zum Schloss Burgk ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, das Vogtland neu zu entdecken – für Kultur- und Geschichtsinteressierte, Wanderer und Radfahrer, besonders aber für Gruppen unter der Anleitung verschiedener Themenführungen. Dabei gibt es keine festgelegten Routen, man folgt einfach seinen Interessen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kulturweg-dervoegte.eu




 

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