27.02.2018Die Spitze des Stiefels

Pizzo, Kalabrien, Italien

Lange Sandstrände, tiefblaues Meer, der Nationalpark im Hinterland und die griechisch-römische Tradition, die in diesem Gebiet seit Jahrhunderten existiert – in der südlichsten Region Italiens, in Kalabrien, steht Vielfalt und Abwechslung auf dem Programm. Hier kommen alle auf ihre Kosten.

Am äußersten Ende des italienischen Stiefels – natürlich im übertragenen Sinn gesprochen – liegt die italienische Region Kalabrien. Als südlichster Punkt des italienischen Festlandes ist Kalabrien vom Ionischen und Tyrrhenischen Meer umspült und durch die Straße von Messina von Sizilien getrennt. Getrost kann man deshalb von einer Art Halbinsel sprechen. Hauptstadt Kalabriens ist Catanzaro. Ihre Provinzen sind Catanzaro, Reggio Calabria, Cosenza, Crotone und Vibo Valentina. Mit einer Gesamtfläche von rund 15.000 Quadratkilometern ist die Region Kalabrien knapp sechs Mal so groß wie das Saarland. 

An der Stiefelspitze. Geografisch besteht Kalabrien zu einem großen Teil aus einer hügeligen und gebirgsartigen Landschaft, die zur Küste hin flach verläuft. Im Westen und Osten der Region gibt es außerdem schöne Sandstrände, die zu einem Badeurlaub geradezu verführen. Ein besonders schöner Küstenabschnitt ist die „Riviera dei Cedri“, die sich zwischen den Städten Tortora im Norden und Paola im Süden auf einer Länge von rund 70 Kilometern erstreckt. Die Riviera der Zedern, wie der Küstenabschnitt im Deutschen heißt, verdankt ihren Namen dem Anbau der Zeder. Der Baum mit seinen Früchten wurde bereits in der Antike in dieser Gegend kultiviert und von der Bibel als „schönste Frucht der Bäume“ beschrieben. Der größte Teil dieses Abschnitts besteht aus Gesteinsablagerungen, was der Schönheit und Einzigartigkeit dieses Stücks italienischer Erde jedoch keinen Abbruch tut. Mit rund 15 Seebädern an der Küste findet sich außerdem mit Sicherheit dennoch ein geeigneter Badeort vor Ort – vor allem, weil das Meer an dieser Stelle kristallklar erscheint.

Griechisch-römische Tradition. Tropea ist eine Kleinstadt an der Ostküste der süditalienischen Region Kalabrien. Der Legende nach soll Herkules die Stadt erbaut haben. Der berühmteste Platz mitten in der Altstadt, wo sich viele Restaurants, Bars, Gelaterien und Souvenirshops befinden, nennt sich deshalb auch „Piazza Ercole“ (Herkulesplatz). Bekannt ist die Stadt vor allem für ihre auf einem Felsen gelegene Altstadt. An der „Stiefelspitze“ Italiens gelegen, finden Urlauber hier ein rustikal-ursprüngliches Ambiente und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten. Zu ihnen gehört beispielsweise die „Cattedrale di Tropea“. Sie stammt aus dem zwölften Jahrhundert und zählt zu den schönsten Bauwerken der Gegend. Das „Museo Archeologico Nazionale“, das Archäologische Nationalmuseum Kalabriens, liegt im Herzen der Stadt. Auf vier Etagen und rund 11.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche können Besucher hier einen Streifzug durch die Kultur, Tradition und Geschichte Kalabriens unternehmen. Bekannt wurde das Museum vor allem wegen der beiden „Bronzen von Riace“, zwei Bronzestatuen, die ein Hobbytaucher in den 70er-Jahren rund 300 Meter vor der kalabrischen Küste fand. Die beiden jeweils rund zwei Meter großen Bronzefiguren sollen aus dem fünften Jahrhundert vor Christus stammen und über 2.000 Jahre auf dem Grund des Mittelmeeres gelegen haben. Die italienische Stadt Tropea erkunden Besucher am einfachsten zu Fuß. Vom Stadttor, dem „Porta vaticana“ aus, gelangt man beispielsweise über einen Treppenabgang bequem zum Strand hinunter. Hier liegt eine weitere Sehenswürdigkeit von Tropea, die sich Besucher auf keinen Fall entgehen lassen sollten: die Wallfahrtskirche „Santa Maria dell’Isola“. Die einstige Bischofs-kirche, deren erste Gründung bis in das frühbyzantinische Mittelalter zurückgehen soll, gehört heute zum Bistum Mileto-Nicotera-Tropea. Für den mühsamen Aufstieg über enge Treppenstufen werden Gäste mit einem wunderschönen Blick über Tropea und das Meer entschädigt. Spezialität der Stadt ist die aus dem Hinterland Tropeas stammende „Cipolla Rossa di Tropea“, eine rote Zwiebel. Ihr zu Ehren veranstalten die Bewohner Tropeas jedes Jahr am 13. August das „Fest der roten Zwiebel“, bei dem man die kalabrische Spezialität in unzähligen Zubereitungsformen – vom Omelette bis hin zur Marmelade – genießen kann.




 

« Zurück › An die Redaktion › Drucken
 



Kommentare verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der OR veröffentlicht.
Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter den Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

* Pflichtfeld

› Aktuelles Heft

OMNIBUSREVUE 2/20


Mehr zu den Inhalten!

Aktuelles Heft
Bilder

BusChallenge 2019
MAN, Lion's City, Premiere 2018
Premiere MAN Lion's City


AKTUELLE VIDEOS

Der Elektrobus Heuliez GX 337e - Französisch unter Strom

Der Elektrobus Heuliez GX 337e - Französisch unter Strom

Der eCitaro von Mercedes-Benz im Supertest

Coach of the year 2020: MAN Lion's Coach

Die Bus Challenge 2019 - Fahrer unter Stress

Klein ist fein: Van Hool EX11H

ADVERTORIALS

Bergweihnacht Innsbruck

Bergweihnacht Innsbruck

Altöttinger Christkindlmarkt

Epic Innsbruck

Innsbruck Tourismus

Neu: Weihrauchmuseum in Altötting

OR_Marktuebersicht_Bild_klein

› Marktübersicht

Jetzt entdecken!

Die große Marktübersicht der OMNIBUSREVUE

Marktübersicht Box für NL