22.12.2017Die Vielfalt des Ostens

Trabant

Über 25 Jahre nach dem Mauerfall hat sich Ostdeutschland auch bezüglich des Tourismus gänzlich als hervorragende Destination etabliert. Die Geschichte, die diesen Teil Deutschlands geprägt hat, ist aber immer noch allgegenwärtig. Ein Alleinstellungsmerkmal, das viele Städte in einem neuen Gewand präsentieren.

Erfurt „liegt am besten Ort. Da muss eine Stadt stehen“, erklärte einst Martin Luther. Und tatsächlich bietet die heutige Landeshauptstadt Thüringens einige Highlights. Früher ein mächtiges Handels- und Bildungszentrum, ist die Stadt heute noch voll von kultur- und bauhistorischen Kostbarkeiten. Viele Museen und Galerien zeigen beispielsweise über das ganze Jahr Ausstellungsstücke von ältesten Ausgrabungen bis hin zu zeitgenössischen Exponaten. Stadtführungen und Rundfahrten wurden speziell für Gruppenreisende konzipiert. So gibt die Führung „Erfurt – die Faszination einer historischen Stadt erleben“ Einblicke in das Stadtleben und die vorhandenen Sehenswürdigkeiten. Wahrzeichen der Stadt sind der Dom Sankt Marien, der die weltweit größte mittelalterliche freischwingende Glocke – die „Gloriosa“– beheimatet, und die Sankt Severi Kirche. Eine weitere Attraktion der Stadt und unbedingt sehenswert ist die Erfurter Krämerbrücke. Sie führt auf 120 Metern über den Fluss Gera und ist mit insgesamt 32 Häusern bebaut. Damit zählt die Brücke zu den längsten komplett bebauten und bewohnten Brücken Europas. Nur einige Kilometer von Thüringens Landeshauptstadt entfernt befindet sich das Schloss Molsdorf mit dem ihm umgebenden Landschaftspark. Einst als Adelssitz des Reichsgrafen Gustav Adolf von Gotter aus einem früheren Wasserschloss umgebaut, gilt es heute aufgrund seiner Erscheinung als das thüringische Versailles. Führungen durch das Schloss sowie durch die anliegenden Gärten und Parkanlagen versetzen Besucher in die glanzvolle Zeit des Barocks zurück. www.erfurt-tourismus.de

Auf den Spuren Martin Luthers. Die Wartburgstadt Eisenach ist unumgänglich mit der Reformationsgeschichte und mit Martin Luther verbunden. Deshalb folgen auch die Stadtführungen, die in Eisenach angeboten werden, unweigerlich den Spuren Martin Luthers. So lässt das Lutherhaus die Reformationsgeschichte lebendig werden. Da Eisenach zudem lange als eines der Zentren der europäischen Musik galt, lassen sich Relikte aus den Zeiten von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Johann Pachelbel oder von Richard Wagner entdecken. Besonders sehenswert sind in Eisenach die vielen Kirchen. Mit der Georgenkiche, der Nikolaikirche und der katholischen Elisabethkirche hat die westthüringische Stadt gleich drei religiöse Stätten. Für Gruppen bietet Eisenach besondere Stadtführungen an. So entführt beispielsweise die kulinarische Stadtführung in drei städtische Lokale, wo die Besucher durch die Gastgeber in den drei Restaurants mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert begrüßt werden. Nebenbei erfahren die Teilnehmer Anekdoten zu den Tischsitten längst vergangener Zeiten und Wissenswertes über das Stadtleben im Allgemeinen. Weitere thematische oder Kostüm-Führungen runden das breite Angebot, das Eisenach für Gruppenreisende bereithält, ab. Technikfans kommen im Automobil-Museum „automobile welt eisenach“ voll auf ihre Kosten. Dort wird die deutsche Automobilgeschichte seit dem Jahr 1898 gezeigt. Zu sehen sind Ausstellungsstücke der Marken Dixi, BMW, Emw, Ifa, Wartburg bis hin zum heutigen Opel. Außerdem können sich Besucher auf vielfältige historische Motorsport- und Rallyefahrzeuge sowie auf nicht gebaute Prototypen, Karosseriestudien und Motorenpläne freuen. Die Sonderausstellung zum Thema „90 Jahre Dixi DA1 und BMW-Dixi“ gibt es noch bis einschließlich 31. März 2018 zu sehen. Geöffnet hat das Museum „automobile welt eisennach“ von November bis März jeweils dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr und in den Sommermonaten April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr. www.eisenach.de

Bergbau zum Greifen nah. Jahrhundertelang stand die Gewinnung, Veredelung und Nutzung der Naturressource Braunkohle im mitteldeutschen Raum im Mittelpunkt des täglichen Lebens. Anfang der 90er Jahre kam es – bedingt durch die Wiedervereinigung und die sich damit verändernde Energiepolitik – zu einem raschen Ende dieser Bergbautradition. Der Industriezweig, der jahrelang für das Auskommen vieler Familien sorgte, war innerhalb kürzester Zeit nicht mehr. Rund 25 Jahre später wird die Landschaft, die südlich und nördlich von Leipzig liegt, zunehmend von den aus den Tagebaurestlöchern entstandenen Seen geprägt. Mittlerweile ist das Leipziger Neuseenland, wie sich die Gegend jetzt nennt, bundesweit eine angesehene touristische Destination, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses Abschnittes zeigt. Etabliert hat sich hierfür vor allem der Bergbau-Technik-Park, der seit dem Jahr 2012 den vollständigen Förderzyklus in einem Braunkohletagebau zeigt. Höhepunkt der Ausstellung sind zwei Großgeräte. Zum einen wird der 1.300 Tonnen schwere Schaufelradbagger 1547 und zum anderen der 2.400 Tonnen schwere Absetzer 1115 gezeigt. In den 80er-Jahren gebaut, sind die beiden Kolosse Erinnerung und Mahnung zugleich. Außerdem werden weitere technische Geräte wie Schienenfahrzeuge oder Exponate aus dem Arbeitsalltag der Bergarbeiter in dem Park gezeigt. Der Bergbau-Technik-Park im Leipziger Neuseenland ist von Mitte März bis Mitte November mittwochs bis sonntags jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Gruppenführungen sind nach vorheriger Absprache jedoch auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten möglich. Vor Ort sind bis zu drei Parkplätze für Busse frei verfügbar. www.bergbau-technik-park.de 




 

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