08.01.2015Ein echter Typ

Ohne Frage: Es war DIE Premiere des Jahres 2014: Mit dem Urbino 12 räumt Solaris gründlich auf mit dem Klischee vom Langweiler-Stadtbus. Wer dem neuen Urbino in echt und im Stadtbetrieb begegnet, der erlebt ein ­rollendes Wunder. Dem Designer gelang ein optisches Kunststück und die Techniker ließen sich darauf ein.

Alles neu – macht Solaris. Der neue Urbino hat sich erst vor Kurzem der Öffentlichkeit präsentiert und ist schon DAS Stadtgespräch. Viel wurde im Vorfeld spekuliert, einige technische Details sickerten durch. Wie sich der Bus allerdings optisch verändern würde, das war ein großes Geheimnis. Mittlerweile ist es gelüftet und das erste Erstaunen hat sich in Anerkennung gewandelt. Denn natürlich ist das äußere Design anders als alles, was man bisher beim Stadtbus gesehen hat. Kann das funktionieren? Lässt man einmal sämtliche subjektiven (Vor-)Urteile beiseite, dann muss die Antwort lauten: Ja. Denn mit seinem markanten Seiten-, Front-, Heck- und Dachdesign prescht Solaris zwar weit vor, zeigt aber eindrucksvoll, dass der „Kasten" längst nicht so langweilig ist, wie es uns bisher immer weisgemacht wurde. Ein bisschen „Optimus Prime" hier, ein bisschen Matchbox da – das funktioniert erstaunlich gut. Genial ist es sowieso, denn ein Urbino dürfte auch in Zukunft auffallen und besonders von den Fahrgästen wohlwollend bemerkt werden. Mit dem neuen Urbino hat Solaris einen harten Wettbewerber geschaffen.

Doch halten auch die inneren Werte, was die schicke Schale verspricht? Betritt man den Fahrgastraum, dann fallen zuerst einmal die großen Seitenscheiben auf. Grundsätzlich wurde das Innere nicht neu erfunden. Das war auch gar nicht notwendig, denn ein Urbino war stets praktischen Anpassungen unterworfen. Allerdings finden sich spannende Neuerungen wie mehr podestfreie Sitze, was durch die neue Anordnung der Kraftstofftanks über der Vorderachse erreicht wurde. Gewichtsersparnis war bei der Neuentwicklung ein Riesenthema. Eine große Bedeutung dabei hat ein neues Konzept der Platzierung von Gerippeprofilen sowie die Verwendung von neuen Verbindungen in der Gerippekonstruktion, die die Schnittstellen zwischen den vertikalen und horizontalen Profilen weiter stärken sollen. Natürlich bedeutet ein leichteres Fahrzeug auch eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Zudem ermöglicht die veränderte Buskonstruktion eine bessere Achslastverteilung, indem die Antriebsachse entlastet wird. Sämtliche Druckluftbehälter befinden sich jetzt im vorderen, oberen Teil des Fahrzeugs.

Bei den Antrieben zeigt sich Solaris flexibel, sowohl größere als auch kleine Motoren verschiedener Hersteller lassen sich verbauen, natürlich sind auch Hybrid- und Elektro-Versionen in Planung. Der Fahrerplatz wurde um 50 Millimeter weiter nach oben versetzt, das verbessert die Sicht und die Position den Fahrgästen gegenüber. Neben einem VDV-konformen Cockpit gibt es auch das neue Touchscreen-Display. (sab)


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