30.11.2018Ein Platz an der Sonne

Regionenspecial, Franken

Mit durchschnittlich 1.755 Sonnenstunden im Jahr zählt Bayern zu den Bundesländern in Deutschland, die am meisten von der Sonne verwöhnt sind. Und eine Region sticht dabei besonders heraus: Franken. Grund genug, einmal die drei Regierungsbezirke Unter-, Mittel- und Oberfranken zu entdecken.

Auf der Suche nach außergewöhnlichen Wanderrouten werden Naturbegeisterte im Nürnberger Land fündig. Mit der Hersbrucker Schweiz, dem Schnaittachtal-Unteres Pegnitztal und dem Altdorfer Land gibt es gleich drei Regionen in Mittelfranken, die durch ihre Beschaffenheit zum Wandern einladen. Hier sind über 2.000 Kilometer Wanderwege markiert. Zu ihnen zählen auch fünf zertifizierte Qualitätswanderwege. Das ist beispielsweise der Frankenalb Panoramaweg mit einer Länge von insgesamt 50,4 Kilometern. Der Schwierigkeitsgrad dieser Wanderroute wird mit „mittel“ angegeben. Startpunkt für diese Tour ist auf dem Marktplatz neben der Wehkirche in Happurg. Zum einzigartigen Erlebnis werden die Wanderungen im Nürnberger Land, wenn sich Besucher für einen der Themenwege für Entdecker entscheiden. Hier gibt es beispielsweise den Archäologischen Rundwanderweg in Speikern. Dieser Weg führt zu den Orten, an denen vor Jahrhunderten keltische Kultur gelebt wurde. Wegweiser für die Tour ist das „Speikerner Reiterlein“. So wird der bekannteste vorgeschichtliche Fund der Gemeinde Neunkirchen am Sand, zu der auch der Ortsteil Speikern zählt, genannt. Die kleinen Tonplastiken, wie das „Speikerner Reiterlein“ eine ist, waren in der Keltenzeit selten. Sie wurden einem geliebten Verstorbenen mit in das Grab gegeben. www.frankentourismus.de

Faszination Welterbe. Das fränkische Rom, die Inselstadt mit Klein Venedig, die lebendige Fußgängerzone oder die Gärtnerstadt – Bamberg hat eine Menge zu bieten. Dem Facettenreichtum der Stadt im Herzen Oberfrankens sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ein besonderes Highlight ist die Bamberger Altstadt. Sie wurde im Jahr 1993 aufgrund ihres einmaligen Stadt­ensembles in die Liste der UNESCO-Welterben aufgenommen. Die Jury überzeugte vor allem das „tausendjährige Gesamtkunstwerk“ der Bamberger Altstadt. Um diese Auszeichnung noch weiter in den Mittelpunkt zu stellen, öffnet im Mai 2019 da neue Welterbe Besucherzentrum südlich des Alten Rathauses. Dann können sich Interessierte auf rund 220 Quadratmetern Ausstellungsfläche über die Besonderheiten und den außergewöhnlichen universellen Wert des UNESCO-Welterbes „Altstadt von Bamberg“ informieren. Gezeigt werden Original­objekte und Dauerleihgaben ver schiedener Zünfte, die in Bamberg ansässig sind. Um alle Altersgruppen anzusprechen, setzen die Macher der Ausstellung auf analoge und digitale Präsentationen, auf die Vermittlung von Szenografien und auf Hörstationen. Weiterhin bestimmen viele Baustile der Gotik und des bürgerlichen Barock im Kern die mittelalterliche Stadt. Aber nicht nur architektonisch hat Bamberg einiges in petto. Auch auf kultureller Ebene weiß die oberfränkische Stadt zu überzeugen. So sind hier beispielsweise die Bamberger Symphoniker beheimatet, die mittlerweile durch ihre Kunst auf der ganzen Welt berühmt sind. Auch Theater-Fans kommen in Bamberg auf ihre Kosten. Eine der vielen Bühnen ist das ETA Hoffmann Theater. Hier werden täglich Stücke – nicht nur von E. T. A. Hoffmann selbst – gezeigt. Als nächste große Premiere wird der Kinderbuchklassiker „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler zu sehen sein. In jedem Jahr besuchen rund 7,8 Millionen Tagesbesucher und rund 400.000 Übernachtungsgäste aus aller Welt Bamberg. Für viele ist Bamberg eine Art frei zugängliches Museum. Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten – natürlich neben der Altstadt im Allgemeinen – ist der Bamberger Dom. Diesen ließ Kaiser Heinrich II. in den Jahren 1002 bis 1012 erbauen. Nachdem dieses und das Folgebauwerk aber dem Feuer zum Opfer fielen, sind im dritten Bau, der bis heute besteht, Stilelemente der Spätromantik und der Früh gotik zu finden. Im Innern sind vor allem das von Tilmann Riemenschneider geschaffene Hochgrab des heiliggesprochenen Kaiser­paares Kunigunde und Heinrich II., die Statue des „Bamberger Reiters“, der Marienaltar von Veit Stoß und das Papstgrab von Clemens II. sehenswert. Gruppenführungen, die einen Blick hinter die Kulissen des mächtigen Bauwerks zulassen, sind unter der Woche nach vorheriger Anmeldung möglich. Wer Bamberg näher erkunden möchte, sollte ohnehin eine der vielen Gruppenführungen in Anspruch nehmen. Mit verschiedenen Themenschwerpunkten gehen die Gästeführer hier auf die jeweiligen Besonderheiten der Stadt ein. Ein echtes Highlight ist beispielsweise die Führung „Bamberg und sein flüssiges Brot“. Bei dieser Führung tauchen die Teilnehmer in die Bamberger Biergeschichte, die auf eine nahezu 900-jährige Tradition zurückblicken kann, ein und besuchen die Originalstandorte ehemaliger und heute noch existierender Brauereien in der Altstadt. www.bamberg.info




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