30.08.2018Eine runde Sache

Brandenburg, Regionenspecial

Im Reiseland Brandenburg ergänzen sich die Themen Natur und Kultur perfekt. Während eine neue Kampagne Wasserfreunde und Freizeitkapitäne anlockt, punktet das Fontane-Jahr 2019 bei Kulturliebhabern. In Potsdam kommt man am Barberini Museum nicht vorbei, während für Vogelfreunde das Storchendorf Rühstädt ein Muss ist.

In den vergangenen 300 Jahren wandelte sich die Garnisonsstadt Potsdam zu einer der prächtigsten Residenzstädte Europas. Der Preußenkönig Friedrich II. wie auch seine Vorgänger und Nachfolger schufen in und um Potsdam zahlreiche barocke Bauten sowie 17 Schlösser und Paläste mit üppigen Landschaftsparks, darunter Schloss und Park Sanssouci mit dem Neuen Palais. Berühmte Baumeister wie Knobelsdorff, Schinkel oder Persius und große Landschaftsarchitekten wie Lenné, Eyserbeck und Fürst von Pückler-Muskau gestalteten im königlichen Auftrag diese eindrucksvolle Kulturlandschaft, die im Jahr 1990 mit dem Prädikat UNESCO-Weltkulturerbe geadelt wurde. Ringsum von den Seen der Havel umgeben, lassen sich die Schätze der Stadt auch sehr gut bei einer Schiffsrundfahrt direkt vom Wasser aus entdecken. Freizeitkapitäne finden auf den Potsdamer Havelseen ein perfektes Wassersportrevier.

Mit dem Museum Barberini, getragen von der Hasso-Plattner-Stiftung, gibt es in Potsdam ein Kunstmuseum der Extraklasse. Direkt gegenüber dem Landtag, am Alten Markt, wurde hierfür das bei einem Luftangriff 1945 zerstörte Palais Barberini mit historischer Fassade wieder aufgebaut. Es ist Bestand­teil der Rekonstruktion eines der ehemals schönsten Plätze Europas und des historischen Zentrums Potsdams. Das Museum Barberini wurde vom Verein Stadtbild Deutschland im Januar 2017 zum „Gebäude des Jahres“ gekürt und gehörte zu den wichtigsten aktuellen Museumseröffnungen in Europa. Hier warten Meisterwerke der Kunstgeschichte darauf, entdeckt zu werden: Ob bei einem individuellen Rundgang, mit einer Führung oder geleitet durch den Audioguide in der Barberini-App. Ausgangspunkt für die Präsentationen ist die Kunstsammlung Hasso Plattners, zu deren Sammlungsschwerpunkten der Impressionismus und Kunst der DDR gehören. Für die Ausstellungen des Hauses werden diese Werke mit bedeutenden Leihgaben aus Museen und von Privatsammlern aus der ganzen Welt kombiniert. Aktuelle Ausstellung bis 21. Oktober 2018: Gerhard Richter. Abstraktion. www.museum-barberini.com

Das Fontane-Jahr 2019. Kaum ein anderer Schriftsteller ist so eng mit Brandenburg verbunden wie Theodor Fontane. Geboren in Neuruppin, rund 70 Kilometer vor den Toren Berlins, arbeitete Fontane nach Tätigkeiten in London als Reiseschriftsteller. „Wenn du reisen willst, mußt du die Geschichte dieses Landes kennen und lieben“, lautete sein Credo. Und so hat er es dann auch mit seiner Heimat gehalten. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt er die Landschaften, die Orte und die Menschen, denen er begegnet. Am 30. Dezember 2019 hätte Fontane seinen 200. Geburtstag gefeiert. Nicht nur für Literaturfans lohnt es sich, auf den Spuren Fontanes zu reisen. Insbesondere Fontanes Heimatregion – das heutige Ruppiner Seenland sowie das Havelland – kann man auf diese Weise entdecken.

Neuruppin ist für Kulturliebhaber ein ganz besonderer Ort. Mit Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkel sind gleich zwei bedeutende Persönlichkeiten in der ehemaligen preußischen Garnisonsstadt geboren. Die klassizistische Architektur im historischen Stadtkern und die reizvolle Lage am Ruppiner See machen die Stadt zudem sehenswert. Einblicke in die Geschichte der Stadt bietet darüber hinaus das Museum Neuruppin. Da die erste Schausammlung bereits zu Fontanes Zeiten bestand, hat sich der berühmte Sohn der Stadt in seinem literarischen Werk damit auseinandergesetzt. Im Museum kann man dies an 20 Ton­stationen „nachhören“. Ein bedeutender Schatz des Museums sind außerdem die rund 22.000 Motive des Neuruppiner Bilderbogens, ein Vorläufer der heutigen Zeitschriften und Illustrierten, aus dem frühen 19. Jahrhundert, die Neuruppin rasch in der ganzen Welt bekannt machten. Das Museum Neuruppin präsentiert ab März 2019 mit „fontane.200 / Autor“ die zentrale Ausstellung zum Fontane-Jubiläum. Direkt an das Museum grenzt der Tempelgarten mit dem Apollo-Tempel. Er geht auf den jungen Kronprinzen Friedrich zurück, der mit dem exotischen Park sein erstes Gartenkunstwerk schuf, bevor die Parks in Rheinsberg und Sanssouci entstanden.

Rheinsberg im Ruppiner Seenland hatte Fontane natürlich ebenfalls besucht und beschrieben. Im dortigen Schloss verbrachte Friedrich der Große als Kronprinz nach eigenem Bekunden die glücklichsten Tage seines Lebens. Heute werden Schloss und Park alljährlich im Sommer zur Opernkulisse für junge Gesangsstars der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Das schönste Bild vom Schloss gelingt übrigens vom Wasser aus, denn von dieser Perspektive aus spiegeln sich die charakteristischen Türme des Schmuckstücks besonders schön im Grienericksee.




 

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