30.08.2019Entdeckungen an der Donau

Die Slowakei mit ihrer schönen Hauptstadt Bratislava ist ganzjährig eine Reise wert. Zahlreiche Veranstaltungen und landschaftliche Schätze locken das ganze Jahr hindurch in das kleine Land an der Donau, das sich touristisch vor seinen großen Nachbarn Österreich und Ungarn wahrlich nicht verstecken muss.

Bratislava, die Hauptstadt der Slowakischen Republik, wird auch „Schönheit an der Donau“ genannt, und das vollkommen zu Recht. Schon von Weitem sichtbar ist die Burg Bratislava. Sie überragt die Donaumetropole und scheint ihr Schutz zu bieten. Der attraktivste Teil von Bratislava mit seinen zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen ist eindeutig die Altstadt – ein idealer Ort für Romantiker, die gerne durch enge Gassen schlendern und die Spuren der Vergangenheit inmitten einer modernen Welt entdecken. Trotz ihrer reichen Geschichte gehört Bratislava zu den jüngsten Hauptstädten der Welt. Und auch ihre Einwohner sind im Durchschnitt sehr viel jünger als im restlichen Europa. Die moderne Metropole zeigt sich weltoffen, was die ständig zunehmende Zahl der Besucher beweist. Die malerische Donau, historische Paläste in Kombination mit moderner Architektur, die hohe Kunst slowakischer Köche und Braumeister und vor allem die sprichwörtlich freundlichen Einwohner – es ist wohl die multikulturelle Vielfalt, die den unvergleichlichen Charme Bratislavas ausmacht.

Entlang der Tokaier Weinstraße. Über den Tokaier Wein sagt man mit Recht, dass er „der König der Weine und der Wein der Könige ist“, weil er in der Vergangenheit an keinem königlichen Hof in Europa fehlen durfte. In der Slowakei befindet sich das Tor zur Tokaier Weinstraße in der Stadt Trebišov.Gegenwärtig bietet die bei Slowakei-Rundfahrten besonders beliebte Tokaier Weinstraße mit ihren Zentren in Malá und Veľká Tŕňa zehn Weinsorten an, die mit zahlreichen Preisen auch außerhalb der Slowakei ausgezeichnet wurden. Als Besonderheit der Weinstraße gelten die mittelalterlichen Tokaier Weinkeller, die in vulkanische Tuffsteine gemeißelt sind. Die Keller stammen aus der Zeit der Türkenkriege. Teilweise wurden sie als Verstecke vor den räuberischen Truppen benutzt. Einige davon reichen bis zu einer Tiefe von 16 Metern ins Erdreich. Zu den meistbesuchten Kellern gehören die Weinkeller in den Gemeinden Malá Tŕňa, Veľká Tŕňa und Viničky, wo die Besucher neben dem Verkosten vom feinen Wein auch die örtlichen gastronomischen Spezialitäten probieren können. Zudem hat jede Gemeinde entlang der Tokaier Weinstraße eine reiche Geschichte, die sich an der Gestaltung ihres heutigen Charakters beteiligt hat. Viele der kleinen Kirchen in den Gemeinden entlang der Weinstraße sind wichtige nationale Kulturdenkmäler.

Kuren in der Slowakei. Die weltbekannte Kurstadt Piešťany nahe der Hohen Tatra wurde durch das  Vorkommen von geothermalem Heilwasser und sulfathaltigem Heilschlamm berühmt. Der Schlamm aus Piešťany und das thermale Mineralwasser haben eine außerordentliche Heilwirkung und sind nicht nur in Europa einmalig, sondern auch weltweit. Die heißen Mineralquellen mit Temperaturen von bis zu 69 Grad Celsius, der Mineralstoffgehalt von 1.500 mg/l und der sulfathaltige Schlamm führten schon früh zur Entwicklung der Balneologie und zur Errichtung von Kurhäusern. Ein bemerkenswertes Phänomen ist der sich selbstständig erneuernde Heilschlamm als Ergebnis des Zusammenwirkens von Flusssedimenten und unterirdischen Mineralquellen des Flusses Vàh. Die ersten bedeutenden Besitzer des Kurortes waren die Erdödys, eine ungarische Adelsfamilie. Nach den Napoleonischen Kriegen ließen sie im Jahr 1822 das erste Kurhaus errichten, das als Altes oder Napoleonisches Bad bekannt ist. Der wirkliche Aufschwung und Ruhm kam jedoch erst mit Anfang des 20. Jahrhunderts. Man errichtete mehrere Hotels im Jugendstil, die noch heute den Charakter des Kurbades ausmachen. In jüngster Zeit kamen mehrere Kurmittelhäuser dazu. Heute verfügt der Kurort über 2.400 Betten und ist wegen seines guten Preis-Leitungs-Verhältnisses in ganz Europa beliebt.

Die Slowakei und die UNESCO. Bereits im Jahr 1993 wurden in die UNESCO-Liste des Welterbes drei Stätten der Slowakei aufgenommen: die Burg Spišský hrad und ihre schöne Umgebung sowie Banská Štiavnica und Vlkolínec. Beide Orte repräsentieren die slowakische Bergbautradition. Im Jahr 2000 folgte die historische Stadt Bardejov in der Region Šariš, im Jahr 2008 die Holzkirchen des Karpatenbogens und im Jahr 2009 die Stadt Levoča in der Region Zips. Am sehenswertesten ist sicher das Gesamtkunstwerk aus der Burg Spišský hrad, dem größten mittelalterlichen Burgkomplex in Mitteleuropa, und der unmittelbaren Umgebung mit dem Städtchen Spišské Podhradie mit seinen typischen Bürgerhäusern im Stil der Renaissance und des Barocks, der Kirchenstadt Spišská Kapitula mit der imposanten, doppeltürmigen St. Martinskathedrale und der gotischen Kirche des Hl. Geistes in Žehra aus dem 14. Jahrhundert mit schönen Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

(ts)



 

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