04.11.2016High, high, not too tight

... Space-Taxi to the sky. Ein „Großraumtaxi“ will den Himmel der Omnibuswelt erobern. Lange hat es gedauert, aber seit einiger Zeit kann diese Ausnahmeerscheinung auf dem Doppeldeckermarkt tatsächlich geordert werden. Und dieser Bus hat es in sich. Jede Menge Ideen stecken in der Bus-gewordenen Leidenschaft. Auf zum Supertest!

Hier kommt er, der Neoplan Skyliner der Generation Euro 6. Ein Fahrzeug, welches sich stolz und überaus selbstbewusst in den Himmel streckt, die Mission im Namen, die Eleganz im Blick. Wenn geballte Buskompetenz und gelebte Leidenschaft auf 14 Meter Länge und vier Meter Höhe trifft, dann kommt dabei etwas heraus, das fast wie ohnegleichen wirkt. Was wurde den Unternehmern in den vergangenen Jahren der Mund wässrig gemacht mit diesem Fahrzeug, das auf Messen stand und dabei leise säuselte: „Nur gucken, nicht fahren." Jahr um Jahr verging, doch nur in homöopathischen Stückzahlen verließ ein Skyliner der neuesten Generation die deutschen Werkhallen. Während es für die einen Sky-Produzenten eine Zeit der Umstrukturierung war (Plauen), durchlebten andere Zeiten des Niedergangs (Viseon) und am Ende freute sich der Dritte, in diesem Fall das MAN-Werk Ankara. Hier wird der Bus seit dem vergangenen Jahr produziert. Nur wenn der Innenausbau speziell, besonders oder einfach ganz anders werden soll, dann kommt das Bus Modification Center in Plauen ins Spiel, die neue Edel-Ausbau-Schmiede für alle MAN- und Neoplan-Busse.

Doch der Reihe nach. Man kann es gar nicht oft genug betonen, das Design des Skyliners ist schlicht atemberaubend. Es erscheint fast unmöglich, wie es die Designer geschafft haben, eine eigentlich unlösbare Aufgabe so bravourös gelöst zu haben. Denn dieser Bus wirkt derart leicht und auch ein wenig filigran, man könnte schnell vergessen, dass hier bis zu 26 Tonnen vorgefahren kommen. Schon allein die Tatsache, wie es gelungen ist, das Unterdeck optisch so mit der Oberdeck-Front zu verbinden, dass es wirkt wie ein Band aus Glas, ist mehr als nur eine Erwähnung wert. Und dann diese Linien überall! Fast möchte man meinen, das „Liner" im Wort Skyliner hat die Designermannschaft inspiriert und so schwingen sich verspielte Kurven auf zu energischen Figuren bis hin zu geraden, klaren Strukturen. Ein leichtes Lächeln in der Front wird zu einem energischen, fast bullig wirkenden Heck. Und dazwischen jede Menge Bus.

Wer den Skyliner als Fahrgast betritt, der kann was erleben. Besonders, wenn er sich über eine der beiden Treppen nach oben aufmacht. 56 Fahrgäste kommen in den Genuss des Reisens nahe dem Himmel. Und damit diese das auch zu würdigen wissen, gibt es quasi ein vollverglastes Dach, auch wenn es sich bei diesem in Wirklichkeit um fünf einzelne verglaste Dachsegmente mit Notausstiegsfunktion handelt. Doch das ist längst nicht alles, die Glasfläche in der Dachkuppel an Reihe 1 ist einen halben Quadratmeter groß. Und dann gibt es da noch die ins Dach laufenden oberen Seitenscheiben, wodurch jede Bergfahrt zum Panorama-Erlebnis á la Skyliner wird.  Ein Problem beim Doppeldecker ist stets die geringe Stehhöhe im Unter- und Oberdeck. Hier macht auch ein Skyliner keine Ausnahme, wobei sich die Abmessungen durchaus sehen lassen können: Immerhin 1,84 Meter unten und 1,68 Meter oben betragen die Maße. Selbst die Gepäckablagen über den „Exklussivo Plus"-Sitzen fallen relativ großzügig aus. Ganze zwei Kubikmeter können über den Köpfen der Fahrgäste verstaut werden.


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