23.07.2014Hochbahn kombiniert Batterie mit Brennstoffzelle

Solaris Urbino electric

Ein neues Fahrzeugkonzept soll die Vorteile neuer Antriebstechnologien vereinen. Mit der Entwicklung hat Hochbahn den Hersteller Solaris beauftragt.

Die Hamburger Hochbahn AG (Hochbahn) treibt die Entwicklung hin zu umweltfreundlichen Busantrieben weiter voran. In diesen Tagen wurde der Bushersteller Solaris beauftragt, zwei 18,75-Meter-Batteriebusse vom Typ Urbino 18,75 electric weiterzuentwickeln und um eine Brennstoffzelle als Range extender zu ergänzen. Mit dieser Maßnahme soll die Reichweite der Batteriebusse im täglichen Betrieb deutlich verlängert werden. Ziel ist es, die neuen Busse zum Jahresende auf der Innovationslinie 109 der Hochbahn im Fahrgastbetrieb einzusetzen.

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn, sagte dazu: „Ab 2020 will die Hochbahn nur noch emissionsfreie Busse kaufen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Lebensqualität in der Stadt zu steigern. Noch gibt es diese Fahrzeuge nicht in Serienreife, sondern wir müssen unterschiedliche Technologien gemeinsam mit den verschiedenen Herstellern testen. Von den neuen Fahrzeugen versprechen wir uns wichtige Erkenntnisse. Unsere Expertise bei den Brennstoffzellenbussen wollen wir mit den Erkenntnissen aus dem Einsatz der Batterietechnologie kombinieren.“

Die neuen Solarisbusse werden von einem 240-kW-Elektro-Motor angetrieben. Stationiert auf dem Betriebshof Hummelsbüttel, erfolgt die Aufladung der Batterien und das Nachtanken mit Wasserstoff in der Nacht. Dies würde tagsüber im Linienbetrieb eine vollkommen flexible Nutzung und eine Reichweite von circa 250 Kilometer ermöglichen. Eingesetzt werden sollen die neuen Busse auf der Innovationslinie 109, teilte das Unternehmen mit. Auf dieser Linie werde die Hochbahn ab dem Fahrplanwechsel ihre Busflotte mit innovativen Antriebstechnologien einsetzen. Auf diese Weise sollen verschiedene umweltfreundliche Busse hinsichtlich ihres Einsatzes verglichen und bewertet werden.

Aktuell verfügt die Hochbahn (mit ihren Töchtern JASPER und SBG) nach eigenen Angaben über eine Flotte von 32 Bussen mit dieselelektrischen Hybridantrieben und vier Brennstoffzellenhybridbusse. Diese Flotte soll noch in diesem Jahr auf 70 Fahrzeuge aufgestockt und um neue Plug-in-Hybridbusse ergänzt werden. (ts)



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