Im Test: Krauss-Maffei "KML 110"

Der Omnibustyp „KML" von Krauss-Maffei - (KML bedeutet im übrigen „Krauss-Maffei-Leichtbus") - hatte schon seit seinem ersten Erscheinen unser Interesse erweckt, weshalb wir uns auch eifrig darum bemühten, das Fahrzeug zu Testzwecken zu erhalten. Diese unsere Bestrebungen wurden nunmehr vom Erfolg gekrönt.

Weshalb wir für den „KML" soviel Interesse zeigten? Hauptsächlich waren es drei Gründe, die uns die Prüfung dieses Omnibustyps reizvoll erscheinen ließen: 1. die selbsttragende Leichtbaukarosserie; 2. die Heckanordnung des luftgekühlten Motors; 3. die Möglichkeit der Wahl zwischen zwei Motoren verschiedener Zylinderzahl und verschiedenen Hubraumes. Dieser Krauss-Maffei-Bus ist nämlich in zwei Ausführungen lieferbar: als „KML 90" mit einem Vierzylinder-Reihenmotor von 5.322 ccm und 90 (82) PS Spitzen(Dauer-) Leistung, sowie als „KML 110" mit einem Sechszylinder-V-Motor von 7.983 ccm und 130 (120) PS, in beiden Fällen luftgekühlt und von Deutz stammend.

Uns stand zu Testzwecken das stärkere Modell „KML 110" zur Verfügung, das sich im Gesamtaufbau überhaupt nicht vom 90-er Typ unterscheidet, aber eben höhere Leistung aufweist und - als Folge des schwereren Sechszylinder-Motors - zwei Mittelgangsitze weniger besitzt. Von besonderem Interesse erschien dabei die Nachprüfung, wie sich gerade dieses stärkere Modell im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch verhalten würde, da im allgemeinen zwar höhere Leistung mit höherem Kraftstoffverbrauch verbunden ist, aber bei einem Bus u. U. die höhere Kraftreserve wirtschaftlicheren Fahrbetrieb ermöglichen kann. Wie es um diese Frage in der Praxis bestellt ist, sollte eben durch den Test ermittelt werden. Aber darüber wird noch später eingehender gesprochen werden. Vorerst sei die Grundkonstruktion des Fahrzeuges kurz gekennzeichnet.(tt)

Bilder



Anzeige

› Suche im Buskatalog

 

« Zurück › An die Redaktion › Artikel empfehlen › Drucken