JAHRE OMNIBUSREVUE Am Steuer des O 321 H

Wenn schon eingangs davon gesprochen wurde, daß dieser neue Bus von Mercedes-Benz sich dem Fahrer als schwerer Personenwagen präsentiert, so wurde damit eigentlich schon gesagt, daß es sich um ein besonders leicht zu handhabendes und in jeder Hinsicht sehr williges Fahrzeug handeln muß. Tatsächlich erfordert kein Bedienungsgriff eine größere Kraftanstrengung als bei einem Personenwagen hohen Gewichtes. Die Lenkung ist außerordentlich weichgängig, ohne dabei zu stark übersetzt zu sein und den engen Straßenkontakt vermissen zu lassen. Man kann im Gegenteil sogar sagen, daß man mit diesem Bus förmlich ,,auf einem Strich" fahren kann, so exakt und kinematisch einwandfrei ist das Lenksystem. Die Schaltung der durchweg zwangssynchronisierten Gänge erfordert nicht mehr Kraftaufwand wie bei einem Pkw mit Mittelschaltung. Man muß neidlos anerkennen, daß man bei Daimler-Benz das Problem der mechanischen Fernübertragung wirklich vollkommen gelöst hat. Die Fußbremse reagiert außerordentlich feinfühlig und ist in ihrer Wirkung ziemlich proportional dem vom Fuß auf das Bremspedal ausgeübten Druck. Über die Bremswirkung wird noch später die Rede sein. Das Schaltbrett ist sehr übersichtlich, die Sicht vom Fahrersitz aus durch die gewölbte und geteilte große Vorderscheibe ausgezeichnet, alle Bedienungsgriffe, auch die der Heizung, liegen in unmittelbarer Armnähe.(tt)


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