07.06.2019In einem neuen Licht

Sachsen legt nach! Dem diesjährigen, sehr erfolgreichen Tourismusthema 100 Jahre Bauhaus folgt im Reisejahr 2020 die sächsische Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“. Aber zuvor feiert Dresden in diesem Sommer die größte Hochzeitsparty des Jahres. In Sachen Tourismus lässt es Sachsen also mal wieder richtig krachen.

Boom. – 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“, so lautet der Titel der 4. Sächsischen Landesausstellung, die vom 25. April bis zum 1. November 2020 im Audi-Bau in Zwickau sowie an sechs weiteren Schauplätzen in Südwestsachsen stattfinden wird. Der plakative Begriff „Boom“ umreißt die Dynamik und den zyklischen Verlauf der industriellen Entwicklung Sachsens. Dass dieser Prozess in Sachsen bereits mit dem Bergbau der Renaissance eingesetzt hatte, also vor rund 500 Jahren, unterscheidet diesen international vernetzten Kulturraum von anderen industriell geprägten Regionen Europas. Die rund 500-jährige Industriekultur Sachsens ist eine Abfolge von verschiedenen Wirtschaftsaufschwüngen in diversen Branchen. Sie erlebten zeitlich versetzt, aber teilweise auch zeitgleich ihre Hochkonjunktur. Die Landesausstellung wird darstellen, wie die industrielle Entwicklung das Land und die Menschen geprägt hat. Vor dem Hintergrund, dass Industriekultur kein Steckenpferd von Spezialisten ist, sondern eine lebendige Erfahrung für die Menschen in Sachsen, soll das Publikum die Industriekultur als Motor der sächsischen Geschichte miterleben.

Industriekultur 5.0. Die Zentralausstellung thematisiert in einem kulturhistorischen Panorama 500 Jahre Industrie-, Arbeits- und Gewerbe­kultur in Sachsen. Auf 2.500 Quadratmetern lassen über 500 wertvolle historische Objekte, hochkarätige Kunstwerke, Fotografien und Filme diese großartige Tradition lebendig werden.  Der Gang durch die Industrie-Geschichte überrascht mit inhalt­lichen Zuspitzungen, in denen das historische Material in unerwarteten Zusammenhängen präsentiert wird. In einem großen Finale unter dem Motto Industriekultur 5.0 präsentiert die Ausstellung Zukunftsentwürfe, mit denen die heutigen Menschen den Herausforderungen des Wirtschafts­lebens, den Veränderungen der Industrie 4.0 und dem demografischen Wandel begegnen und die Wichtigkeit des Themas Industrie bis in die Zukunft hinein sehen. www.boom-sachsen.de

Kulturregion der Industrie. Chemnitz ist für die Industriekultur so wichtig wie keine andere Region in Sachsen. Die Stadt Chemnitz wuchs im 19. Jahrhundert explosionsartig. Ihre Anziehungskraft verdankte sie der industriellen Revolution: Textilindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau mit Unternehmern wie dem „Sächsischen Lokomotivkönig“ Richard Hartmann oder der Strumpffabrikanten-Dynastie Esche und Unternehmen wie Wanderer und Auto Union ließen die Stadt binnen gut 100 Jahren zu einer der reichsten Kommunen Deutschlands aufsteigen. Unternehmervillen wie die von Henry van de Velde geplante Villa Esche, ein herausragendes Gründerzeit- und Jugendstilviertel, der Kaßberg, sowie die neoklassizistischen Bauten des Neuen Rathaus, der Oper Chemnitz und der Kunstsammlungen Chemnitz sind Spiegel dieser erfolgreichen Zeit und architektonische Perlen der Stadt. Begleitende Führungen machen mit dieser weitgehend noch recht unbekannten Seite von Chemnitz vertraut. www.chemnitz-tourismus.de

Stadt der 100 Schornsteine oder auch „Herz der deutschen Automobilindustrie“ sind die Bezeichnungen, die für die unglaubliche industriekulturelle Geschichte der Region Zwickau stehen. Neben der klassischen Bergbau- und Automobil­industrie zeigen Kleinstädte wie Crimmitschau, die Stadt der Textil­industrie, mit ihren malerischen Villenvierteln, dass sie einst zu den reichsten Industriestädten der Region zählten. In der Lindenstraße mit ihrer prachtvollen Allee kann man heute noch reich verzierte Villen in idyllischer Lage bewundern. Es scheint, als hätte jeder versucht, seinen Nachbarn um ein Türmchen oder ein Schnörkel am Haus zu übertrumpfen. Besonders auffallend ist der Einbau von Tiefgaragen direkt in den Hang, ein absolutes Highlight, waren die erst aufkommenden Automobile doch wirklich ein Luxusspielzeug der damaligen Zeit. Zu den bekanntesten Architekten zählt dabei Max Pommer, der unter anderem den Leipziger Hauptbahnhof entwarf. Detaillierte, thematische Gruppenrundgänge unter fachkundiger Führung auf Anfrage. www.zwickau.de




 

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