05.04.2018Klein, aber oho!

Völklinger Hütte, Saarland

Flächenmäßig ist das Saarland das kleinste Bundesland Deutschlands, und auch gemessen an der Einwohnerzahl fungiert das Saarland vor Bremen nur auf dem vorletzten Platz. Hinter diesen Fakten steckt aber viel mehr. Nicht nur von den kurzen Wegen können Gruppenreisende vor Ort profitieren.

Die größte Stadt, das einzige Oberzentrum und gleichzeitig Landeshauptstadt des Saarlandes ist Saarbrücken. Erstmals erwähnt wurde Saarbrücken im Jahr 999 als „Castellum Sarrabrucca“. Aus der ehemaligen mittelalterlichen Burganlage entwickelte sich im 17. Jahrhundert ein Renaissance-Schloss, von dem heute noch die unterirdischen Kellergewölbe vorhanden sind. Nach der Zerstörung des Schlosses ließ Fürst Wilhelm Heinrich im 18. Jahrhundert eine neue barocke Residenz errichten. Obwohl das Schloss auch in den folgenden Jahren in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstrahlt es seit dem Jahr 1989 in neuem Glanz. Seitdem dient das Schloss als Verwaltungssitz und Museum sowie als Veranstaltungsstätte für Tagungen und Festabende. Die ständigen Ausstellungen im Historischen Museum Saar befassen sich zum einen mit der jüngeren Saargeschichte seit 1870 und zum anderen mit der unterirdischen Burganlage und den Kasematten – so werden zu Verteidigungszwecken angelegte unterirdische Gewölbe genannt – aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Gruppenführungen werden nach vorheriger Anmeldung zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums angeboten. Herzstück des Saarbrücker Lebens ist der St. Johanner Markt. Hier treffen sich Einheimische und Touristen zum gemeinsamen Austausch oder aber, um zwischen den vielen bunten Boutiquen, Kneipen, Bis­tros und Restaurants zu bummeln. Schon seit dem Jahr 1978 ist der Altstadtbereich um den Marktplatz „St. Johanner“ Fußgängerzone. Da die meisten Sehenswürdigkeiten in Saarbrücken aber ohnehin fußläufig am besten zu erreichen sind, sollte dies kein Problem sein. Vom Marktbrunnen aus führt eine Sichtachse zum Schloss. Früher band solch eine Achse auch die Ludwigskirche mit ein. Nach dem Architekten Stengel benannt, heißt diese besondere Bauweise noch heute „Stengelsches Dreieck“. Apropos Ludwigskirche: Sie gilt als eine der schönsten evangelischen Barockkirchen in Deutschland und wurde im Jahr 1775 fertiggestellt. Nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden die Kirche und das Palais originalgetreu wieder aufgebaut. Führungen durch die Ludwigskirche, bei der den Teilnehmern die Geschichte und die baulichen Besonderheiten nähergebracht werden, können im Rahmen einer Stadtführung gebucht werden. www.saarbruecken.de

Industriedenkmal. Das Eisenwerk Völklinger Hütte ist eines von derzeit 42 Welterbestätten der UNESCO. Als weltweit bedeutendes Industriedenkmal bietet es heute den Rahmen für Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen. Ein rund sieben Kilometer langer Rundweg durch das UNESCO-Weltkulturerbe führt Interessierte durch die Möllerhalle, das ehemalige Rohstofflager der Hütte, bis zu den Hochöfen. Weiter tauchen Besucher in die Industriekultur ein, wenn sie die Kokerei, wo früher Kohle zu Koks weiterverarbeitet wurde, besuchen. Das UNESCO BesucherZentrum führt auf rund 1.400 Quadratmetern pragmatisch in das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein. Hier können sich die Besucher über Themen wie die Nachhaltigkeitsideale der UNESCO, die Europäische Route der Industriekultur, die Geschichte der Völklinger Hütte oder die Kulturpositionen der Völklinger Hütte als ­Museum nach dem Museum  informieren. Echtes Highlight dieses Bereichs ist ein riesiges, interaktives Funktionsmodell, das die technische Anlage und die Produktionsabläufe in der Völklinger Hütte verdeutlicht. Weil die Völklinger Hütte in den Produktionszeiten ein Hochtechnologiestandort war, haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, mit dem Bau des Sciene-­Centers diese Tradition weiterzuführen. Im Science-Center „Ferrodrom“ lernen die Besucher interaktiv alles rund um die Themenschwerpunkte Feuer, Wasser, Erde und Luft sowie über Eisen und Stahl. Über 100 spannende Experimentier- und Mitmachsta­tionen versprechen für die Besucher des Science Centers „Ferrodrom“ Kurzweil. Vom 25. März 2018 bis zum 4. November 2018 wird in den Räumen der Völklinger Hütte die Ausstellung „Banksy’s Dismaland & Others – Fotografien von Barry Cawston“ zu sehen sein. Damit präsentiert der britische Künstler Barry Cawston erstmals seine außergewöhnlichen Kunstprojekte einer breiten Öffentlichkeit. Die Völklinger Hütte hat ganzjährig ihre Türen für Besucher geöffnet. www.voelklinger-huette.org




 

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