08.12.2017MAN Lion’s Coach im Test

MAN Lion's Coach

Erfahren Sie im Fahrbericht alles zum neuen MAN Lion’s Coach, der auf der Busworld 2017 seine Premiere feierte. Fakten, Eindrücke und Bilder zum neuen Modell.

Auf der diesjährigen Busworld in Kortrijk war er der Star am Stand von MAN. Der Lion‘s Coach der aktuellsten Generation begeisterte viele Besucher schlichtweg durch sein mehr als aufgefrischtes Design. So selbstbewusst, so markant hat man einen Reisebus von MAN wohl noch nie erlebt. Jetzt müssen nur noch die inneren Werte stimmen.

Fahrbericht von Mallorca
Welche Destination eignet sich besser, einen Reisebus kennenzulernen, als eine, die auch im echten Busleben zu seinen Zielen zählt. Fahr-Termin auf der Ferieninsel Mallorca, die Mitte November zwar nicht mehr wirklich überlaufen ist, dafür aber mit großer Gewissheit eine Sonnengarantie bieten kann. Allerdings zum Preis ziemlich eisiger Herbstwinde, die das Meer rund um die Balearen-Insel gehörig aufpeitschten. Das hat dann auch zur Folge, dass sich in jeder noch so kleinen Ritze feinster Sand einnistet, der vom Herbststurm über die Insel geblasen wird. Doch echte Löwen stört das nicht, im Gegenteil, auf den teils langen, schnurgeraden Autobahn-Etappen ist das eine gute Gelegenheit, sich mit der Windanfälligkeit des Busses vertraut zu machen. Doch der Reihe nach.

Das Aussehen 
Äußerlich ist der neue Lion’s Coach eine echte Überraschung. Während der noch aktuelle Coach unter Freunden guten Bus-Geschmacks im besten Fall eher für wohlwollendes Desinteresse sorgte, kommt der Neue mit „Wow-Garantie“ vorgefahren. Der Wettbewerb muss ergo ganz tapfer sein, denn was das Team um Stephan Schönherr kreiert hat, ist eine Augenweide. Gekonnt hat man es verstanden, kreativ mit Formen und Linien zu spielen. Das ist umso bemerkenswerter, da man sich beim Fahrzeug am bestehenden Grundbaukasten orientieren musste – es handelt sich schließlich nicht um eine komplette Neukonstruktion. Ähnliches konnte die Buswelt gerade beim Neoplan Tourliner erleben, ihn halten viele für einen Neubau, dabei ist auch er „nur“ die Summe geschickter Verbesserungen im Allgemeinen und im Detail.

Die Details 
Besonders markant ist beim neuen Lion’s Coach die Scheinwerferpartie. Die Scheinwerfer läuten sozusagen die neue Lichtgeneration im Hause MAN ein, was nichts anderes bedeutet, als dass wir diesen Scheinwerfer später auch beim Lkw finden werden. Durchaus ein Novum, dem Bus den Vorzug zu lassen. Wie gut die Scheinwerfer dem Bus stehen, ließ sich übrigens bestens auf Mallorca erfahren. Recht früh wird es im November dunkel, was bedeutet, dass die Lichtfahrten zunehmen. Auf engen Straßen mit dicht an die Fahrbahn heranreichenden Steinmauern leistet der Scheinwerfer ganze Arbeit. Alles wird perfekt ausgeleuchtet, die Lichtstreuung ist optimal. Je dunkler es wird, desto klarer und heller wirkt das Licht auf der Fahrbahn. Dabei ist es gar nicht heller als Xenon-Licht, es ist nur anders, ähnelt mehr dem Tageslicht. Das soll dann auch bei langen Nachtetappen einer Ermüdung der Augen vorbeugen.

Tagsüber zeichnen LED-Tagfahrleisten ein kantiges Bild des MAN. Besonders gut gelöst ist ihre Doppelfunktion als Blinker/Tagfahrlicht, auch bekannt von einigen Pkw. Überhaupt ist LED das große Thema im Lion’s Coach. Herkömmliche Glühlampen muss man mit der Lupe suchen. Neu und ebenfalls gelungen sind die Voll-LED- Rückleuchten. Wie zwei Lichtfälle fließt das Rücklicht am bemerkenswert schnörkellosen Rücken entlang. Der ist dann auch das nächste optische Highlight. Prangt hier keine Werbung, glänzt das Heck wie die Rückseite moderner Smartphones, die ja neuerdings bekanntlich gerne aus Glas gefertigt werden. Keine Bange, beim Lion’s Coach ist das nicht der Fall. Eine kleine optische Kuriosität, die allerdings nur bei hell lackierten Bussen auffällt, ist die Gestaltung der Motorraum-Belüftungsgitter hinten seitlich. Sie erinnert verblüffend an eine überdimensionale Büroklammer. Und da wären wir wieder bei der Bestimmung des Busses: Er ist ein wahrer Arbeitnehmer.


Bilder



 

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