"Der Neu- und Ausbau der großen Rastanlagen ist aufwändig und braucht Zeit. Deswegen werden wir jetzt auch ganz pragmatische Wege einschlagen, damit die Profis der Straße die notwendigen Pausen einlegen können.", so Ramsauer. "Künftig werden vermehrt Flächen an und neben den Bundesautobahnen, abseits der großen Rastanlagen für die Pausen genutzt. Bund und Länder sorgen dafür, dass private Anbieter geeignete Parkflächen bereitstellen. Außerdem sollen private Unternehmen auf Rastanlagen künftig für eine bessere Sanitärausstattung und für das leibliche Wohl der Lkw-Fahrer sorgen. Mit diesen Modellen werden wir die Zahl der Stellplätze deutlich aufstocken." "Situationen, in denen LKW-Fahrer einfach auf der Standspur parken, weil sie keinen Stellplatz finden, sind lebensgefährlich. Sie müssen so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören. Erste Erfolge gibt es bereits: Bis 2012 werden wir 8.000 neue Parkplätze an den Rasthöfen bauen. Allein in diesem Jahr stellt der Bund den Ländern dafür über 130 Millionen Euro zur Verfügung." Nach einer Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen fehlten im Jahr 2008 etwa 14.000 Stellplätze auf Rastanlagen und Autohöfen. Besonders stark betroffen sind die westlichen Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen und Niedersachen (A2 Raum Hannover). In Hessen (A 7 im Bereich Kirchheimer Dreieck bis Fulda) und auf den großen Autobahnen in Süddeutschland, vor allem auf der A 3, besteht ebenfalls großer Nachholbedarf.
Ramsauer gibt Gas: Neue Lkw-Parkplätze
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will mit neuen Modellen zusätzliche Lkw-Parkplätze an den Autobahnen schaffen. Dabei sollen auch Privatfirmen zum Zuge kommen.