Natürlich und nachhaltig - Teil II

Industriekultur im Saarland. Als noch niemand an Natur und Nachhaltigkeit dachte, lebten viele Saarländer vom Bergbau. Das Alte Hüttenareal Neunkirchen erzählt heute, mittlerweile perfekt restauriert und spektakulär in Szene gesetzt, von diesen vergangenen Zeiten. Zwischen Hochöfen, Gebläsehalle, Wasserturm und Stummscher Reithalle erstreckt sich mit dem Alten Hüttenareal eine einzigartige Kulisse, die nachts durch ihre Beleuchtung einen besonders imposanten Anblick bietet. Kaum zu glauben, dass hier noch vor 30 Jahren mitten in der Stadt ein riesiges Hüttenwerk ächzte, rumpelte und rußte. Das 40 Hektar große Areal weist eine 150-jährige Geschichte auf und gibt Einblicke in die hiesige Arbeiterkultur der Eisenepoche. Die Geschichte des Neunkircher Eisenwerks kann auf zwei verschiedenen Routen, dem Gruben- und dem Hüttenweg, erwandert werden. Beide Wege führen über zahlreiche Grünflächen vorbei an ausgestellten Maschinenteilen und Gebäuden der Anlage. Nachdem der letzte Hochofen im Jahr 1982 ausgeblasen wurde, hat man das Areal kontinuierlich in einen Freizeit- und Kulturtreff umgewandelt. So bieten die zur Kleinkunstbühne umfunktionierte „Stummsche Reithalle“ und die ehemalige Gebläsehalle kulturelle Unterhaltung von Kabarett und Kleinkunst über internationalen Spitzenjazz bis hin zu Rockkonzerten. Architektonisch einmalig in Deutschland ist der zum Kino umgebaute Wasserturm, um den sich zahlreiche Kneipen, Restaurants und Bars angesiedelt haben. In unmittelbarer Nähe befindet sich das überdachte Saarpark-Center mit über 120 Fachgeschäften. Im Rahmen einer zweieinhalbstündigen Hüttenwegführung können Besucher unter fachkundiger Leitung die Industriegeschichte der Stadt erwandern. Nach einem Videofilm über die Zeit des Neunkircher Eisenwerks steht die Besteigung des Hochofens inklusive eines beeindruckenden Panoramablicks über das gesamte „Alte Hüttenareal“ auf dem Programm.

Industriekultur zum Anfassen. Auf eine einzigartige Art und Weise verbindet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte Industriekultur, moderne Ausstellungen und Konzerte sowie die Wissenschaft rund um die Welt des Eisens. Im Landschaftsgarten „Paradies“ trifft Urban Art auf außergewöhnliche Pflanzen, während im ScienceCenter Ferrodrom ein genauer Blick hinter die Kulissen der Eisenerzeugung mit über 100 Stationen zum Experimentieren geworfen werden kann. Auch künstlerisch versteht sich die Völklinger Hütte als eine der Top Locations weltweit mit ihrem Schwerpunkt UrbanArt. Kaum eine Kunstbewegung ist so vielseitig wie die UrbanArt, es ist die Kunst des 21. Jahrhunderts. UrbanArt, das sind abstrakte Kunstwerke, die ihre Wurzeln im Graffiti Writing haben. Seit der Jahrtausendwende formiert sich mit der UrbanArt weltweit eine neue Kunstrichtung, die sich in das kollektive Gefüge der Stadt einmischt und zugleich den Kunstmarkt immer stärker in ihren Bann zieht. Die UrbanArt ist eine Kunstbewegung, deren Historie, Bedeutung und Potenzial durch die weltweite mediale Verbreitung stetig wächst, ungeachtet nationaler Grenzen oder kultureller Unterschiede. Die UrbanArt Biennale des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigt alle zwei Jahre die neuesten Entwicklungen und Positionen der internationalen UrbanArt. Sie ist das größte UrbanArt-Projekt der Welt. Bisher haben über 400.000 Menschen die Biennalen seit 2011 gesehen, nahezu 300 angesagte UrbanArt Künstler haben in der Völklinger Hütte ihre Werke gezeigt. Die 5. UrbanArt Biennale 2019 Unlimited zeigt 100 Künstler mit 120 Werken aus 20 Ländern und vier Kontinenten auf einem Parcours von 100.000 Quadratmetern und bietet noch bis zum 3. November 2019 einen aktuellen Überblick über die UrbanArt-Szene der Welt.

Radtouren und das Welterbe. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist eine Etappe vieler längerer Radtouren entlang der Saar, aber auch Start- und Zielpunkt für kleinere Rundtouren. Auch für E-Biker gibt es direkt am Hüttengelände abschließbare Fahrradboxen, in denen Gruppen die Räder mit dem Ladegerät aufladen können. Auf dem Saar-Radweg begleitet die Saar Radl Gruppen auf ihrem Weg von Frankreich durch das Saarland bis zur Mündung in die Mosel. Dabei radelt man durch die malerischen Täler des Flusses, die von bewaldeten Hängen und schroffen Felsen gesäumt werden. Unterwegs genießen die Teilnehmer die beeindruckenden Aussichten auf die Saar, folgen ihren schönen Schleifen und entdecken hübsche Städte und Orte am Wegesrand. Besonders sehenswert sind die saarlän­dische Landeshauptstadt Saarbrücken mit ihren barocken, aber auch modernen Bauten, das UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte, die Festungsstadt Saarlouis, die Stadt Merzig mit ihrem legendären Wolfspark, natürlich die berühmte Saarschleife, der Lifestyle Anbieter Villeroy & Boch und die pittoreske Stadt Saarburg. Auf 110 Kilometern schlängelt sich die leichte bis mittelschwere Route von Saargemünd in Frankreich nach Konz an die Mosel. Die fast komplett flache Strecke verläuft meistens direkt am Ufer der Saar, kein Wunder also, dass der Saar-Radweg vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnet wurde. Zahlreiche Unterkünfte für Gruppen stehen in allen Preis- und Komfortklassen zur Verfügung.
www.urlaub.saarland

(js)


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