Neoplan geht auf die Schiene

Unter dem Einfluß der Rezession ist Neoplan auf neue Märkte gestoßen: Neben Omnibussen in verschiedensten Varianten gehören künftig Schienenbusse und Trambahnen zur Produktpalette.

Auf einen Nenner gebracht: Neoplan geht es gut, aber nicht so gut, als daß die kreative Busschmiede ihre charakteristische Suche nach immer neuen Nischen aufgeben würde. Die tiefe Rezession der Busbranche nagte bei leicht erhöhten Marktanteilen auch am Ergebnis von Neoplan und erhöhte sogar die Bereitschaft, den Wahlspruch „Unser Plus nur Bus" in den Hintergrund zu rücken. Die zwei neuen Betätigungsfelder des traditionellen Busherstellers: Zusammen mit französischen und deutschen Partnern wird ein Schienenbus namens Eurailbus entwickelt, und auf der Basis des Metroliners in Carbonsdesign entsteht unter der anschaulichen Bezeichnung Eurailtram eine Straßenbahn.

„Unser Plus: Tram und Bus?": So ganz haben die Möhringer ihren Wahlspruch jedoch nicht über Bord geworfen, denn Bob Lee, Vorsitzender der Geschäftsführung, betonte bei der Bilanzpressekonferenz: „Zunächst einmal bleiben wir auch mit diesen Produkten bei der Personenbeförderung." Außerdem bestehe der Eurailbus aus dem leicht veränderten Wagenkasten des Flughafenbusses von Neoplan, und die Eurailtram sei im Grunde aus zwei Metrolinern in Carbondesign (MIC) zusammengesetzt. Sie profitiere damit von der Faserverbundstofftechnologie mit enormen Gewichtseinsparungen und außerdem von der beim MIC bewährten Radnabenmotoren-Technik. Die beiden Fahrzeuge sollen Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Der schnellen Umsetzung dieser Fahrzeugkonzepte kam laut Bob Lee die schlanke Struktur der Firma entgegen - ein altbekanntes Phänomen Möhringer Busbaukunst.(tt)

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