Neues von Theodor - Teil I

Theodor Fontane hat der Landschaft und den Orten entlang der Havel viele weitere Texte gewidmet, unter anderem dem Ort Paretz, rund 30 Kilometer südlich von Ribbeck. In dem Dorf hat es ihm ganz offensichtlich gut gefallen, wie seine ausführlichen Beschreibungen in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ zeigen. Es war das Landidyll der preußischen Königin Luise und ihres Mannes, Kronprinz Friedrich Wilhelm III., die von 797 bis 1804 stets sechs Wochen lang die Sommer in Paretz verbracht hatten. Ein Besuch der einst königlichen Wohnräume gibt faszinierende Einblicke in die Lebenswelt der als unbeschwert und temperamentvoll geltenden Luise. Gemeinsam mit der Sommerresidenz Schloss Paretz wurde das Dorf einst als architektonisches Gesamtkunstwerk von dem Architekten David Friedrich Gilly umgestaltet. Das Schloss selbst ist im Stil eines großen Gutshauses erbaut und bildet zusammen mit dem Schlosspark ein einzigartig stimmiges Gesamt Ensemble.

„Fontane.Rad“. Am 10. Mai 2019 wurde die thematische Radroute „Fontane.Rad“ offiziell eröffnet. Sie verbindet die vier Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark sowie die Landeshauptstadt Potsdam und die Stadt Brandenburg an der Havel. Die Hauptroute führt auf rund 300 Kilometern auf den Spuren Theodor Fontanes durch das westliche Brandenburg, zum Beispiel durch Oranienburg, Rheinsberg, Neuruppin, Ribbeck und Werder bis nach Potsdam. Insgesamt erfahren die Radler an über 60 Fontane-Orten Wissenswertes zu Leben und Werk des Autors Theodor Fontane. Neben der Hauptroute lassen sich die von Fontane beschriebenen Orte auch auf sieben Tagestouren sowie einer Stadttour durch Neuruppin erkunden. Über ein einheitliches Beschilderungssystem, die begleitende Website www.fontanerad.de sowie die Fontane-App des Rundfunks Berlin-Brandenburg werden historische Hintergründe, literarische Proben und lokale Angebote und Besonderheiten präsentiert. Die Website stellt alle Etappen und Tagestouren einzeln vor und enthält begleitende touristische Informationen. www.fontanerad.de

Mit dem Fahrrad übers Wasser. Die Schifffahrt in Potsdam (SiP) bietet seit 2019 „Hop on Hop off-Tour“ über Potsdamer Havelseen mit Radtour an. Die Besonderheit der Fahrt: Fahrgäste können mit ihrem Rad an Bord gehen, an einer der Anlegestellen absteigen und eine Radtour durch das Potsdamer Umland machen, um dann gemütlich mit dem Schiff zurück nach Potsdam zu fahren. Das war aber nicht die einzige Innovation der SiP in diesem Jahr. Im April tauften die Potsdamer das erste Hybridschiff Deutschlands in der Fahrgastschifffahrt, die MS Schwielowsee hybrid. Sie bietet bis zu 250 Gästen sowie 40 Fahrrädern Platz. Das innovative Schiff bietet nicht nur den Fahrgästen die Möglichkeit, bei einem kühlen Getränk ihre Akkus zu laden, sondern auch die ihrer ­E-Bikes. Die MS Schwielowsee ist mit einem Elektromotor, der von Lithiumpolymer-Akkus oder Dieselgeneratoren angetrieben wird, ausgestattet. „Die Akkuleistung übertrifft alle Erwartungen, wir können bis zu anderthalb Stunden rein elektrisch fahren“, berichtet Geschäftsführer Jan Lehmen. Unter der SiP firmieren unter anderem die Weisse Flotte Potsdam (WFP), das Potsdamer Wassertaxi und die Haveldampfschifffahrt (HDS). Sie befördert im Jahr etwa 300.000 Fahrgäste und bietet neben den klassischen Ausflugsfahrten auch kulinarische und Unterhaltungsfahrten für Gruppen an. www.schifffahrt-in-potsdam.de

Kulturausblick 2020. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg (SPSG) präsentiert vom 1. Mai bis 1. November 2020 die Ausstellung „Pots­damer Konferenz 1945 – Die ­Neuordnung der Welt“ am authentischen historischen Ort im Schloss Cecilienhof. Dabei werden erstmalig die globale Dimension der Potsdamer Konferenz und die Geschichte des Cecilienhofs in einer großen Ausstellung thematisiert. Am 17. Juli 1945 schaute die Welt gebannt nach Potsdam. Die Staats- und Regierungschefs der drei Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges, USA, Großbritannien und Sowjetunion, trafen sich am runden Tisch in der zentralen Halle des Schlosses. Die „Großen Drei“, Harry S. Truman, Winston Churchill und Josef Stalin berieten über die Zukunft Deutschlands und debattierten eine politische und territoriale Neuordnung Europas und der Welt. Aussagekräftige Exponate in Verbindung mit multimedialen Elementen sollen eine lebendige und anschau­liche Atmosphäre vermitteln und die Besucherinnen und Besucher auf eine spannende Zeitreise ins Jahr 1945 mitnehmen. www.spsg.de

(js)


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