03.05.2019Prächtige Erlebnisse

Wer bei den Niederlanden an Windmühlen und Tulpenfelder denkt, liegt genau richtig. Doch nicht nur zur Blütezeit von Ende März bis Mitte Mai lohnt ein Besuch im westlichen Nachbarland. Das ganze Jahr über lockt das Königreich mit vielfältigen Destinationen, Festen und sonstigen kulturellen Events.

Krokusse, Narzissen, Hyazinthen und Tulpen so weit das Auge reicht. Wenn sich die Felder in den Niederlanden ab Mitte März in Blumenmeere verwandeln, kommen Frühlings­anbeter von nah und fern, um das prächtige Farbenspiel zu bestaunen. Was der Lavendel für die Provence ist, ist der Exportschlager Tulpe für Holland. Dank des langen Frühlings mit seinen kühlen Nächten ist es optimal für die Tulpenzucht geeignet. Der Boden in den Poldern wird fortwährend entwässert. Dadurch entstehen ideale Bedingungen. Die Tulpenzeit reicht von Ende März bis Mitte Mai, aber Mitte April sind die Tulpen am allerschönsten. Die längste Tulpenroute Hollands befindet sich in der Provinz Flevoland. Vor allem im Noordoostpolder, der durch die Eindeichung der Zuiderzee entstanden ist, gibt es die meisten Tulpen­felder. Mit über 100 Kilometern entlang farbenprächtiger Felder, die sich über mehr als 1.000 Hektar erstrecken, gehört die Tulpenroute zu den schönsten Routen der Welt. Jedes Jahr wird hier von Ende April bis Anfang Mai das Tulpenfestival gefeiert, das jedes Jahr ein anderes Thema und ein breites Aktivitätenprogramm bietet. www.visitflevoland.nl

Rembrandt und das goldene Zeitalter. 2019 ist Rembrandt-Jahr. Anlässlich seines Todestages am 4. Oktober 1669, der sich in diesem Jahr zum 350. Mal jährt, ehrt das Rijksmuseum in Amster­dam den bedeutenden niederländischen Barock-Maler mit einem Themenjahr, das noch bis zum 19. Januar 2020 von großen Ausstellungen begleitet wird. Noch bis zum 10. Juni ist dort die größte Rembrandt-Sammlung, die je in einer einzigen Ausstellung zu sehen war, zu besichtigen. Die Ausstellung „Alle Rembrandts“ ist eine einmalige Gelegenheit, um sowohl seine intimen Selbstporträts als auch größere Darstellungen und besondere Skizzen gleichzeitig zu sehen. Vom 11. Oktober 2019 bis zum 19. Januar 2020 präsentiert die Ausstellung „Rembrandt-Velázquez“ Spitzenwerke holländischer und spanischer Meister aus dem Goldenen Zeitalter, der Periode enormen Wohlstands für die junge Republik Holland. Eine Zusammenarbeit mit dem Museo del Prado in Madrid macht es möglich, spanische Meister wie Velázquez, Murillo und Ribera erstmals neben Werken holländischer Meister wie Rembrandt, Johannes Vermeer und Frans Hals auszustellen. Damit wird verdeutlicht, wie man in Holland und Spanien zu jener Zeit über Religion, Schönheit und Emotionen dachte. www.rijksmuseum.nl/de

Amsterdam leuchtet. In der dunklen Jahreszeit erscheint die niederländische Hauptstadt sieben Wochen lang in einem besonderen Licht. Im Dezember und Januar eines jeden Jahres lassen die besten Lichtkünstler aus dem In- und Ausland beim Amsterdam Light Festival die Grachten von Amsterdam erstrahlen. Dann verwandelt sich der öffentliche Raum täglich von 17:00 bis 23:00 Uhr in der historischen Innenstadt zu einer großen Open-Air-Ausstellung, die Besucher auf verschiedene Weise besichtigen können: auf eigene Faust oder bei einer Tour von offiziellen Festivalpartnern zu Fuß, per Rad oder vom Wasser aus. amsterdamlightfestival.com/en

Holland in Klein. 300 Modelle der wichtigsten Bauwerke, Landschaftsausschnitte und technischen Objekte Hollands auf etwa 18.000 Quadratmetern. Der Miniaturpark Madurodam in Den Haag ist eine der größten touristischen Attraktionen des Landes. Er gehört zu den fünf am meisten besuchten Themenparks der Niederlande. Kein Wunder, denn die Miniaturstadt bildet im überschaubaren Kleinformat alles ab, was die Niederlande so einzigartig macht: Grachtenhäuser, Windmühlen, Blumenfelder, Käsemärkte, den Friedenspalast in Den Haag oder die Deltawerke – das weltweit größte Sturmflutwehr. Außerdem lädt das Madurodam zum Mitmachen ein: Besucher können selbst das Oosterschelde-Sturmflutwehr bedienen, ein Frachtschiff im Hafen von Rotterdam mit Containern beladen, am Flughafen Schiphol ein Flugzeug starten lassen und bei der Blumenversteigerung auf einen Strauß Blumen bieten. Im Miniaturpark sind nicht nur die Bauwerke klein. Über 5.500 Miniaturbäume gibt es zu sehen, die Madurodam mit 55.000 die ganze Saison über blühenden Pflanzen auch zu einer schönen, stimmungs­vollen Anlage machen. www.madurodam.nl/de

Neues Land von Menschenhand. Die Niederlande haben seit Dezember vergangenen Jahres einen neuen Nationalpark. Zwischen Ijsselmeer und Markeermeer, der ehemaligen Zuiderzee, befindet sich der „Nieuw Land Nationalpark“. Geschaffen durch Einpolderung des Meeres, können Touristen in dem etwa 29.000 Hektar großen Naturgebiet, gelegen zwischen den Städten Almere und Lelystad, dort, wo einst die Wellen wogten, trockenen Fußes die Natur entdecken. In den Niederlanden ist Nieuw Land der 21. Nationalpark, in der erst seit 1986 eigenständigen Provinz Flevoland, wo er sich befindet, ist es der erste. Er setzt sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Das Naturentwicklungsgebiet Oostvardersplassen ist bekannt für seine weitestgehend wild lebenden Herden an Heckrindern, der Ponyrasse Konik und Rothirschen. Das Sumpfgebiet Lepelaarplassen ist Brutplatz für zahlreiche Vogelarten – die bedeutendste ist der Kormoran. Im Wassersportgebiet Markermeer werden im Laufe der kommenden Jahre die Marker Wadden angelegt. Mit Sand, Lehm und Schlick aus dem Markermeer werden Land und flache Gewässer geschaffen und damit ein Lebensraum für Pflanzen, Vögel und Fische. www.visitflevoland.nl 

Auf und aus Sand gebaut. Zandvoort ist ein Badeort mit Geschichte im Westen des Landes. Schon seit 1828, als das erste Badehaus eröffnet wurde, entwickelte sich das einstige Fischerdorf zu einem anerkannten Seebad, in dem sich auch bekannte Persönlichkeiten wie Kaiserin Sissi von Österreich therapeutisch behandeln ließen. Bis heute ist Zandvoort mit seinen kilometerlangen weißen Sandstränden ein beliebter Badeort vor den Toren Amsterdams – nur eine halbe Stunde ist das alte Seebad von der Hauptstadt entfernt. Auch Naturliebhaber und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten: Nördlich des Ortes befindet sich der 3.800 Hektar große Nationalpark Zuid-Kennemerland mit seinen kalkreichen Dünen und bewachsenen Dünengipfeln. Im Süden liegen die „Amsterdamse Waterleidingduinen“, die Amsterdamer Wasserleitungsdünen, die ein Paradies für 100 Vogelarten, außerdem Insekten, Nagetiere und auch größere Wildtiere sind. Seit 2012 ist Zandvoort auch Austragungsort einer Europameisterschaft in einer besonderen Disziplin: dem Sandskulpturenbauen. Vom 1. Juli 2019 an werden Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern an verschiedenen Orten in Zandvoort bereits zum fünften Mal eine Sandskulptur herstellen, am 14. Juli 2019 wird eine Jury den Europameister küren. In der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr können interessierte Besucher den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Zu sehen sind die Sandkunstwerke, die jedoch nicht aus lokalem Sand aus Zandvoort, sondern aus eigens angeliefertem und für den Bau von Skulpturen geeignetem Flusssand modelliert werden, noch bis zum 31. Oktober 2019. Der Eintritt ist frei. www.vvvzandvoort.de

(mp)



 

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