Setra S 215 SL Communal - Die attraktive Alternative

Kässbohrer hat eine lange erfolgreiche Tradition im Bau von Linienbussen. Schließlich war Otto Kässbohrers erster Busaufbau ein Linienwagen. So war es nur konsequent, daß sich die Ulmer an der Entwicklung des Standardlinienbusses der zweiten Generation beteiligten.

Als der als Motorenboykott bekanntgewordene Entschluß von Mercedes und MAN, an andere Hersteller von Standardlinienbussen keine Aggregate dafür zu liefern, Kässbohrer vor die Wahl stellte, auf die Motoren der führenden Aggregatehersteller nicht zu verzichten oder den Standardbus mit anderen Maschinen zu verwirklichen, entschied sich Kässbohrer konsequent für die erste Variante.

Man hat in Ulm damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Man konnte ein Auto nach eigenem Gusto entwickeln und mit den Aggregaten des VÖV2 bestücken. Eine für die Situation Kässbohrer logische und, wie sich inzwischen auch am Markt bewiesen hat, richtige Entscheidung. Bis Ende September dieses Jahres hatte Kässbohrer 116 S 215 SL verkauft. Zum Vergleich: Seit Herbst 1984 kam Mercedes auf gut 800 O 405, die an den Mann gebracht wurden.

Das ist ein Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann. Insgesamt wird sich wohl ergeben, daß Kässbohrer 20 Prozent Markt¬anteil bei den Standardlinienbussen erreichen und halten wird.

Im Test haben wir den Setra Communal auf der Stadtlinie 2 in Ulm vom Hauptbahnhof nach Böfingen auf bergiger Strecke erprobt. Ausgerüstet warder 12 m lange S215 SL mit der MAN-Sechszylindermaschine, die im Heck unterflur eingebaut ist und 150 kW (205 PS) bei 2200/min leistet. Ihr maximales Drehmoment von 730 Nm gibt sie bei 1400/min ab. Dabei erwies sich diese 11,5-1-Maschine als ebenso leistungsstark wie geräuscharm und sparsam im Umgang mit dem Kraftstoff.(tt)

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