01.10.2014Dortmunder Luxus-Liner

Beim Sprinter Travel 65 hat es eine Auffrischung gegeben: neuer Motor, neue Abgastechnik, eine leicht veränderte Optik und Anpassungen im Inneren. Drei Jahre nach dem ersten Sprinter-Supertest musste das überarbeitete Modell beweisen, ob der Bus auch in Sachen Verbrauch, Komfort und Technik optimiert wurde.

Minibusse hatten früher nicht den besten Ruf. Warum das so ist, das kann man gut anhand des neuen Mercedes-Benz Sprinter Travel 65 erklären. Der ist nämlich ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie sich das Image von Minibussen von der verglasten Handwerkerkutsche hin zum Edel-Mini änderte. Natürlich, kleine Busse gibt es schon eine gefühlte Ewigkeit, darunter auch solche Perlen wie den Setra S6. Die Regel aber waren eigens konstruierte Fahrzeuge nie, der Transporter mit all seinem industriellen Charme diente und dient als Basis.

Nun muss das nicht schlecht sein, schließlich muss ein Transporter gewisse Kriterien erfüllen, zu denen auch Robustheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit zählen. Das alles ist auch für den Bus von Bedeutung, daneben aber noch ein ganzes Maßnahmenpaket mehr. Bananenkisten ist es relativ egal, wie komfortabel die Federung ist, Fahrgästen mit Sicherheit nicht. Dazu kommt, „richtige" Reisebusse werden von Jahr zu Jahr komfortabler, sicherer und innovativer. Das bekommt auch Otto Normalfahrgast mit und will entsprechend beim  Betriebsausflug mit dem Kleinbus nicht darauf verzichten.

Mercedes-Benz hat da Glück. Und das gleich mehrfach. Denn zum einen haben sie mit dem Sprinter einen Transporter im Programm, der in seinem Segment allen Wettbewerbern zeigt, wo der Hammer hängt, beziehungsweise die Reise hingeht. Sprich: Das Basisfahrzeug glänzt heute mit Features, deren Entwicklung sich nur ein starker Konzern leisten kann. Und auf der anderen Seite haben sie Dortmund. O. k., nicht gleich die ganze Stadt, aber immerhin die Dortmunder Mercedes-Benz Minibus GmbH. Ein schlaues Händchen bewiesen die Mercedes-Strategen ja schon öfter, so also auch 1998, als sie sich an der damaligen Karl Koch GmbH beteiligten und damit den Fuß in der Tür zum Minibus-Sektor hatten. Und das auch noch bei einem Unternehmen, welches sein Handwerk so gut wie kaum ein anderer verstand. 2004, also vor genau zehn Jahren, übernahm Mercedes-Benz dann den Hersteller komplett und war nun echter „Full-Line-Anbieter".

Die Minibus-Palette hat sich seitdem kontinuierlich vergrößert. Neben einfachen „Transfer"-Bussen, also dem Basis-Fahrzeug mit eingesetzten Scheiben ohne viel Schnickschnack, dafür aber „preiswert", gibt es komplett selbst aufgebaute Luxusreisebusse und Niederflurbusse, für die sogar eigene Achsen konstruiert wurden. Im vergangenen Jahr dann wurden sämtliche Basis-Sprinter einer gründlichen Modellpflege unterzogen, wesentlicher Grund dafür war die Einführung der neuen Euro 6-Motoren. Da ohnehin die Technik erneuert werden musste, verpasste man den Fahrzeugen auch gleich eine optischen Auffrischung.


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