20.05.2016Auf Mega-Erfolgskurs

Van Hool besitzt in der Branche einen ausgezeichneten Ruf. Gründe dafür gibt es viele. Der Doppeldecker Astromega ist einer davon.

Die OMNIBUSREVUE war in Koningshooikt und hat sich die aktuellen Modelle genauer angeschaut. Ist dieser Bus noch konkurrenzfähig mit den Neuen von MAN und VDL? Was macht Van Hool anders?

Diese Geschichte beginnt schon früh: 1982 verließ mit dem TD 824 der erste Doppelstockbus im belgischen Koningshooikt die Hallen. Damit wurde der Grundstein gelegt für eine Erfolgsstory, die sich sehen lassen kann. Denn bis heute wurden 2.191 Doppeldecker bei Van Hool produziert. Dabei kommt dem Jahr 2007 eine besondere Bedeutung zu: Es war der Einstieg in das Amerika-Geschäft mit Doppelstockbussen, was durchaus als Pionierleistung bezeichnet werden kann, schließlich war dieses Omnibuskonzept bis dahin im Land der unbegrenzten Möglichkeiten völlig unbekannt. Doch mittlerweile konnte der belgische Busbauer dieses Segment dort nicht nur etablieren, sondern sogar festigen.

2015 war eines der erfolgreichsten Doppelstock-Jahre in der Geschichte für Van Hool überhaupt, etwa 260 Fahrzeuge konnten verkauft werden, rund die Hälfte davon entfiel auf die USA. Jüngste Verkaufserfolge konnte das Unternehmen übrigens in Italien feiern, dort hat ein Betreiber von Intercity-Verkehren 30 Astromega geordert. Der deutsche Markt spielt mit aktuell 6,88 Prozent Marktanteil eine weniger dominante Rolle, wenngleich sich ab 2014 eine spürbare Steigerung der Bestellungen bemerkbar machte, Hauptgrund ist das Fernlinienbus-Geschäft. In diesem Zusammenhang fragte die OMNIBUSREVUE Van Hool-Geschäftsführer Filip van Hool nach dem derzeitigen Stand der Aftersales- beziehungsweise Service-Bemühungen. Hier habe man die Bedeutung nach einer Verbesserung des Services grundsätzlich erkannt und sei dabei, Schritt für Schritt einen einheitlichen Standard in Deutschland und in ganz Europa einzuführen, so van Hool. Dass diese Bemühungen auf fruchtbaren Boden fallen, kann man nur hoffen, denn sowohl die TX-Reisebusse als auch die neue EX-Baureihe haben großes Potenzial, welches der belgische Busbauer dringend nutzen muss. So schläft die Konkurrenz nicht, gerade erst hat der Nachbar VDL einen spannenden neuen Doppeldecker vorgestellt, MAN beginnt derzeit, den neuen Skyliner nach einem gelungenen Marktanlauf zu etablieren und bei der Daimler-Tochter Setra steht ebenfalls ein neuer Doppelstockbus in den Startlöchern. In diesem Zusammenhang sei die erfolgreiche Kooperation mit Scania erwähnt, die besonders in Deutschland, aber auch in Märkten wie Schweden oder Japan, in denen Spezial-Größen gefragt sind, gut funktioniert.


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