10.08.2017i6S: Aus dem Jungbrunnen

Irizar, i6S

Seit Irizar seine Reisebusse mit einem selbsttragenden Gerippe in kompletter Eigenregie fertigt, sind die Fahrzeuge frischer, moderner und jetzt auch sicherer geworden. Mit dem i6S wurde ein bewährter Bus weiter optimiert, zum ersten Mal war die OMNIBUSREVUE mit einem Euro 6-Fahrzeug der Spanier unterwegs.

Die Etablierung der Marke Irizar in Deutschland
Nun steht es also tatsächlich: das neue Omnibusservicecenter der Irizar Deutschland GmbH im rheinland-pfälzischen Neuwied. Beim Besuch der OMNIBUSREVUE Anfang Juni galt es zwar, noch etliche Arbeiten zu erledigen, doch der Rohbau mit den wichtigsten Komponenten stand, auch das Bürogebäude machte einen weitgehend kompletten Eindruck. Damit ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Etablierung der spanischen Marke im deutschsprachigen Raum genommen. Denn von Neuwied aus will Irizar Deutschland den Vertrieb von Neufahrzeugen in Deutschland, der Schweiz und Österreich organisieren. Zudem gehören der Kundendienst, die Ersatzteilversorgung, die Unterstützung der Servicepartner als Help Desk und der 24/7-Notdienst zu den Aufgaben. Konkret auf die Ersatzteilverfügbarkeit angesprochen, erläutert Deutschland-Chef Chafek Zerhouni, dass man Ersatzteile innerhalb von 24 bis maximal 48 Stunden liefern will. Überhaupt ist das Ziel von Irizar Deutschland ehrgeizig: Unter den Importeuren möchte man mit zehn Prozent Marktanteil ein bedeutendes Stück vom Kuchen abbekommen, mittelfristig sollen 160 Irizar-Busse verkauft werden. Angeboten werden die Modelle Irizar i8, Irizar i6/i6S sowie der Irizar i4 in drei Längenversionen. Dazu kommt der i3, dabei handelt es sich um einen LE-Bus, den es in Längenvarianten von zehn bis 15 Metern gibt. Mit Blick auf die zunehmenden Elektrobusaktivitäten in deutschen Kommunen möchte Zerhouni auch hier mitreden. Die Voraussetzungen stehen nicht schlecht, denn Irizar ist mit dem elektrischen Stadtbus i2e schon seit drei Jahren in Spanien alternativ unterwegs.

Der i6S wurde speziell für Deutschland entwickelt
Der i6S ist die speziell für Deutschland leicht modernisierte Version des i6. Das betrifft im Wesentlichen die Gestaltung von Front und Heck sowie den Einsatz von LED-Tagfahrlicht und einige Modifikationen am Fahrerarbeitsplatz. Nach wie vor besitzt der i6S seine typische Mütze auf dem Dach, fast ist man geneigt, Baskenmütze zu schreiben, schließlich ist Irizar ein baskischer Bushersteller. Allerdings stammt die eigentliche Baskenmütze nicht aus dem Baskenland, sondern aus der Nachbarregion Béarn. Bei der Haube handelt es sich im Grunde um die Verlängerung der Klimaanlagen-Verkleidung, die sich mit Schwung über die Frontscheibe zieht, was leider ein wenig das Sehvergnügen der Fahrgäste trübt. Direkt unter der Frontscheibe wurde das Frontelement weiter nach unten gezogen. Im nun spitzen Dreieck befindet sich der Radarsensor, den der i6s natürlich besitzen muss, um die Forderungen nach einem Notbremsassistenten zu erfüllen. Bei dieser Gelegenheit bietet Irizar auch gleich einen Abstandsregeltempomaten an, und auch ein Spurhalteassistent ist mit an Bord. Sehr edel fallen die extrem schmalen Scheinwerfer aus, die dem Bus einen leicht verschmitzt-aggressiven Look verleihen. Der Testbus hatte Xenon-Lichter verbaut, gesäumt werden die Scheinwerfer von einem über die gesamte Länge reichenden LED-Tagfahrlicht-Band.

Die spanischen Designmerkmale
Das eigentliche, herausragende Designmerkmal ist jedoch die Chromleiste, die unter dem Fenster von Tür eins an der A-Säule beginnt und ihren Abschluss in einer senkrecht stehenden Schwinge findet. Der Schriftzug „Irizar i6S“ prangt nun deutlich größer als bisher in 3D-Ausführung darüber. Alles LED nun auch bei der Heckbeleuchtung, deren weit nach oben ragenden Lampengehäuse den Bus gekonnt umfassen. Das schicke Kleid liegt übrigens über einem selbsttragenden Gerippe aus klassischem Schwarzstahl, auf eine KTL-Beschichtung wurde verzichtet. Laut Irizar sorgen intelligente Prozesse während der Fertigung sowie clever gelöste Verbindungslösungen dafür, dass Korrosion kein Thema ist.




 

« Zurück › An die Redaktion › Artikel empfehlen › Drucken
 



Kommentare verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der OR veröffentlicht.
Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter den Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

* Pflichtfeld

› Aktuelles Heft

OMNIBUSREVUE 3/19


Mehr zu den Inhalten!

Aktuelles Heft

Frage des Monats

Bilder
MAN, Lion's City, Premiere 2018
Premiere MAN Lion's City
Mercedes-Benz Sprinter/Modell 2018
Mercedes-Benz Sprinter/Modell 2018


AKTUELLE VIDEOS

Neuer Mercedes-Benz Tourismo - Der Bus im Detail

Neuer Mercedes-Benz Tourismo - Der Bus im Detail

Mit dem Bus durch Patagonien

Kleiner Bus ganz groß: Temsa MD9

Der Mercedes-Benz eCitaro

Kamera läuft, Bus fährt: VDL Futura FHD mit neuem Kraftstrang

ADVERTORIALS

Innsbruck Tourismus

Innsbruck Tourismus

Neu: Weihrauchmuseum in Altötting

Swarovski Kristallwelten

Innsbruck Tourismus

Therme Erding: The Big Wave

› EU-BKrFQG

Aus- und Weiterbildung

Sie suchen eine Aus- und Weiterbildungsstätte zum EU-BKrFQG? Dann sind Sie hier richtig!

Weiterbildung nach EU-BKrFQG
Logo Omnibusrevue Test und Technik