Test: Büssing Senator 12 D

Einmann-Stadtlinienbus mit Zweispurabfertigung.

Im Frühsommer 1963 prüften wir einen typischen Repräsentanten des dichten Büssing-Omnibusprogramms, den Senator 12 R (OR Nr. 7/63). Dieser Senator 12 R war ein 10,76 m langer Einmann-Stadtlinienwagen der 14 t-Gewichtsklasse und hatte eine Fahrgastkapazität von maximal 110 Personen. Neben diesem Stadtlinien-Trambus stehen noch im Programm der Senator 11 mit 10 m Länge, der Senator 13 mit 11,4m Länge. Der 12 m lange Senator 15 ist schon kein Stadtomnibus mehr, sondern ein Überland- und Reisetrambus.

Wie seinerzeit ausgeführt, werden alle „Senatoren" in selbsttragender Röhrenbauweise erstellt, deren wesentliches Merkmal eine biege- und drehsteife Röhre ist, die vom Gerippe mit der Außenhaut gebildet wird. Die Quer- und Längsträger der Bodengruppe, die im wesentlichen die Aufgabe haben, den Fußboden zu tragen, lassen sich hier einfach in der Höhe variieren, so daß für die verschiedenen Einsatzzwecke Fußböden von 620, 820 und 950 mm Höhe leicht und ohne besondere konstruktive Veränderungen erreichbar sind.

Der Unterflurmotor des Typs U 7 ist bei allen Fahrzeugen im Heck angeordnet, und die Fahrwerks- und Triebwerksaggregate ändern sich, abgesehen von den verschiedenen Getriebeausführungen, bei den einzelnen Varianten nicht.

Der von uns neuerlich geprüfte Senator 12 D stellt von der Konstruktion her einen weiteren Versuch dar, den Stadtlinienverkehr weiter zu rationalisieren und insbesondere den Fahrer, der auch Schaffner ist, zu entlasten und die Abfertigung zu beschleunigen. Zu diesem Zweck mußte eine Zweispurabfertigung am vorderen Einstieg geschaffen werden, welche dem Fahrer nur noch die einzeln zahlenden Fahrgäste auferlegt, während die Dauerkarteninhaber einen von der ÜSTRA- Hannover, entwickelten Sichtkartenentwerter passieren, der sie automatisch abfertigt. Die Kapazität des Senator 12 D betrug in der getesteten Ausführung 114 Fahrgäste bei 32 Sitzplätzen.(tt)

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