Test: Mercedes-Benz O 302 13 RÜh

Schnell, wirtschaftlich und komfortabel: Gebaut für „100 Sachen".

Der serienmäßige Daimler-Benz-Omnibus O302 in Reiseausführung hat 13 Sitzreihen, 11,9 m Länge und einen 170 PS-Direkteinspritzer-Motor im Heck. Dieses Triebwerk, der OM 327, verhilft dem Wagen zu durchaus akzeptablen Fahrleistungen bei 13,8 t Gesamtgewicht, doch wäre beispielsweise der Wagen für amerikanische Verhältnisse im Langstreckeneinsatz untermotorisiert. Und für die Amerikaner wurde auch zunächst der O 302/40 mit dem großen Direkteinspritzer von 230 PS entwickelt. Er hatte zu konkurrieren mit den GMC-Fernreisebussen, die drüben üblich sind und eine Motorleistung von 250 bis 300 PS SAE installiert haben. Was dabei herauskam, ist so gut, daß sich Daimler-Benz entschloß, diesen Typ auch auf dem deutschen Markt anzubieten. Schließlich werden hier Luxusreisewagen schon seit längerem mit Maschinen von mehr als 200 PS Nennleistung ausgerüstet. Diese hohen Leistungen braucht man nicht etwa, um möglichst schnell zu fahren, denn das ist ja ohnehin nicht gestattet, sondern um hohe gleichmäßige Reisegeschwindigkeiten durchhalten zu können. In Amerika läuft er auf den Langstrecken mit rund 60 Meilen/h und das sind knapp 100 km/h; die kann er auch noch an flachen Steigungen durchhalten. Unsere Testfahrt bewies eindeutig, daß es geradezu ein Anachronismus ist, so flotte Omnibusse auf ein Lkw-Geschwindigkeitslimit zu fesseln. Das Gesetz zwingt damit die Busse dazu, mit geringen Differenzgeschwindigkeiten, anstatt mit flottem Schwung, an langsameren Lastwagen vorbeizufahren. Von den Fahrleistungen werden wir aber noch ausführlicher sprechen.(tt)

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