Es geht voran

© Foto: Kroatische Zentrale für Tourismus

In Kroatien tut sich was: Internationale Auszeichnungen würdigen die Leistungen der kroatischen Tourismuswirtschaft, das Reiseland an der Adria für Gäste aus aller Welt noch attraktiver zu machen. Wir stellen neue Projekte und Reiseziele für Gruppen vor.


Datum:
24.05.2011

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Nin – Die königliche Stadt Kroatiens. Die älteste kroatische königliche Stadt Nin ist eins der 25 diesjährigen „herausragenden europäischen Reiseziele“, die kürzlich in Brüssel am Europäischen Tag des Tourismus ausgezeichnet wurden. Dieses Jahr standen die touristischen Ziele im Wettbewerb, die am Wasser liegen und in denen die Natur und die Ökosysteme respektiert und für künftige Generationen erhalten werden. Bei der Benotung wurden auch die Erhaltung der historischen Denkmäler, die Traditionswerte und das Kulturangebot in Betracht gezogen. Nin liegt auf einer kleinen Insel, umgeben von einem klaren Meeresgürtel, umarmt von langen Sandstränden. Der interessanteste ist der Strand der Königin, 1,5 Kilometer lang und reich an Peloid-Heilschlamm, der gegen viele Erkrankungen angewandt wird. An der Stelle wird übrigens der Bau eines Zentrums für Gesundheitstourismus geplant. Hier befinden sich auch endemische Pflanzen- und Tierarten, die bekannte Saline von Nin. Überzeugen konnte auch das reiche Kulturangebot wie beispielsweise die Reste der Pfarrkirche des Heiligen Anselm, die Ambrosiuskirche aus dem Mittelalter sowie die Wracks von versunkenen Schiffen (Condura Croatica), das Barockhaus, die antike Villa Urbana mit wertvollen Mosaiken und die Schatzkammer der Pfarrkirche. Auszeichnung für Istrien. Einer der führenden internationalen Reiseführer, Lonely Planet, hat Istrien an den zweiten Platz im Ranking der zehn besten internationalen Regionen gesetzt. Vor der größten Halbinsel Kroatiens, Istrien, steht nur die ägyptische Halbinsel Sinai im „Lonely Planet‘s Top 10 Regions 2011“-Ranking, während sich auf den restlichen acht Plätzen die Insel Marquesas (Süd-Pazifik), Kappadokien (Türkei), Westfjords (Island), die Shetlandinseln (Schottland), das Great Barrier Reef (Australien), die Westküste der USA, Patagonien und die Gili-Inseln (Indonesien) befinden. Die Ergebnisse leiten sich aus den zahlreichen Umfragen und Ideen, die dieser bekannte internationale Reiseführer von seinen Korrespon­denten, Autoren, von Touristen-Vereinen, Bloggern und Twitter-Nutzern bekommen hat. Ihre Empfehlungen wurden bei einer Podiumsdiskussion von Tourismus-Experten verarbeitet, die Kriterien dabei waren Besonderheit, Spannung, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie der besondere „Faktor X“, den ein Reiseziel haben kann. Istrien wird im Lonely Planet-Text durch das reiche kulturelle Erbe der Region, die Gastronomie, die idealen klimatischen Verhältnisse fast das ganze Jahr über, verschiedene Festivals und Events sowie die vielen Besonderheiten wie zum Beispiel die Inselgruppe Brijuni, die Trüffel-Jagd in Buzet, die Stadt Motovun sowie das Kosten von Olivenöl und Wein in den authentischen Kellern dargestellt.
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Jungfräuliche Schönheit

Eines der beliebtesten Reiseziele Istriens ist das aus Stein gebaute Städtchen Bale, das seine Wurzeln in den römischen Zeiten hat, ein unberührtes Gebiet, das alle schädlichen Einflüsse vermieden hat. Höchster Naturreichtum, unberührte Natur und ein reiches kulturelles und architektonisches Erbe zeichnen seine „jungfräuliche Schönheit“ aus. Die Burg von Bale diente der Verteidigung des Handelsweges zwischen Pula und dem Inland Istriens. Das römische Militärlager wurde im Mittelalter zu einer befestigten Stadt. Diese wurde zum ersten Mal unter dem Namen Castrum Vallis, oder Valle 965 erwähnt. Das römische Castrum Vallis ist heute eine Kleinstadt, deren historischer Kern auf einer Höhe von 145 Metern über dem Meeres­spiegel, umgeben von Bergen, liegt. Die italienische Bezeichnung für Bale, Valle, bedeutet Tal. Der südlichste Teil der Gemeinde Bale liegt exakt auf dem 45. Breitengrad, an idealer Stelle auf halber Strecke zwischen dem Äquator und dem Nordpol. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Bale beträgt 14 Grad, dazu werden im Durchschnitt 2.400 Sonnenstunden jährlich gezählt, was viele Touristen an diesem Ort anzieht. Dieses angenehme Klima, die unberührte Natur, die Bauernhöfe und das reiche gastronomische Angebot bieten ideale Bedingun­gen für eine Gruppenreise nach Bale, dem Ort am südwestlichen Teil der Halbinsel Istrien, zwischen den Städten Rovinj und Vodnjan. Mandarinenernte für Gruppen. Das Tal der Neretva, auch als Tal der Mandarinen bekannt, empfängt jedes Jahr mehr Gäste, die ihren Urlaub aktiv nutzen wollen. Im gesamten Gebiet des Flusses ­Neretva wachsen rund 1.300.000 Mandarinenpflanzen, die jährlich bis zu 60.000 Tonnen Obst hergeben. Die lokalen Bewohner kamen auf die Idee, den Touristen die Möglichkeit anzubieten, bei der Mandarinenernte mitzumachen. Dies erwies sich sehr schnell als ein richtiger Treffer und die Mandarinenernte entwickelte sich zu einer touristischen Attraktion. Es werden ein-, zwei- oder dreitägige Ausflüge angeboten, von denen die Touristen voller Eindrücke und Vitamin C, ideal für die Stärkung des Immunsystems vor dem Winter, zurückkehren. Die erfahrenen Pflücker geben den Gästen die nötige Ausrüstung und Anleitungen und unterrichten sie in der Geschichte und Art der Zucht von Zitrusfrüchten. Von fröhlicher Musik über die Äcker, beim Zusammensein und in der frischen Luft begleitet, füllen die Erntehelfer die Säcke mit dem orangenfarbenen Schatz. Der Tag endet mit einer köstlichen und üppigen Mahlzeit in der häuslichen Atmosphäre der Restaurants des Neretva-Tals. Auch eine Foto-Safari auf den traditionellen Schiffen des Neretva-Gebiets wird angeboten, darüber hinaus wird ein Besuch des Dorfes Vid bei Metkovic empfohlen. Dort befindet sich das Archäo­logische Museum Narona, das einzige in Kroatien, das genau auf der Stelle der Entdeckung des ­antiken römischen Tempels gebaut wurde.
© Foto: Kroatische Zentrale für Tourismus

In Split geht es turbulenter zu

Die quirlige Hafenstadt hat große Pläne. Ein „fauler Fluss“, dazu Schwimmbecken mit Wellen, ­Becken mit Wassermassage und Jacuzzi, Kinderbecken mit Themeninhalten und Spielen, verschiedene Wasserrutschen, eine davon 24 Meter hoch, sowie Mehrzwecksportplätze – all das soll im Rahmen des Aquaparks „Dalmatia“ in Dugopolje bei Split entstehen und zu einem der größten Wasserparks Europas werden. Die Investition in dieses „Wassermärchen von Dugopolje“ beträgt rund 40 Millionen Euro, 15 Millionen davon sollten in den Bau eines Aquariums gehen. Der Baubeginn auf 120.000 Quadratmetern Fläche, 6.000 davon unter Wasser, ist für den Frühling 2011 geplant. Es wird erwartet, dass der Aquapark 2012 seine Tore für Besucher öffnet. „Elite-Tourismus“. Die Stadt Pag hat mit der Errichtung des größten Unterhaltungszentrums an der Adria, das sich auf zehn Kilometern Strand erstrecken wird, angefangen. Es handelt sich um wilde und steinige Strände im zentralen Teil der Insel zwischen der Stadt Pag und der Ortschaft Šimuni. Das Gebiet ist von besiedelten Orten entfernt, sodass das Unterhaltungszentrum 24 Stunden täglich geöffnet werden kann. Die städtischen Behörden betonen, dass das neue Unterhaltungszentrum in Paška rebra nicht ein zweites Zrce sein wird, das in den Medien auch „kroatisches Ibiza“ genannt wird. In Pag wird unterstrichen, dass es sich um eine Stadt der Kultur und der kulturellen Angebote handelt, die sich am hochwertigen Genuss-Tourismus orientiert. Das Zentrum in Paška rebra wird sich an den so genannten „Elite-Tourismus“ richten und Restaurants, Nachtclubs, sportliche und andere Angebote beinhalten. Das Gebiet liegt an der äußeren, offenen Seite der Insel, die auch per Boot erreicht werden kann. Es wird auch für Segelboote zugänglich sein, damit es auf der beliebten Segelroute von der Kvarner Bucht nach Dalmatien liegt. Es ist geplant, dass bis zum Start der touristi­schen Saison 2011 die erste Phase des Projekts in Funktion ist. Sie beinhaltet das Unterhaltungs­zentrum auf einer Länge von drei Kilometern Strand, das über 10.000 Besucher täglich aufnehmen kann. Die Insel Pag hat eine 270 km lange Küste und viele schöne Strände und wilde und unberührte Buchten. Kontinentale „Lifestyle“ Reiseziele im Hinterland Kroatiens. Die Zentralen für Tourismus der Städte Cakovec, Karlovac, Koprivnica, Krapina, Samobor, Varaždin und Velika Gorica haben vor kurzem die Broschüre „Kontinentale Lifestyle Reiseziele“ vorgestellt. Die Zentralen für Tourismus haben sich zum Ziel gesetzt, das touris­tisch-kulturelle Angebot zu vereinen und sich stärker am inländi­schen und internationalen Markt zu präsentieren. Die sieben Städte liegen in einem Umkreis von 160 Kilometern und eigenen sich daher gut für Gruppenreisen mit einem Standorthotel. Zusammen haben sie über 1.600 Betten in allen Hotel-Kategorien, rund 100 Restaurants, 20 Naturerbe-Lokalitäten sowie fast 200 kulturelle Sehenswürdigkeiten. Auf dem relativ kleinen Raum befinden sich fast 100 Schlösser und Kurien, es ist eine Gegend der Legenden und Geschichten, mit internationalen Festivals und Veranstaltungen und vor allem mit gastfreundlichen Menschen. Die Broschüre richtet sich vor allem an Reisever­anstalter, da sie eine Vielzahl an Informationen enthält, die die Ausarbeitung von Programmen für individuelle und Gruppenreisen erleichtern.
© Foto: Kroatische Zentrale für Tourismus

Naturtourismus in Kroatien

Ein einzigartiges, touristisches Natur-Reiseziel der Region Pakrac, der Ausflugsort und Ethno-Park Cantalo, hat vor kurzem seine ­ersten Gäste begrüßt. Der Park bietet den Besuchern sowohl die Möglichkeit, die Natur zu genießen als auch das traditionelle Erbe der Region um Pakrac kennen zu lernen. Neben den zahlreichen Angeboten für Freizeit-Besucher und dem natürlichen Ambiente verfügt der Park auch über eine ethnografische Sammlung. Diese befindet sich in einem dreistöckigen Holzhaus, in dem das Erdgeschoss als Getreidekammer, das Zwischengeschoss als Wohnraum mit Küche und der Dachboden als Schlafzimmer eingerichtet sind. Das Haus ist mit Möbeln, Werkzeugen und verschiedenen landwirtschaftlichen Geräten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder älter ausgestattet. Eine Besonderheit der Region sind auch die zahlreichen italienischen Siedlungen, wo italienische Sprache, Brauchtum und Küche erhalten sind. Der Agro-Tourismus im so genannten Ethnodorf Karanac im Herzen der Region Baranja, rund 20 Kilometer von Osijek entfernt, ist in den letzten Jahren zum Magnet für zahlreiche ausländische und inländische Touristen geworden, die das reichhaltige gastronomische und touristi­sche Angebot dieser Region genießen. Karanac strahlt die Atmosphäre von alten Zeiten aus, als jedes Haus seine eigene Geschichte hatte, die von Generation zu Generation übertragen wurde, und hat den authentischen Lebensstil weit von der Eile und dem Gedränge der Stadt bewahrt. Hier kann man gut essen, im Original-Bauern­wagen fahren und in authentisch eingerichteten Zimmern schlafen. In den malerischen dörflichen Gasthäusern basiert das Angebot ausschließlich auf der eigenen Lebensmittelproduktion, während die Mahlzeiten regelmäßig von Livemusik begleitet werden. Mit den gut erhaltenen, alten pannonischen Häusern, den drei Kirchen im Ort und der längsten Kirschbaumstraße ist Karanac ein echtes „Ethnodorf“, wie die kroatischen Zentrale für Fremdenverkehr ihre ländlichen Regionen und Angebote nennt. Nationalpark Plitwitzer Seen. Herausragend aus dem großen Repertoire kroatischer Naturparks ist das Gebiet der Plitwitzer Seen. Es wurde bereits 1949 zum Nationalpark auserkoren und zählt zu den schönsten Natursehenswürdigkeiten Europas. Der Nationalpark erstreckt sich auf einem fast 30.000 Hektar großen Gebiet, der Großteil davon Wald. Die Plitwitzer Seen teilen sich in die Oberen und die Unteren Seen. Dank der Höhen-Spannweite von rund 400 bis 1.200 Metern ist dieses Gebiet auch Lebensraum von elf Wald­gemeinden. Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Wie nur an wenigen Stellen der Erde leben heute auf dem Gebiet des Nationalparks Plitwitzer Seen alle Tierarten, die hier seit Jahrtausenden heimisch sind. In der vielfältigen Fauna sind die ständigen Bewohner am interessantesten: Bären, Wölfe und Fischotter. Der Braunbär befindet sich auch auf dem Logo des Parks. Weiterhin leben hier Wildschweine, Iltisse, Hasen und Füchse. 126 Vogel­arten sind in dem Gebiet re­gistriert, 70 davon nisten dort ständig. Spezielle Ausflugsprogramme für Busreisegruppen können bei der kroatischen Zentrale für Tourismus angefragt werden.

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