Gipfelstürmer

© Foto: DZT

Sachsen ist in aller Munde. Die beiden Metropolen punkten mit Kultur rund um die Uhr. Die Oberlausitz, die Sächsische Schweiz und das Erzgebirge locken mit Landschaft und Geschichte. In kaum einem anderen Bundesland sind Busgruppen so herzlich willkommen wie in Sachsen.


Datum:
23.09.2010

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Die gute Nachricht zuerst: Dresden-Tourismus behauptet sich in der Krise und bringt 2009 erstmals nach zwei Jahren wieder mehr Touristen in Sachsens Landeshauptstadt. Nun ist die seit einem Jahr agierende Dresden Marketing GmbH als Dachmarketing-Organisation für die weitere Steigerung der Besucherzahlen angetreten. „Dresden – Kommen Sie Kunst genießen“ lautet die Einladung der Landeshauptstadt an Gäste aus dem In- und Ausland. In diesem Jahr fallen in Dresden große Jubiläen und (Wieder-)Eröffnungen zusammen. So feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, zu denen insgesamt zwölf Museen gehören, ihr 450-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten begannen im März mit der Eröffnung der „Türckischen Cammer“. Diese große Sammlung orientalischer Kunst bereichert das wiederaufgebaute ­Residenzschloss, das sich immer mehr zu einem Museumszentrum von internationaler Bedeutung entwickelt. „Zukunft seit 1560. Die Ausstellung“ heißt die Jubiläumsexposition am Ursprungsort der fürstlichen Kunstkammer, im Herzen des Residenzschlosses. Sie zeichnet eine außergewöhnliche Linie der Kontinuität des Kunstsammelns in Dresden nach (geöffnet bis 7. November 2010). Auf der gegenüberliegenden Elbseite, im Japanischen Palais, würdigt die Ausstellung „Triumph der blauen Schwerter“ bis 29. August 2010 das 300-jährige Bestehen der Porzellanmanufaktur Meissen. 1707 wurde das europäische Porzellan in Dresden entwickelt und 1710 erstmals in Meißen in großem Stil produziert. Und schließlich wird mit der Wiedereröffnung des Albertinums am 20. Juni „Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart“ präsentiert. Mit 2.500 Bildern des 19. und 20. Jahrhunderts ist das Albertinum eines der wichtigsten Museen der Moderne in Deutschland.
© Foto: LTM Leipzig

Neo Rauch

Der 1960 in Leipzig geborene Neo Rauch ist zweifellos der international bedeutendste und am meisten diskutierte deutsche Maler seiner Generation. Seine unverwechselbare Malerei knüpft an die große kunsthistorische Tradition eines Tizian oder El Greco an und greift die Tradition des Sur­realismus auf. Bis 15. August 2010 zeigt das Museum der bildenden Künste Leipzig die Ausstellung „Neo Rauch. Begleiter“. Die erste große Retrospektive des Leipziger Malers gibt einen Überblick zu seinem Schaffen aus den Jahren 1993 bis 2010 und wird komplettiert durch eine parallele Werkschau in München. Insgesamt werden in Leipzig 60 zum überwiegenden Teil großformatige Arbeiten aus privaten und öffentlichen Sammlungen gezeigt. Alljährlich findet in Leipzig das Bachfest statt. Das diesjährige Bachfest Leipzig ereignet sich in Verbindung mit dem 85. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e. V.. Unter dem Motto „Bach, Schumann und Brahms“ werden insgesamt 113 Veranstaltungen an 38 Orten angeboten. Zudem können nach gut zweijähriger Bauzeit die Bachfest-Gäste das erweiterte und neu gestaltete Bach-Museum besuchen. Veranstaltungen im historischen Sommersaal und Führungen durch die Ausstellung laden ein, das komplett sanierte Bosehaus wiederzuentdecken. Hinter dem Tor des barocken Kleinods wartet eine multime­diale Ausstellung. Bacharchiv, Bachmuseum und Forschungsstätte machen das Leben und Wirken von Johann Sebastian Bach interaktiv begreifbar.
© Foto: ddp/Sebastian Wilnow

Auf den Spuren von Tierärztin Dr. Mertens

Sehr viel tierischer geht es im Zoo Leipzig zu. Das Zoo-Management zeigt sich Gruppen gegenüber sehr aufgeschlossen und hat unter anderem das Reisegruppen-Paket „Auf den Spuren von Tierärztin Dr. Mertens“ geschnürt. In Anlehnung an die Erfolgsserie können Gruppen mit fachkundigen Lotsen Originalschauplätze und Dreh­orte aufsuchen. Die Teilnehmerzahl sollte mindestens 20 Personen umfassen. Das Programm umfasst eine 90-minütige Tour mit fachkundiger Führung sowie einen Erfrischungscocktail auf der Terrasse der Kiwara Lodge. Für den Busfahrer oder Reiseleiter ist das Angebot kostenfrei. „Je t’aime“ heisst es vom 13. August bis 31. Oktober im Krystallpalast Leipzig. Zwei Clowns verlieren sich im Verwirrspiel zwischen Freundschaft und Liebe zu acht verschiedenen Frauen. Das ungleiche, höchst skurrile Paar führt durch eine fantastische Welt des Staunens und Lachens. Gemeinsam erzählen sie in kleinen Geschichten von den Tücken der Musik, des Tanzes, der Liebe und des Alltags überhaupt, begleitet von einem Ensemble zauberhafter Akrobatinnen.
© Foto: ddp/Norbert Millauer

Auf gehts in die Oberlausitz!

Mystisch steigt am Morgen der Nebel aus den dichten Mischwäldern und den anmutigen Sandstein­gebilden des Zittauer Gebirges hervor. Farbenfrohe Dörfchen, gezeichnet von alten, hölzernen Türstöcken, umrankt von duftenden Blumen und die gastfreundlichen Bewohner begrüßen auch an diesem Tag wieder Besucher in ihrer Heimat. Und dabei sind es nicht nur die großen, geschichtsträchtigen Städte des einstigen „Sechsstädtebundes“ wie Bautzen, Görlitz oder Zittau, welche faszinieren. Es ist die Einzigartigkeit dieses Landstrichs, dem Land der Sorben, wo zweisprachige Wegkreuze, Ortsschilder und Bildstöcke auftauchen und wo man althergebrachtes Handwerk wie das Herstellen von ­blauen Töpfen, das Weben edler Tücher und das Falten leuchtender Sterne noch heute hautnah erleben kann. Es gibt viel zu entdecken in der unbekannten Lausitz. Gruppenprogramme für ganz Sachsen erstellt Sachsen Incoming. Dort wo ein Riese der Sage nach bei einer Rast an der Elbe seine schweren Stiefel ausgeschüttet hat, liegt heute die Stadt Riesa, die an Kultur einiges zu bieten hat. Das älteste Kloster der Mark Meißen mit anschließendem Tierpark und einem 20.000 Liter fassenden Elbaquarium laden Gruppen zu einem Rundgang ein. Historisches bietet auch das Stadtmuseum, in dem man geschichtsträchtigen Spuren folgen kann. Direkt am Elberadweg gelegen, ist Riesa bei einem Ausflug in das Sächsische Elbland bequem mit dem Fahrrad zu erreichen. Doch das ist noch nicht alles. Tradition und Moderne vereint das Nudelcenter der Teigwaren Riesa mit Gläserner Produktion, Nudelmuseum, Nudelkontor, Nudelrestaurant und Kochstudio. Seit über 95 Jahren gibt es die beliebten Riesaer Nudeln. Ein Rundgang durch die Gläserne Produktion verrät, wie die Lieblingsspeise mit Hilfe modernster Technik hergestellt und verpackt wird. Sagenhaftes zur Geschichte der Nudel und Details zur Firmenhistorie der Teigwaren Riesa präsentiert das Nudelmuseum. Bis zu 60 Personen können nach Voranmeldung stündlich die Werksführung miterleben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn das Nudelrestaurant hält abwechslungsreiche Gruppenangebote bereit. Busparkplätze sind direkt vor dem Eingang des Nudelcenters Riesa gelegen.
© Foto: DZT

Elbabwärts

Gruppen genießen die schöne sächsische Elblandschaft und die Sehenswürdigkeiten in der Region Riesa gerne aus einer ganz besonderen Perspektive. Die beliebten Bootstouren an Bord der MS Stadt Riesa erstrecken sich elbabwärts bis nach Torgau oder Wittenberg und elbaufwärts bis in die Sächsische Schweiz. Ob Gruppenausflug, Betriebs- oder Vereinsfeier, die Elbeevents Riesa GmbH sorgt ganzjährig für einen erlebnisreichen Aufenthalt an Bord eines echten Traditionsschiffes mit einer Kapazität von 175 Personen. Busparkplätze befinden sich direkt am Schiffsanleger. Eine gute Unterkunftsmöglichkeit direkt an der Elbe und in Lauf­nähe zum Zentrum Riesas ist das Mercure Hotel, das Gruppengäste herzlich willkommen heißt. Das Vier-Sterne-Hotel zeichnet sich durch seine wohltuende Atmosphäre aus und bietet klimatisierte und helle Zimmer. Besonders ist die vielfältige Erlebnisgastronomie im „Riesenhügel“. In der Gasthausbrauerei „HammerBräu“ erhalten Gruppengäste regionale Gerichte und selbstgebrautes Bier. Genussvoll entspannen lässt es sich auf dem neuen „Pier 42“ mit einem wunderschönen Ausblick auf die Elbe. Im mexikanischen Ambiente des Restaurants „Panama Joe´s“ genießen die Besucher südamerikanische Spezialitäten und exotische Cocktails. Für Radfahrer und Gruppen bietet das Mercure Hotel spezielle Pauschal-Arrangements. Abschließbare Unterstellmöglichkeiten für Fahr­räder und kostenfreie Parkplätze für Reisebusse sind ausreichend vorhanden.
© Foto: DZT

Das Land der Vögte: Geheimtipp

Jetzt kommt Tempo ins Spiel. Der Rodelpark am Spitzberg in Ober­oderwitz bietet das ganze Jahr über erlebnisreiche Abfahrten, Spaß für junge und ältere Rodelfans. Es gelten kontinuierlich hohe Sicherheitsstandards, damit jede Fahrt ein Vergnügen wird. Sachsenbesuchern aller Altersgruppen etwas Besonderes bieten und damit nachhaltig die Attraktivität der Oberlausitz als schöne und vielfältige Urlaubs- und Freizeitregion zu stärken, das war und ist das Ziel von Inhaber Gernot Heinrich. Dieser Anspruch wird mit neuen Angeboten und Attrak­tionen kontinuierlich weiterentwickelt und generationsüber­greifend gelebt, die Rodelbahn ist zertifiziert als „familienfreundliche Freizeiteinrichtung“. Die natürliche Einbindung des Rodelparks kommt auch in ökologischer Hinsicht gut an, dafür erhielt die Bahn bereits 2001 einen Umweltpreis für das hohe Engagement bei der naturschutzgerechten Gestaltung des Geländes. Zum Abschluss ein „Geheimtipp“ für Sachsenbesucher, die echte Insider werden wollen. Es geht ins Land der Vögte. Fast scheint es, als müsse sich das Vogtland am Erzgebirge festhalten, um nicht ins Fränkische abzurutschen, doch diese kleine Region hat es in sich. Unzählige Akkordeons, Mundharmonikas und Geigen verließen zu besten Zeiten den so genannten Musikwinkel. Von der berühmten Plauener Spitze redet bis heute die ganze Welt, im Aschberger Land steht die modernste Großschanze Deutschlands, die Vogtland Arena. Der einzige Topasfelsen Europas zieht Gäste in seinen Bann und die größte Ziegelsteinbrücke der Welt lässt nicht nur Eisenbahnfans staunen. Kulinarische Genüsse wie der Sauerbraten und das Wernesgrüner Bier verwöhnen vorzüglich. Zudem bietet sich ein Abstecher nach Franzensbad an.

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