Grün, grüner, Irland

© Foto: Andreas Heise

Saftgrüne Wiesen, schroffe Felsküsten und alte Ruinen: Irland besticht durch seine faszinierende Natur und nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Vergangenheit.


Datum:
25.07.2011

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren


Eine Erlebnistour durch Irland beginnt am bes­ten in Dublin, der Hauptstadt der „grünen Insel“. Hier trifft Moderne auf Vergangenheit. Am Ufer der Liffey haben sich Wirtschaftsunternehmen in modernen Glasbauten niedergelassen, während die Innenstadt mit ihren vielen Backsteinhäusern ihr altes Gesicht bewahren konnte. Abends zieht es die Menschen in das Stadtviertel Temple Bar, die Vergnügungsmeile Dublins. Bei Live-Musik und einem Glas Guinness wird in den vielen Pubs die freundliche, irische Mentalität lebendig. Wer zu den Ursprüngen zurückkehren will, darf sich das Brazen Head Pub nicht entgehen lassen. Im Jahr 1198 entstanden, gilt es als das älteste Pub Irlands. Zu den bekann­testen Sehenswürdigkeiten Dublins zählt auch das Guinness Storehouse, das die 250 Jahre alte Geschichte der Brauerei erzählt. Einen Einblick in den irischen Unabhängigkeitskampf vergangener Tage bietet das Gefängnis Kilmainham Goal. Viele irische Rebellenführer und nationalistische Politiker waren dort ­inhaftiert worden. Raus aus der Stadt, rein in die Natur. Irland kann mit einmaligen Küstenstraßen aufwarten. Eine davon ist die Causeway Coastal Route, die von Belfast aus zum UNESCO-Weltnaturerbe Giant‘s Causeway führt. In gemütlichem Tempo geht es durch verschlafene Küstendörfer und abwechslungsreiche Landschaften. Etliche Haltemöglichkeiten laden zum kurzen Picknick ein oder einfach nur, um den Moment fürs Fotoalbum festzuhalten. Entgehen lassen sollte man sich nicht die Carrick-a-Rede Rope Bridge in der Grafschaft Antrim. Unweit von Ballintoy gelegen, verbindet die Hängebrücke in 30 Metern Höhe eine vorgelagerte Basalt­insel mit dem Festland. Nach dem Nervenkitzel der Überquerung lässt sich ausgiebig entspannen. Die Mischung aus rauschender Brandung, unberührter Natur und der Weite des Atlantiks ergibt eine besondere Stimmung – als gehöre man zu den ersten Entdeckern der Insel. Der Gegensatz zur zerklüfteten, unwegsamen Steilküste findet sich nur ein paar Kilometer westlich – an der White Park Bay. Der weiße Sandstrand lädt zu einem Spaziergang geradezu ein.
© Foto: Andreas Heise

Highlight der Nordküste

Highlight der Nordküste ist der Giant‘s Causeway. Der irischen Legende nach baute der Riese Fionn mac Cumhaill einen Damm, um seinem schottischen Widersacher im direkten Duell begegnen zu können. Wie die Wissenschaft heute weiß, sind die gleichmäßig geformten Basaltsäulen durch abkühlende Lava entstanden. Trotzdem ist für den Betrachter schwer zu glauben, dass sich am vorwiegend sechseckigen Gestein nur Mutter Natur zu schaffen gemacht hat. Eine Klippe hoch oben über der Säulenformation eröffnet eine weitere, interessante Perspektive auf das Weltnaturerbe. Ähnlich spektakulär präsentiert sich das nur wenige Kilometer entfernte Dunluce Castle. Die mittelalterliche Burgruine, auf einem Felsvorsprung gelegen, umweht ­eine Geschichte, die bis zurück ins 13. Jahrhundert reicht. Die Anlage ist verhältnismäßig gut erhalten und für Besucher begehbar. Genießer edler Tropfen kommen an der Nord­küste nicht um die Whiskey-Brennerei Old Bushmills herum. Eine Führung durch die geweihten Hallen wird durch eine abschließende Kostprobe gekrönt. Die bekanntesten Steilklippen Irlands, die Cliffs of Moher, sind an der Südwestküste zu bewundern. Nahezu senkreckt ragen sie aus dem atlantischen Ozean und erstrecken sich über eine Länge von mehr als acht Kilometern. Doch die Westküste hat noch mehr Sehenswertes zu bieten: Da wäre der Ring of Kerry, eine 180 Kilometer lange Küstenpanoramstraße rund um die Halbinsel Iveragh. Ein atemberaubender Ausblick jagt hier den nächsten. Auch wer das grüne mit Steinmauern und Felsbrocken übersäte Binnenland ­Irlands liebt, kommt auf dem Ring of Kerry auf seine Kosten. Idyllische Weiden mit zahlreichen Schafen und Kühen sorgen für ­einen besonderen Charme. Einer der Höhepunkte des Ring of Kerry sind die Skellig Islands, zwei der Natur überlassene, einzigartige Inseln. Die größere der beiden, die Skellig Michael, war einst das Zuhause mittelalterlicher Mönche und lässt sich besichtigen. An der Westküste können Gäste aber auch echte irische Kultur und Tradition erleben: von der lebhaften Gaeltacht-Gegend und den irischen Céili-Tänzen bis zur Vielzahl an Festivals, die die Geschichte und das Kulturerbe dieser faszinierenden Region feiern.
© Foto: Andreas Heise

Im ganzen Land gefeiert

Im ganzen Land gefeiert wird jedes Jahr rund um den 17. März – dem St. Patrick‘s Day. Der Gedenktag ist dem irischen Nationalheiligen Patrick gewidmet, der als der erste christliche Missionar Irlands gilt. In Dublin und vielen anderen irischen Städten machen große Paraden und Festivals den St. Patrick’s Day zu einem ­bunten Volksfest. Der traditionell religiöse Charakter tritt eher in den Hintergrund. An kaum einem ­anderen Tag können Besucher die irische Kultur so lustig, farbenfroh und ausgelassen erleben – Geselligkeit hat dann Hochkonjunktur. Wer an diesem Tag nicht in Grün auf die Straße geht, hat schon verloren. Denn sogar das Bier – ausgenommen das Guinness – wird in der Nationalfarbe grün gefärbt. Grün, grüner, ­Irland.

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.