Grün, grüner, Slowenien

© Foto: Slovenian Tourist Board (STB)

Umweltschutz und ein Leben im Einklang mit der Natur. In Slowenien ist das keine Modeerscheinung. Das mitteleuropäische Land lebt den grünen Tourismus.


Datum:
27.09.2010

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Der grüne Daumen: In Slowenien, dem Land zwischen Alpen und Adriaküste, ist er naturgegeben. Die mitteleuropäische Republik gilt nach Finnland als waldreichstes Land in Europa. Über die Hälfte seiner Fläche ist von Bäumen bedeckt. Um diese kostbare Vegetation zu erhalten, werden in jedem Jahr 1,2 Millionen neue Setzlinge gepflanzt. Darüber hinaus versorgen 27.000 Kilometer Wasserläufe, zahlreiche Thermal- sowie zwei Mineralquellen das Land mit Trink- und Nutzwasser. Auch der Tourismus hat sich dem grünen Ziel verschrieben: Unter dem Motto „Slovenia Green“ hat sich die Tourismuszentrale eine umweltverträgliche, wirtschaftliche und sozial gerechte Entwick­lung auf die Fahnen geschrieben. Basierend auf seinen vielfältigen Natur- und Kulturschätzen setzte das Land bewusst auf eine ganzheitliche Tourismusstrategie. Bereits seit 2008 nimmt Slowe­nien an den Ausschreibungen der Europäischen Kommission für den Titel „European Destination of Excellence“ (Eden) teil, die nachhaltige Tourismusprojekte auf nationaler Ebene prämiert. Den Titel „Eden 2008“ sicherte sich das Soca-Tal. Liebhaber von Gewässern und grüner Landschaft sind begeistert vom smaragdgrünen Fluss Soca, der sich durch eins der schönsten Täler Sloweniens, das Trenta-Tal, mit dem bedeutendsten alpinen botanischen Garten Alpinum Juliana schlängelt. Den Eden-Titel 2009 ergatterte sich das Projekt „Solcavsko – Harmonie in drei Tälern“, weil es auf besondere Weise die Erhaltung der Natur mit dem Leben der Bewohner und der Neugierde der Besucher aus aller Welt vereinigt. 36 Prozent der Gesamtfläche Sloweniens stehen unter Naturschutz. Als Aushängeschild präsentiert sich der Triglav Nationalpark rund um den als „Dreikopf“ bekannten Schicksalsberg in den Julischen Alpen. Drei Regionalparks und 40 Landschaftsparks verteilen sich – auf einer Fläche vergleichbar mit dem Bundesland Hessen – über die vielfältigen Landschaftsformen vom Karst über die Alpen bis hin zur Pannonischen Tiefebene.
© Foto: Slovenian Tourist Board (STB)

Die Höhle von Postojna

Eine der Hauptattraktionen des Landes ist die Höhle von Postojna, mit 20 Kilometern Länge die zweitgrößte Tropfsteinhöhle der Welt. Die Besichtigung dauert eineinhalb Stunden. Mit einem elektrischen Zug geht es in die Höhle hinab, in Begleitung von Führern an beeindruckenden Naturgebilden vorbei. Gelegen in der romantischen Gegend des slowenischen Karsts ist sie aufgrund ihrer zentralen Lage zugleich ein guter Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch den Karst. Nicht verpassen sollte man beim Besuch von Postojna die nur zehn Kilometer enfernte Höhlenburg Predjamski grad, die inmitten einer hohen Felswand thront. Als Großstadt mit menschlichem Maß präsentiert sich die Landeshauptstadt Ljubljana. Sie lockt mit autofreien Innenstadtzonen und Fahrradverleihstationen, viele Geschäfte führen fast ausschließlich slowenische Spezialitäten und einheimische Landwirte bieten ihre lokal angebauten Produkte direkt auf dem Markt im Zentrum an. Grün die Hauptstadt erkunden ist in Ljubljana auch deshalb leicht, da sich die meisten interessanten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum befinden. So können Besucher noch immer die Stadtmauer des römischen Ljubljanas besichtigen. Am Fuße der mittelalterlichen, restaurierten Burg von Ljubljana sind die Überreste der mittelalterlichen Stadt gut erhalten. Ljubljana ist eine Kulturstadt, Heimat zahlreicher Theater, Museen und Galerien und stolz auf eine der ältesten Philharmonien der Welt. In der slowenischen Hauptstadt finden alljährlich über 10.000 Kulturveranstaltungen statt, darunter zahlreiche internationale Festivals.
© Foto: Slovenian Tourist Board (STB)

Thermenland Slowenien

Schon unter den Römern galt Slowenien als wahres Wellness-Paradies, und unter den kaiserlich-königlichen Kurgästen des 19. Jahrhunderts erlebten die Thermal­bäder einen regelrechten Boom: Slowenien verfügt über 25 Kur-Zentren mit 87 Thermalquellen. Die Wassertemperatur der sprudelnden Heilbrunnen beträgt zwischen 32 und 73 Grad Celsius, und durch den unterschiedlich hohen Salzgehalt findet sich für fast jedes Leiden ein Wässerchen. 18 Luftkurorte gelten als staatlich anerkannte Heilbäder, davon sind 15 Mitglieder im Verband slowenischer Thermen. Der größte slowenische Kurort, Terme Catez, liegt zwischen den waldigen Gebirgszügen des Gorjan­ci, den Weinbergen von ­Bizeljsko und den sich hier vereinigenden Flüssen Sava und Krka. Neue Energie für Körper und Geist in ausgefallenem Ambiente bietet die Therme Olimia in der slowenischen Steiermark. Die Bäder gelten als die modernsten in Slowenien und offerieren eine breite Palette an Anwendungen, die auch anspruchsvollen Erwartungen gerecht werden: Ob Schokolade, Ziegenmilch, Bier, Chardonnay oder Heu – hier verspricht jedes Bad Entschlackung und Entspannung. Hinter dem Oberbegriff Therme Krka verbirgt sich eine Wellness-Gruppe, unter deren Dach drei Kurzentren in verschiedenen Teilen Sloweniens operieren: Dolenjske Toplice und Smarjeske Toplice im Südosten sowie das Thalasso-Zentrum Strunjan an der Adriaküste. Auch Sloweniens älteste Stadt Ptuj lockt mit einer Therme.

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