Literarisch wertvoll

In Ljubljana ist 2010 viel los! Die slowenische Metropole wurde von der Unesco zur Welthauptstadt des Buches ernannt. Ein vielfältiges Event-Programm soll noch mehr Besucher in Sloweniens quirlige Hauptstadt locken. Doch auch sonst ist in dem osteuropäischen Land einiges geboten. So bereitet sich Maribor auf das Kulturhauptstadtjahr 2012 vor.


Datum:
14.07.2010

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Am 23. April ist es so weit. Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens, ist ein Jahr lang Unesco-Welthauptstadt des Buches. Der Titel wurde nach Amsterdam 2008 und Beirut 2009 bereits zum zehnten Mal vergeben. Ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm soll dann noch mehr Besucher in die Metropole locken. Im Mittelpunkt stehen Bücher, Literatur und der Dialog zwischen den Kulturen. Als einer der Höhepunkte gilt das Festival „Literaturen der Weltkontinente“, bei dem Autoren aus der ganzen Welt gastieren, sowie der Weltkongress „Bücher als Motor der Entwicklung der Menschheit“ mit anerkannten Fachleuten und Forschern. Doch auch außerhalb Ljubljanas präsentiert sich das Land zwischen Mittelmeer, Alpen und Pannonischer Tiefebene als Kulturziel par excellence: Als alljährliches Highlight für Leseratten gilt das Internationale Literaturfestival in Vilenica nahe der slowenischen Adriaküste, das vom 1. bis zum 5. September 2010 auf dem Programm steht. Rund 40 Autoren aus 20 Ländern, viele von ihnen Anwärter auf die begehrten Vilenica-Literaturpreise, lesen dann aus ihren Werken in der Originalsprache. Für Besucher stehen englische und slowenische Übersetzungen zur Verfügung. Als Kulisse des Events dienen zum Beispiel Schlösser, Musikclubs und Kirchen entlang der Küste und in Ljubljana. Beliebt sind die sommerlichen Lesungen in der festlich beleuchteten Grotte von Vilenica.

Aktivreisen für Naturfreaks und Sportler

Auch für Aktivurlauber bietet Slowenien einiges. Schließlich gilt das Land unter Aktivreisenden als ganzjähriger Abenteuerspielplatz voller spannender Möglichkeiten. Zwischen Alpen und Adria gelegen, präsentiert sich Slowenien als Paradies für Sportler und Naturfreaks. Ob ent-spannte Wandertouren entlang der vielen Themenstraßen, Rad- und Mountainbike-Strecken von gemütlich bis anspruchsvoll oder aufregendes Wildwasserrafting auf den zahlreichen Gebirgsgewässern – für jeden hält das osteuropäische Land das passende Angebot bereit. Als Wanderdestination überrascht Slowenien mit einer Vielfalt an Routen und verbündet sich dabei mit den angrenzenden Ländern. Rund 10.000 Kilometer markierte Wege und rund 150 Zweitausender in den Julischen Alpen lassen Wanderfreunde aufjauchzen. Neben der bekannten grenzüberschreitenden Via Alpina zählt vor allem der Triglav-Nationalpark zu den Highlights. Die europäische Fernwanderroute Via Alpina führt mit zwei von fünf Abschnitten durch Slowenien. Die rote Strecke verläuft durch die Julischen Alpen – durch die Unteren Bohinj-Berge zum Triglav-Nationalpark und mit einem spektakulären Blick auf das Felsmassiv zum Bohinj-See. Entlang des historischen Alpenwegs laden viele gemütliche Gasthöfe und Hotels zur Einkehr ein.

Wellnessparadies: 87 Thermalquellen

Nach so viel Action ist Erholung gefragt. Schon unter den Römern galt Slowenien als wahres Wellness-Paradies, und unter den kaiserlich-königlichen Kurgästen des 19. Jahrhunderts erlebten die Thermalbäder einen regelrechten Boom: Denn trotz seiner überschaubaren Größe verfügt Slowenien über 25 Kur-Zentren mit 87 Thermalquellen. 18 Luftkurorte gelten als staatlich anerkannte Heilbäder, davon sind 15 Mitglieder im Verband slowenischer Thermen. Durch den unterschiedlich hohen Salzgehalt findet sich dabei für fast jedes Leiden ein Wässerchen. Der größte slowenische Kurort, Terme Catez, liegt zwischen den waldigen Gebirgszügen des Gorjanci, den Weinbergen von Bizeljsko und den sich hier vereinigenden Flüssen Sava und Krka. Neue Energie für Körper und Geist in ausgefallenem Ambiente bietet die Therme Olimia in der slowenischen Steiermark. Die Bäder gelten als die modernsten in Slowenien und offerieren eine breite Palette an Anwendungen: Ob Schokolade, Ziegenmilch, Bier, Chardonnay oder Heu – hier verspricht jedes Bad Entschlackung und Entspannung. Ein Paradies für alle, die Erlebnisse, Aktivurlaub und Gesundheit suchen, ist die Therme 3000 in Moravske Toplice. Die größte Besonderheit ist dabei das einzigartige schwarze Thermalwasser mit spezifischen Heilwirkungen. Klassische und alternative Therapien wie etwa Akupunktur sowie die natürlichen Heilfaktoren des Wassers helfen bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und der Haut sowie bei Rehabilitation nach Schädigungen und Operationen am Bewegungsapparat. Aber die Therme 3000 bietet mehr: Wasserspaß in der Poollandschaft, Genuss im Zentrum für Körperpflege, vielseitige Sportmöglichkeiten und Unterhaltung, Erkundung der natürlichen Schönheiten und der umliegenden Sehenswürdigkeiten.

Genug erholt?

Dann ist wieder Zeit für Kultur. Für eine europäische Kulturhauptstadt, um genau zu sein. So darf sich nämlich 2012 Maribor nennen. Trendsetter besuchen die malerische Universitätsstadt am Ufer der Drava aber am besten schon jetzt. Maribor liegt zwischen üppigen Weinbergen einerseits und dem dunkel bewaldeten Pohorje-Gebirge andererseits. Der Stadtkern verfügt über zahlreiche gut erhaltene Schlösser und Paläste, darunter die Stadtburg und das Barockschloss Betnava. Die Altstadt ist hingegen geprägt von mittelalterlichen Plätzen, und entlang des Flussufers können Gäste noch heute Reste der historischen Stadtmauer mit Gerichtsturm, Wasserturm, Judenturm und Synagoge bewundern. Besonders im Juni jeden Jahres verwandelt sich Maribor in einen Besuchermagneten: Im ehemaligen Flößerviertel Lent, wo heute Maribors Kneipenmeile verläuft, steigt Sloweniens größtes und wichtigstes Musik- und Kulturfestival, der „Lent“, mit mehr als einer halben Million Gäste.

Slowenien ist auch Meer

Nur 46 Kilometer misst die slowenische Mittelmeerküste. Und doch verstecken sich hier einige Schätze: Vom mondänen Portoroz mit seinen Wellness-Tempeln und dem aufregenden Nachtleben über das mittelalterliche Piran bis hin zu den Salinen von Secovlje steht Sloweniens mediterrane Seite ganzjährig für Kultur pur und erlesene Urlaubserlebnisse für jeden Geschmack. Als touristisches Flaggschiff an Sloweniens Mittelmeerküste gilt das seit 120 Jahren für Kuren und Freizeit bekannte Portoroz. Die subtropisch anmutende Vegeta-tion, moderne Badelandschaften, Sandstrand, Thermalbäder, Grandhotels, Nachtclubs, Discos, Casinos und der größte Jachthafen der Adria sorgen für ein illustres Publikum. Nördlich, direkt an Portoroz anschließend, gilt Piran als die Perle aller Küstenorte Sloweniens. Es zieht sich auf einer Halbinsel bis zum Kap Madonna weit ins Meer hinein, und seine kleinen, denkmalgeschützten Gassen mit ihren dicht aneinandergedrängten venezianischen Häusern, Palazzi und Piazze können nur zu Fuß besucht werden. Der hier geborene Komponist und „Teufelsgeiger“ Giuseppe Tartini ziert den gleichnamigen Platz, der häufig als Kulisse für Theateraufführungen und Konzerte genutzt wird. Von Ende August bis Mitte September ehrt die kleine Stadt ihren berühmtesten Sohn mit einem Staraufgebot an internationalen Musikern. Malerische Schauplätze wie der Kreuzgang des Minoriten-Klosters, das Tartini-Geburtshaus oder die Georgs-Kirche erhöhen den Musikgenuss. Pirans Nordseite eröffnet einen herrlichen Blick auf die Alpen, von der Südseite aus kann man bis nach Kroatien schauen.

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