Logenplatz in den Alpen

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Bergsommer im Wallis. Die vielfältige Schweizer Region hat alles, was ein gutes Gruppenreiseprogramm verlangt: hohe Berge mit einem echten Gletscher, den Flair des sonnigen Südens, kulturelle Highlights und sogar einen unterirdischen See.


Datum:
22.07.2011

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Würzige Alpenluft, Sommer im Eismeer am Aletscher und die freie Sicht auf die schönsten Viertausender des Wallis. Willkommen in der Aletsch Arena! Wenn im Unterland die Hitze drückt und der Asphalt flimmert, gibt‘s nur eines: die Flucht nach oben! ­Zwischen sieben und zehn Minuten dauert die Fahrt mit der Seilbahn von den gut erreichbaren Talgemeinden Mörel, Betten Talstation oder Fiesch auf die bis zu 2.222 Metern hohe, autofreie Hochebene am Aletschgletscher. Schon beim Ausstieg aus den Bergstationen Riederalp, Bettmer­alp oder Fiescheralp fängt der Urlaub an: Eine erfrischende Brise würziger Alpenluft empfängt jeden Besucher und entführt ihn in die zauberhafte Walliser Bergwelt. Typische alte Walliserhäuser verleihen den Talgemeinden einen ursprünglichen Charme. Vom Plateau gibt es eine atemberaubende Sicht auf die schönsten Viertausender der Schweiz – kostenlos. Gegen Süden steht majestätisch das Matterhorn, eingebettet zwischen Weisshorn und der Mischabelgruppe mit dem Dom. Und wenn es noch ein bisschen mehr sein soll: Von den Aussichtspunkten Moosfluh, Bettmerhorn oder Eggishorn bietet sich gegen Norden der einzigartige Blick auf Eiger, Mönch, Jungfrau, Wannenhorn und Finsteraarhorn sowie auf den 23 Kilo­meter langen Aletschgletscher, den längsten Eisstrom der Alpen und Herz des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Die haushohen Schollen, spitzen Eisberge und blau schimmernden Spalten des ewigen ­Eises bestaunt man am besten auf einer geführten Gletschertour, ­organisiert von den örtlichen Bergsteigerschulen. Spannende Hintergrundinfos zum Aletschgletscher liefert zudem die ganzjährige Ausstellung Eiswelt Bettmerhorn. Kultur-Fans kommen in der ganzjährige Kunstausstellung auf dem Eggishorn auf ihre Kosten. Für Alpinisten und Wanderer ist die Aletsch Arena ein Paradies. Eine 124 Meter lange Hängebrücke hoch über dem Aletschgletscher führt von der Riederfurka auf die Belalp. Für trittsichere und schwindelfreie Wanderer ist der UNESCO Welt­erbe Höhenweg vom Bettmerhorn zum Eggishorn eine echte Herausforderung. Ein herrlicher Bergweg führt hoch über dem Grossen Aletschgletscher von der Bergstation Bettmerhorn hinunter zum Märjelensee. Mut braucht es für den Klettersteig am Eggishorn. Und nur mit Bergführern darf man sich zum Canyoning in die Massaschlucht wagen.
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Langweilig wird es niemandem

Langweilig wird es in der Aletsch Arena niemandem. Die Sonnenterrasse lässt sich auf über 100 Kilometer ausgeschilderten Wanderwegen gemütlich zu Fuß erkunden. Und wenn lange Aufstiege abschrecken, wagt man sich einfach mit Sesselliften oder Gondelbahnen in die Höhe. Auch sehr beliebt ist der Murmeltierlernpfad, zwischen der Sesselliftstation Schönbiel und dem Bettmersee, wo Besucher jeden Alters an vier Posten Interessantes über die putzigen Nagetiere erfahren. Und ist der Informationshunger noch nicht gestillt, gibt‘s auf dem Kultur- und Waldlernpfad weitere Nahrung. Von der Fiescheralp runter nach Fiesch führt der Gogwärgiweg. Kunstvoll handgeschnitzte Holzzwerge, die Gogwärgini, und überlieferte Zwergen-Geschichten aus dem Oberwallis laden zum Verweilen ein. Wem nach noch mehr Kultur zumute ist, der gönnt sich am besten eine Verschnaufpause auf der Riederfurka in der Villa Cassel. Wo einst Winston Churchill den Sommer verbrachte, ist nun das Pro Natura Zentrum Aletsch zu Hause. Mit interaktiven Ausstellungen werden das einzigartige UNESCO Welt­erbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch und die Tierwelt der ­Region nähergebracht. Im Alpengarten blühen im Verlauf des Sommers über 300 Pflanzenarten, und der geschützte Aletschwald mit seinen höchstgelegenen Arven und Lärchen Europas liegt ebenfalls vor der Tür des prächtigen viktorianischen Gebäudes. Ein absolutes Muss für jeden Kulturinteressierten: das alljährlich stattfindende Alpine Kino Open Air Aletsch vor der Villa. http://www.aletscharena.ch Unterirdisch. Zwischen Sion und Sierre liegt der größte befahrbare unterirdische See Europas. Die Wassergrotte ist gut erschlossen und kann auf einer Bootstour besichtigt werden, die Bootsführer vermitteln Informationen zur ­Geschichte der Höhle und der Geologie. In zehn Metern Höhe glänzen die verschiedenen Gesteinssorten, deren Formen sich auf der 6.000 Quadratmeter großen Seeoberfläche spiegeln. Im klaren Wasser schwimmen Forellen um die Wette, während die einzige wirklich Einheimische dieser unterirdischen Welt, die Pilzmücke, ihre Larven kopfüber an die Höhlenwände hängt. Der unterirdische See St-Léonard ist ein Erlebnis für sich. Das 300 Meter lange und gegen 20 Meter breite Unterweltgewässer gilt als Ort der Kraft und wird seit 1949 touristisch genutzt. Rund 80.000 Besucher werden pro Jahr in ­großen Booten über den See geführt. Als Erster soll der berühmte Höhlenforscher Jean-Jacques ­Pittard die Höhle erforscht haben. Wieder am Tageslicht, bietet die Terrasse vor der Grotte die besten Aussichten auf das Rhonetal und die Weinberge. http://www.lac-souterrain.com
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Geheimtipp Safran

Das Safrandorf Mund liegt in bevorzugter Sonnenlage auf 1.200 Metern über dem Meeresspiegel an der rechten Flanke des Rhonetals, inmitten des UNESCO Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. 15 Fahrminuten von der Agglomeration Brig-Glis-Naters entfernt, erleben Besucher hier ein hervorragendes Naherholungsgebiet, das idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ist. Im Einklang mit der Natur bietet das Safrandorf den Gästen eine intakte Landschaft mit atemberaubender Aussicht auf die Walliser Bergwelt. Das sonnenverwöhnte Bergdorf ist vor allem durch den Safran weltbekannt. Die Königin der Pflanzen kann unterhalb des Dorfes bewundert werden. Viel Wissenswertes über den Safran erfährt der Besucher beim Erkunden des Safranlehr­pfades. http://www.mund.ch Ein einmaliges Erlebnis ist der Sonnenaufgang auf dem Gornergrat auf 3.089 Meter Höhe. Ab Zermatt fährt die Gornergrat Bahn kurz vor dem Morgengrauen gemächlich durch mystische Arven- und Lärchenwälder. Die Silhouette des majestätischen Matterhorns ragt steil in den frühmorgend­lichen Himmel. Auf dem Gornergrat angekommen, erfreuen sich die Frühaufsteher an den ersten zarten Strahlen der Sonne. Von der Panorama-Plattform aus erleben sie, wie die Sonne die höchsten Berggipfel der 29 Viertausender rund um sie herum zu beleuchten beginnt. Anschließend lassen sich die Teilnehmer am Frühstücksbuffet im „3100 Kulmhotel Gornergrat“ verwöhnen. Auf Wunsch steht dann eine ­geführte Wanderung mit Wild­beobachtung auf dem Programm. Für Gruppen, die nicht ganz so früh aufstehen möchten, bietet sich das Pendant an, nämlich der Sonnenuntergang auf dem Gornergrat. Die Gastgeber vom „3100 Kulmhotel Gornergrat“ verwöhnen die Teilnehmer dabei mit dem Besten aus Küche und Keller. Inbegriffen in der Sunset-Dinner-Pauschale sind die Bahnfahrt Zermatt-Gornergrat-Zermatt und ein Drei-Gang Abendessen ohne Getränke. Die grandiose Rundum-Bergkulisse gibt’s obendrein und kostenlos dazu. http://www.gornergrat.ch
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Brig im Zentrum der Alpen

In wenigen Stunden sind Reisebusse in Zermatt, Chamonix, Stresa oder Interlaken, also ist Brig nicht nur die lebendigste Stadt des Wallis, sondern auch die am zentralsten gelegene. Besucher schätzen besonders das Stockalperschloss und die duftenden Rosen in seinem Garten. Danach ist klar, weshalb eine internationale Jury Brig zur Alpenstadt des Jahres 2008 gewählt hat. Brig ist eine Stadt mit Geschichte. Die Kelten hausten hier. Die Römer zogen vorbei. Die Alemannen wanderten ein. Der Große Stockalper, der so genannte Fugger der Alpen, ließ Paläste, Klöster und Kirchen bauen. Und Napoleon dann später die Straße über den Simplon, einen der schönsten Pässe der Alpen. Tipp für Besuchergruppen: Im Herzen von Brig gibt es eine schöne Gartenanlage. Mit der ­klaren Dreiteilung von Pavillon, Parterre, Baumgarten und Rebberg nimmt die Anlage die architektonische Formsprache des Schlosses auf. Im Baumgarten und Rebberg sind alte Walliser Sorten gepflanzt, das Parterre ist geometrisch bestückt mit Hecken­sträuchern und in den Reben und Grünflächen sind Primeln, Weinbergtulpen und Safran eingestreut. Eine 60 Meter lange Rosenpergola fasst den Pavillon ein. Drei Wasserelemente und Springbrunnen bereichern den Park. http://www.brig-belalp.ch

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