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Mut, Macht und Mythos

© Foto: dpa

Die Hanse. Als sich niederdeutsche Kaufleute aus Soest, Münster, Groningen und Lübeck im Jahr 1193 am Ufer des Flusses Newa trafen, ahnten sie noch nicht, dass sie hier eine mächtige Vereinigung gründen, die sich in den nächsten Jahrhunderten zum einflussreichsten Wirtschafts- und Städteverbund Nordeuropas entwickeln sollte.


Datum:
26.10.2018
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Das Europäische Hansemuseum Lübeck zeigt die facettenreiche Entwicklung des anfänglichen Kaufmannsbundes hin zu einer nordeuropäischen Großmacht mit einem Netz von über 200 Partnerstädten. Der Wage­mut der Hansekaufleute, das Leben in der Fremde, Reichtum, Prunk und Pracht sowie der alles Handeln bestimmende Glaube sind ebenso Thema der Ausstellung wie die endgültige Auflösung des einstigen Handelsnetzwerkes. Dabei wird den Besuchern die Möglichkeit gegeben, besondere Schlüsselereignisse der Hansegeschichte in rekonstruierten Szenen zu erkunden. So können sie zum Beispiel nachvollziehen, wie sich eben jenes legendäre Zusammentreffen an der Newa abgespielt haben könnte, während sie an zwei originalgetreu nachgebauten Koggen vorbeigehen. „Mit der Mischung aus rekonstruierten Szenen, wertvollen Exponaten und interaktiv vermitteltem Fachwissen bieten wir einen spannenden und sorgfältig recherchierten Einblick in die Hanse“, sagt die geschäftsführende Direktorin des Hansemuseums, Dr. Felicia Sternfeld.

Die Hanse ist die Summe ihrer Städte. Es lohnt sich also, den Blick auf die vielen Städte zu richten, die einst Teil des Handelsnetzwerks waren. Städte wie Hannover waren auf vielfältige Art und Weise mit anderen Hansestädten verbunden. Die Städte schlossen unter anderem gemeinsam Schutzbündnisse, führten vereint Boykotte und schlichteten untereinander Streit. Doch vor allem waren die Hansestädte über die Handelsprivilegien in den vier Kontoren London, Brügge, Bergen und Nowgorod miteinander verbunden.

Mit dem neuen Format „HanseHeroes – Alte Städte neu entdeckt“ rückt das Europäische Hansemuseum einzelne Hansestädte in den Fokus. Zahlreiche Städte berufen sich heute auf ihre hansische Vergangenheit. In Mini-Ausstellungen werden bekannte wie auch weniger bekannte Hansestädte als HanseHeroes vorgestellt als die Städte, die Hanse ausmachen. Den Anfang dieser neuen Reihe als HanseHero macht Hannover, die Präsentation ist noch bis 18. November 2018 im Burgkloster zu sehen.

Das besondere Highlight der Präsentation im Europäischen Hanse­museum ist ein Original aus dem Stadtarchiv Hannover, das exklusiv für das Projekt nach Lübeck ausgeliehen worden ist. Dabei handelt es sich um eine Einladungsliste zum Hansetag des Jahres 1556, die bis zur Aufarbeitung der Bestände in diesem Jahr unbekannt war. Das Archivdokument nennt 71 eingeladene Hansestädte aus den vier hansischen „Quartieren“. Auf der dritten Seite wird Hannover erwähnt, ein Beleg für die Hansezugehörigkeit im 16. Jahr­hundert. Das im Europäischen Hansemuseum vorgestellte Dokument zeigt, dass Hannovers Hansegeschichte noch nicht zu Ende geschrieben ist.

Ein besonderer Ausstellungsteil ist darüber hinaus die archäologische Grabungsfläche auf dem Areal. Sie erzählt von den Anfängen der Besiedlung um das Jahr 800 sowie der Stadtgründung Lübecks im Jahr 1143 und offenbart die neuesten Erkenntnisse zu der 1.200 Jahre alten Geschichte des historisch bedeutungsvollen Ortes, an dem das Europäische Hansemuseum entstanden ist.

(js)

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