Niedersachsen leuchtet

© Foto: Kai-Uwe Knoth/ddp

Bewegende Momente in ganz Niedersachsen: Feuerzauber in Hannover,eine Kanu-Tour durch die Übermorgenstadt und das Naturwunder Wattenmeer an der ostfriesischen Küste.


Datum:
26.01.2011

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Hannover? Die erste Assoziation ist da meistens wohl: Messestadt. CeBIT, Hannover Messe und ganz aktuell die IAA Nutzfahrzeuge. Dass Hannover aber auch touristisch einiges auf die Beine stellt, das wird oft übersehen. Ganz zu Unrecht übrigens, was zum Beispiel das alljährlich stattfindende Feuerwerkfestival in den Herrenhäuser Gärten beweist. Beste Unterhaltung und ein gemütliches Picknick auf dem Schloss-Rasen zur Einstimmung auf das Spektakel haben bereits Tradition. Ein vielseitiges Rahmenprogramm aus amüsanten Walk-Acts, mitreißender Live-Musik und fesselnden Shows aus Comedy, Artistik und Jonglage erwartet die Besucher. Feuerwerk-Fangruppen können sich bereits jetzt die Termine zum 21. Internationalen Feuerwerkwettbewerb in Hannover-Herrenhausen in ihren Kalender eintragen. Denn ab sofort stehen die fünf Wettbewerbs-Samstage für den nächsten Sommer fest! Den Startschuss wird – wie auch in den Jahren zuvor – der aktuelle Titelverteidiger am 14. Mai 2011 im Großen Garten in Herrenhausen geben. Die weiteren Termine: 25. Juni, 27. August, 10. und ­24. September 2011.
© Foto: Nigel Treblin/ddp

Hinter den Kulissen der Autostadt

Ein blasses orangefarbenes Licht fällt von den Tresen der Garderobe in den Raum des alten Volkswagen-Kraftwerks, das sich mit seinen vier imposanten Schornsteinen am Mittellandkanal in den Himmel erhebt. Bis heute versorgt die Anlage, die VW-Käfer-Erfinder Ferdinand Porsche im Jahr 1939 in Betrieb nahm, vor allem die Stadt Wolfsburg und das Volkswagen-Werk mit Strom und Wärme. Für ein paar Wochen im Jahr allerdings geht es im ­Inneren des südlichen Teils nicht allein um Energieversorgung. In dieser Zeit wird der denkmalgeschützte Bau zu einer unglaublichen Festivalkulisse: Willkommen zu Movimentos! Damit der alte Industriebau den Tanz-Kompanien modernste Technik bieten kann, sind im Vorfeld der Movimentos-Wochen durchschnittlich mehr als 100 Mitarbeiter am Tag im Einsatz. Allein für die Bühne müssen 439 Scheinwerfer montiert werden. Hinzu kommen weitere 775 Scheinwerfer im gesamten Besucherbereich. Daraus ergibt sich eine erforderliche Kabellänge von rund 42 Kilometern. Weitere rund zwölf Kilometer Kabel werden zudem für die Audio- und Videotechnik benötigt. Bis alles an Ort und Stelle ist, werden insgesamt rund 180 Tonnen Material allein für Bühne und Tribüne bewegt. Die Stahlkonstruktion der insgesamt 278 eingebauten Treppenstufen hat ein zusätzliches Gewicht von 25 Tonnen. Im elften Jahr des Bestehens der Autostadt finden die Movimentos Festwochen 2011 zum neunten Mal statt. Phaeno: Wasser marsch! Ein chaotischer Wasserstrahl entzückt durch unvorhersehbare Formen, ein Wassertornado verschluckt Bälle und eine riesige Wasserskulptur erzeugt seltsam vertraute Klänge. Wie kunstvoll und inspirierend Wasser sein kann, zeigt seit Mai 2010 der Ausstellungsbereich „Element Wasser“. Auf einer Fläche von über 250 Quadratmetern werden physikalische, technische und ästhetische Aspekte des nassen Elements nahegebracht. Viele Stationen des neuen Wasserbereichs halten verblüffende physikalisch-technische Experimente und paradoxe Phänomene bereit, die besonders zum Staunen und neugierigen Forschen anregen. Schon für jüngste Besucher interessant – das Paradoxum Herons Fountain: Scheinbar automatisch füllt eine Fontäne ein Wasserbecken, dessen Ablauf wiederum die Fontäne in Gang hält. Faszinieren wird auch eine Wasserscheibe, geformt aus zwei aufeinandertreffenden Wasserstrahlen oder ein drei Meter langer, laminarer Wasserstrahl, der sich erst beim Anfassen von einem festen Glasstab unterscheiden lässt. Für alle Besucher, ob jung oder alt, gilt: wasserfeste Kleidung oder Wechselkleidung nicht vergessen!
© Foto: David Hecker/ddp

Guten Übermorgen in Oldenburg!

Die 160.000 Einwohner zählende Universitätsstadt in der Nähe von Bremen nennt sich selbstbewusst „Übermorgenstadt“. Besuchergruppen erleben die moderne und zugleich sympathische niedersächsische Stadt mit einer bezaubernden Altstadt und einem reizvollen Hinterland. Einfallsreiche Stadtbesichtigungen machen mit der „Übermorgenstadt“ vertraut. So kann man Oldenburg aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernen: Mit dem Kajak geleiten wellenerprobte Tourenführer die Besucher sicher durch die weit verzweigten Wasserstraßen Oldenburgs und berichten unterwegs allerlei Wissenswertes aus Oldenburgs Geschichte und Kultur. Eine spannende Tour nicht nur für Wassersportler, die abseits der klassischen Fußwege den Spuren der Geschichte folgen möchten. Die alten Burggräben, das malerische Staatstheater und der Heiligengeistwall aus Froschperspektive machen Lust auf mehr. Ein kleiner Tipp: Sportliche und warme Kleidung sind zu empfehlen. Die Ausrüstung wird natürlich gestellt und die Teilnehmer müssen schwimmen können. Ebenfalls ungewöhnlich das Programm „Straßenkrimi in der Übermorgenstadt“. Genau das Richtige für Gäste, die Tatort, Derrick & Co. mögen. Gruppen ermitteln in einem kleinen Team in Sachen Mord, befragen Zeugen, sammeln Beweise und überführen am Ende nicht nur den Täter, sondern lernen so auf ganz ungewohnte Weise Oldenburg kennen. Für diese und weitere Angebote der „Übermorgenstadt“, speziell für Gruppen- und Busreiseveranstalter, steht das Team der Oldenburg Tourismus & Marketing GmbH zur Verfügung.
© Foto: David Hecker/ddp

Wattenmeer ahoi!

Das Wattenmeer Niedersachsens gehört zu den größten Wattgebieten der Erde und wurde von der UNESCO als Weltnaturerbe eingestuft. Weil das Wattenmeer so groß ist und weil hier so viele verschiedene zusammenhängende Lebensräume zu finden sind, ist das Gebiet von unschätzbarem Wert für sehr viele Pflanzen- und Tierarten. Auf den Wattplaten hört man das scharfe „Tepiet, Tepiet“ der Austernfischer, die mit ihren langen Schnäbeln den trockengefallenen Meeresboden durchsuchen. Aus dem Wattboden hört man das leise Knistern der Schlickkrebse, die im nassen Schlick wühlen. Die typischen Wurmhaufen vor den Füßen sind die stillen Zeugen der Vorgänge unter dem Sand. In den flachen Wasserpfützen zwischen den Miesmuschelbänken flitzen Garnelen in alle Richtungen davon. Tritt man hier hinein, ergreift ein verborgener Plattfisch gerade noch rechtzeitig die Flucht. In der Ferne, aus einer tiefen Rinne, steckt ein neugieriger Seehund seinen Kopf aus dem Wasser. Im Wattenmeer leben rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten – von einzelligen Organismen bis hin zu Fischen, Vögeln und Säugetieren. Für die zehn bis zwölf Millionen Zugvögel, die jährlich einen kurzen oder längeren Zwischenstopp im Wattenmeer einlegen, ist es eine unverzichtbare Tankstelle. Dies verleiht dem Wattenmeer seine weltweite und unschätzbare Bedeutung. Rund 50 Infozentren in der Weltnaturerbe-Region bieten ein weit gefächertes Angebot an Informationsveranstaltungen und Aktivitäten – von der Wattwanderung bis hin zur Salzwiesentour. Im deutschen Teil des Weltnaturerbe-Gebiets werden Aktivitäten von Unternehmen oder Organisationen angeboten, die als „Nationalpark-Partner“ ausgezeichnet sind. Diese Nationalpark-Partner haben sich zum Ziel gesetzt, die faszinierende Wattenmeer-Natur zu schützen. Sie sind mit den Schutzzonen und den Regeln vertraut und arbeiten eng mit der Nationalparkverwaltung zusammen. Die zertifizierten Betriebe und Verbände verpflichten sich, strenge Umwelt- und Qualitätskriterien zu beachten und damit ihren Beitrag zum Erhalt des Wattenmeeres zu leisten.

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