UNESCO-Hopping in Polen

© Foto: ddp/Lennart Preiss

Das UNESCO-Welterbe zählt zu den wertvollsten Schätzen der Menschheit. 13 Bauwerke und Landschaften in Polen schafften es in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes. Die Palette reicht von Schlössern über Bergwerke bis zum Nationalpark.


Datum:
27.09.2010

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Polen trat das erste Mal 1978 dem ausgewählten UNESCO-Kreis bei. Internationale Experten haben damals die Altstadt von Krakau (Foto), ihre wunderbare, seit dem Mittelalter nicht geänderte städtebauliche Struktur gewürdigt. Danach wurden weitere altstädtische Komplexe in die Liste aufgenommen: Warschau, Zamosch und Thorn. Die polnische Hauptstadt gewann die Anerkennung dank dem hervorragenden Wiederaufbau der Altstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Zamosch bezauberte mit seiner Renaissance-Architektur und Thorn mit seiner allgegenwärtigen Gotik. Auch Marienburg, der ehemalige Sitz des Deutschen Ordens und zugleich eine der größten gotischen Festungen der Welt, steht unter UNESCO-Schutz. Auf der Liste dürfen aber auch die Gotteshäuser nicht fehlen. Neben den sechs hölzernen Kirchen von Ma?opolska und Podkarpacie sowie der Kapelle in Kalwaria Zebrzydowska, hielten auch die Friedenskirchen in Schweidnitz und Jawor ihren Einzug ins Welterbe. Sie verdanken ihren Namen dem Frieden nach dem Dreißigjährigen Krieg, als der Kaiser den schlesischen Protestanten den Bau von Kirchen erlaubte.
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Magisches Wieliczka

Zu den Naturschätzen zählen der Nationalpark Belowescher Heide, der am besten erhaltene Urwald in diesem Teil Europas und der an der deutsch-polnischen Grenze liegende Muskauer Park, eine wun­derschöne Parkanlage im englischen Stil. Einer ganz anderen Kategorie gehört das Konzen­trations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau an, das traurige Zeugnis der Tragödie von Hunderttausenden Juden, Polen, Roma und Opfern anderer Nationalitäten. Das neueste Denkmal auf der Polen-UNESCO-Liste ist seit 2006 die Jahrhunderthalle in Wroc?aw/Breslau. Die Halle wird als ein Standardwerk der modernen Architektur des deutschen Architekten Max Berg bezeichnet, der Anfang des 20. Jahrhunderts eine neuartige Konstruktion aus Stahlbeton schuf. Ein weiterer magischer Ort ist das Salzbergwerk Wieliczka – der älteste mittelalterliche Industrie­betrieb Polens, der sich besonders gut für Gruppenbesichtigungen eignet. Schon zur zweiten UNESCO-Weltkulturerbe-Konferenz wurde dieses Salzbergwerk in die Liste aufgenommen. Zusammen mit der nahe gelegenen Bochnia ist es eines der ältesten Steinsalzbergwerke der Welt. Beide sind bis heute in Betrieb. Der Besucherpfad führt über drei ­Kilometer durch insgesamt 20 große Kammern, die in Tiefen von 64 bis 135 Metern eingerichtet wurden. Das Bergwerk von Wieliczka hat neun Ebenen, von denen die erste in einer Tiefe von 64 Metern liegt. Die unterste befindet sich in einer Tiefe von 327 Metern. In das Bergwerk gelangt man von der Danilowicz-Straße in Wieliczka. Busreisegruppen sind herzlich willkommen.

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