Weißblaues Bayern

© Foto: ddp/Steffi Loos

Bayern ist ein Dauerbrenner! Hax‘n mit Kraut, Bierseeligkeit auf dem Oktoberfest,malerische Berge und Seen in feinster Bilderbuchidylle, Bayern lässt kein Klischee aus für seine erfolgreiche Selbstvermarktung. Das klappt. Weltweit. Auch bei Gruppen.


Datum:
23.09.2010

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Die Hotelpreise in und um München zu Zeiten des Oktoberfestes liegen mittlerweile höher als bei Weltmessen in anderen europäischen Großstädten. Die Preise und Buchungsbedingungen für Oberammergau überraschen immer wieder aufs Neue mit einer extremen Realitätsferne. Dennoch sind beide Events stets restlos ausgebucht. Die Wies‘n jedes Jahr, Oberammergau alle zehn Jahre. Wer sich darüber ärgert, dem kann geholfen werden, denn Bayern findet jeden Tag statt! Auch das passt gut zum Klischee: Das Wetter ist immer gut in Bayern, auch wenn die deutschlandweite Sonnenstunden-Statistik anderes erzählt. Wenn es denn also ausnahmsweise doch mal regnen sollte, dann ist das zumindest in München gar kein Problem, denn es gibt ja die Bavaria Filmstadt. Die Welt von Film & Fernsehen. Eine Führung durch die Filmstadt vermittelt in rund 90 Minuten alles über große Kino-Highlights und spannende TV-Dauerbrenner, bekannte Kulissenstraßen und Drehvillen. Brandaktuell ist 2010 das Dorf „Flake“ mit dem stolzen Segler aus Bullys Publikumsmagnet „Wicki und die starken Männer“. Übrigens, der tapfere Wicki wird 2011 wieder mit neuen Abenteuern auf große Fahrt gehen. Spannend geht es bei der Stunt Show zu: Tollkühne Stuntleute, aufregende Verfolgungsjagden, menschliche Fackeln und explosive Spezial­effekte – in der Bavaria Stunt Show demonstrieren die Doubles bekannter Schauspieler, wie sie in Actionszenen Kopf und Kragen riskieren. Besonders beliebt ist Michael Bully Herbigs 3D-Ride „Lissi und die wilde Kaiserfahrt“, für die Gäste der Filmstadt ein Abenteuer für alle Sinne. Begleitend zur rasanten Snowboardfahrt mit der charmanten Lissi auf der Leinwand bewegen sich die Kinositze, es gibt jede Menge ­Spezialeffekte und das beeindruckende Iosono Soundsystem.
© Foto: DZT

Jede Menge Kunst

Mit dem neuen Museum Brandhorst erfährt das Münchner Kunstareal einen bedeutenden Zugewinn. In Verbindung mit der Sammlung der Pinakothek der Moderne wurde das facettenreiche Profil der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts eindrucksvoll erweitert. Die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst ist seit Mai 2009 in dem faszinierenden, von Sauerbruch Hutton entworfenen Bau der ­Öffentlichkeit zugänglich. Architektur und Werke prägen gemeinsam als kulturelle Standortfaktoren eine weitreichende Ausstrahlung. Vor allem bieten die Gemälde, Skulpturen und Installationen ästhetische Erfahrungsmöglichkeiten von ungewöhnlicher Präsenz und Vielfalt wie kaum eine andere Sammlung privaten Ursprungs in Deutschland. Die Sammlung Brandhorst umfasst heute über 700 Werke und ist unbedingt einen Besuch wert – nicht nur bei Regen. Es muss nicht immer München sein. Eindrucksvolle Romanik, himmelstrebende Gotik und verspielter Barock erleben Bayern-Besucher in Straubing. Prächtige Kirchen zeugen vom Herzen Altbayerns und seiner Kunstsinnigkeit. So zum Beispiel die spät­gotische Stadtpfarrkirche St. ­Jakob, sie beherbergt unter anderem das farbenfrohe Mosesfenster nach einem Entwurf von Albrecht Dürer. Farbenfroh präsentieren sich auch die imposanten Bürgerhäuser auf dem weitläufigen Straubinger Stadtplatz, einer typischen altbayerischen Stadtanlage aus dem Mittelalter. Aus dieser Epoche stammt auch Straubings älteste Kirche, die romanische Basilika St. Peter. Sie ist umgeben von einem der stimmungsvollsten Friedhöfe im deutschsprachigen Raum und drei gotischen Kapellen. Verspielten, anmutigen Barock finden Besucher dagegen in der Klosterkirche der Ursulinen, dem letzten gemeinsamen Werk der Gebrüder Asam. Gewöhnlich ist neben jeder Kirche auch ein Gasthaus zu finden. Rund um den Straubinger Stadtplatz gibt es eine Menge schöner, gemütlicher Lokale und Biergärten, wo echte bayerische Schmankerl serviert werden.
© Foto: Pohmann

Vorschau auf das Glanzlicht 2011

Im kommenden Jahr steht in Straubing ein ganz besonderes Glanzlicht auf dem Programm: Bei den Agnes-Bernauer-Festspielen wird vom 24. Juni bis zum 24. Juli das Mittelalter wieder lebendig. Im Innenhof des Herzogsschlos­ses bringen dann 200 Laienschauspieler die Geschichte um Leben und Tod der Agnes Bernauer auf die Bühne. Sie war die unstandesgemäße Ehefrau von Herzog Albrecht III. Weil Kinder aus dieser Ehe nicht erbberechtigt gewesen wären, ließ Albrechts Vater, Herzog Ernst, die unerwünschte Schwiegertochter als Zauberin bei Straubing in der Donau ertränken. Die Festspiele werden durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm ergänzt, Karten für das Freilichtspiel gibt es ab Winter 2010. Von der Donau nach Oberbayern, denn bei einem typischen Bayern-Besuch darf Hochgebirge und Alpenglühen nicht fehlen. In nur zehn Minuten geht es mit der Karwendelbahn vom oberbayerischen Mittenwald auf stolze 2.244 Meter Seehöhe. Dort genießt man einen erhebenden Rundumblick auf die Alpenwelt Karwendel. Zu Füßen der Besucher liegen das sanfte Tal der Isar, die sich in Richtung München schlängelt, die Wetterstein-Ausläufer und kleine funkelnde Seen. Neuerdings kann man das Alpenglühen am Karwendel genießen. Von Juli bis September fährt die Karwendelbahn bis abends um 19.30 Uhr. Spannend ist ein Besuch in Deutschlands höchstem Natur-­Informationszentrum direkt an der Bergstation der Karwendelbahn. Das riesige „Fernrohr“ schwebt beinahe über der Felskante, 1.300 Meter tief fällt der Blick von dort ins Isartal. Drinnen im „Fernrohr“ entführt eine Ausstellung mit virtuellem Donnerwetter in den Lebensraum Hochgebirge. Mit rund 900 Qua-drat­kilometern ist das Karwendel das größte Schutzgebiet der nördlichen Kalk­alpen. Adler und Murmeltiere ­leben hier ebenso wie seltene ­Alpenschneehühner, die man an der Rückseite des „Fernrohrs“ beobachten kann. Per Wendeltreppe geht es in den Medienraum, wo Naturfilme laufen, wie etwa die „Isar“. Die bayerische Lebensader entspringt nämlich gleich im nächsten Tal nördlich der Karwendelbahn, auf Tiroler Seite. Die Besucher nehmen hier nicht nur ein unvergessliches Erlebnis mit, sondern auch Motivation, die sensible Natur zu schützen. Gruppen sind auf der großzügigen Terrasse der Berggaststätte als gemütliche Genießer und Sonnenanbeter herzlich willkommen. Die Bahn fährt täglich von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr, von Juli bis September bis 19.30 Uhr. Die Berg- und Talfahrt mit der Karwendelbahn kostet 22,00 Euro, Gruppen erhalten jedoch starke Ermäßigungen. Der Eintritt ins Natur-Informationszentrum ist frei, geführte Rundgänge werden auf Voranmeldung angeboten.
© Foto: ddp/Jörg Koch

Zu Füßen des Karwendels

Zu Füßen des Karwendels liegt unten im Isartal Mittenwald mit seiner charmanten Fußgängerzone, mit Lüftlmalerei bemalten Häusern und dem Geigenbaumuseum. Lustig ist eine Führung durch die höchstgelegene Privatbrauerei Deutschlands. Im September kommen im höchsten Luftkurort der Bayerischen Alpen die Ziegen und Schafe der Umgebung bei einem großen Almabtrieb zusammen. Auf der Goas-Alm kann man Ziegenmilcheis probieren, und die Gröbl-Alm bittet Besucher in die hauseigene Schnapsbrennerei. Das Salzbergwerk Berchtesgaden bietet seinen Gästen seit letztem Jahr ein neues Abenteuer: Auf ­einer ungefähr 800 Meter langen Route um das Bergwerk erleben die Besucher den spannenden Themenweg „Salzi’s Schatzsuche“. Zwischen 45 und 60 Minuten dauert die Suche nach dem weißen Gold. Der Themenweg „Salzi’s Schatzsuche“ ist ein spannender Lernparcours rund um das Salzbergwerk Berchtes­gaden. Salzi ist der gute Geist und das Maskottchen des Bergwerks. Seinen Spuren folgen die Besucher. Die Suche nach dem weißen Gold führt sie durch einen alten Stollen und am Pulverturm vorbei zur Aussichtsplattform und bietet interessante Einblicke in die Welt des Salzes sowie eindrucksvolle Ausblicke auf die Stadt Berchtesgaden. An jeder Station warten Rätsel und Geheimnisse, die es zu lösen gilt. Mit der Schatzkarte und dem richtigen Lösungswort erhält jeder Teilnehmer am Ende der Schatzsuche eine Belohnung und nimmt zusätzlich an einem Gewinnspiel teil. Alternativ ermöglicht die SalzZeitReise eine von Bergmännern geführte Abenteuerreise in die verborgene Welt des Salzes, durch eines der ältesten aktiven Bergwerke Europas.Besonders beliebt bei Gruppen ist auch der SalzZeitShop. Im modernen Ambiente des umfangreich überarbeiteten Shops erfahren die Besucher zum Beispiel, wie die Alpensole-Produkte aus der Heilquelle in Bad Reichenhall bei Atemwegs­erkrankungen oder Aller­gien Linderung verschaffen. Einige Produkte können die Gäste sogar vor Ort am so genannten „Pastillomat“ testen und nach Belieben ausprobieren.

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