„Wohlauf, die Luft ...“

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"… geht frisch und rein, wer lange sitzt, muss rosten." – Mit diesem Vers beginnt das Frankenlied, das die Franken bei vielen Gelegenheiten regelmäßig vergnügt trällern. Im weiteren Verlauf der „Frankenhymne“ werden die einzigartige Natur, der gute Wein und der andauernde Sonnenschein gelobt. Es ist Zeit, sich einmal selbst davon zu überzeugen.


Datum:
29.11.2019

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Franken, vor allem der unterfränkische Teil am nord-westlichen Ende Bayerns, ist für seine hervorragenden Weine bekannt. Dem Frankenwein in all seinen Arten können Gruppenreisende sowohl aktiv als auch genussvoll begegnen. Zu entdecken gibt es hier eine mehr als tausendjährige Weinbautradition, große Gewächse in der für Franken typischen Flaschenform, dem Bocksbeutel, und natürlich die Winzer selbst, die mit Herzblut und Einsatz ihrer Arbeit in den zum Teil sehr steilen Weinbergen nachgehen. Das Weinanbaugebiet Franken erstreckt sich insgesamt über rund 6.000 Hektar Rebflächen von Bamberg bis Aschaffenburg. Hauptsächlich gedeihen die Weine auf den geschützten Lagen entlang des Mains sowie an den Hängen des Steigerwalds.
Nicht nur Naturliebhaber, die die fränkischen Weinlagen „erwandern“ möchten, kommen in Franken voll auf ihre Kosten. So gibt es beispielsweise verschiedene Weinwanderwege, die durch die verschiedenen Weinberge führen und immer wieder die schöne Möglichkeit bieten, an „Genussstationen“ haltzumachen.  Die „WeinKultTour“ beispielsweise führt Weinfreunde durch die Natur der unterfränkischen Ortschaften Lindach, Zeilitzheim, Gaibach, Stammheim und Kolitzheim und bringt auf vielfältige Weise die Reichhaltigkeit des Wein- und Kulturlandes in dieser Region zum Ausdruck. Abwechslungsreich führt der rund 25 Kilometer lange Weg dabei über Wiesen und Weinberge, zu Spargelfeldern und Streuobstkulturen. Während der Tour finden Wanderer zudem Sitz- und Rastplätze, die einen wunderbaren Blick über die Landschaft zulassen. Außerdem können Interessierte an bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Barockschloss in Zeilitzheim, der Kreuzkapelle, der Konsti­tutionssäule oder beim größten Bocksbeutel der Welt in Stammheim einen Zwischenstopp einlegen.
Auf den Spuren eines echten Silvaner-Pioniers wandeln Wanderer hingegen auf dem Abt-Degen-Steig am Südhang der Haßberge. Abt Degen soll erstmals im 17. Jahrhundert eine Silvanerrebe nach Franken gebracht haben, wo sich die widerstandsfähige Rebe erfolgreich kultivierte und heute als die fränkische Rebsorte schlechthin gilt. Der Abt-Degen-Steig lässt sich in Touren von fünf bis 25 Kilometern einteilen, sodass Wanderer zwischen allen Schwierigkeitsstufen auswählen können. Selbst für mobilitätseingeschränkte Personen ist eine barrierefreie Wanderung auf dem Steig an bestimmten Stellen möglich. www.franken-weinland.de

„Lass’ Dich (ver-)führen!”, unter diesem Motto können Frankenbesucher gemeinsam mit den Gästeführern „Weinerlebnis Franken“ die wunderschöne Landschaft Frankens zu jeder Jahreszeit entdecken. Weinfranken – das ist Kultur, Natur und Lebenslust. Die Gästeführer sind eine Gruppe ausgebildeter Franken, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft für dieses besondere Fleckchen Erde gerne mit Besuchern teilen. Mit ihnen ist es möglich, hinter die Kulissen von Weinbaubetrieben zu blicken, in Franken und seine Kultur einzutauchen und deren Heimat von Grund auf kennenzulernen. 
Besonders sind in Franken die sogenannten magischen Orte des Frankenweins. Die Terroir-F-Punkte, wie sie offiziell heißen, sind Orte, die auf einzigartige Weise die Vielschichtigkeit der Region ausstrahlen, die Besucher im Gedächtnis behalten und deren Ausblick den Besuchern den Atem raubt. Wer solch einen magischen Ort in Franken einmal entdecken möchte, ist bei den Gästeführern Weinerlebnis Franken genau richtig. Sie bieten unter anderem Führungen zum Terroir F im Apostelgarten in Alzenau-Michelbach oder zum Terroir-F-Punkt in Eibelstadt. Dort erfahren die Teilnehmer alles rund um die Geschichte und Entstehung der magischen Orte des Frankenweins. Derzeit gibt es insgesamt 15 solcher Terroir-F-Punkte.
Neben den Gästeführungen zu den magischen Orten des Frankenweins haben die Gästeführer Wein­erlebnis Franken noch viele weitere spannende Touren – auch mehrsprachig – in petto. www.gaestefuehrer-weinerlebnis.de

Bier schmeckt überall. Während im unterfränkischen Teil klar der Wein im Mittelpunkt steht, ist es im oberfränkischen Teil das Bier. Denn nirgendwo sonst in Europa ist die Brauereidichte so groß wie hier. Franken gilt als Heimat der Biere. Um das flüssige Gold, wie es gemeinhin auch ab und an genannt wird, zu genießen und zu feiern, gibt es in Franken eine große Anzahl an urigen Brauereiwirtschaften, traditionelle Biergärten unter riesigen Kastanien und in den Brauereikellern sowie viele Feste rund um das Bier.
Wer etwas über die fränkische Bierbrauergeschichte lernen möchte, ist hingegen im fränkischen Brauereimuseum in Bamberg genau richtig. Hier werden die Besucher in fünf Abteilungen vom Sudvorgang bis zur Abfüllung des Bieres unterhaltsam über dessen Entstehung informiert. Das Sudwerk diente der Bierwürzevorbereitung, dem Maischen, Läutern und Würzekochen. Über eine umfangreiche Sammlung von Bierwerbeartikeln gelangen die Besucher in die Hopfen abteilung, wo sich alles um das Gewürz des Bieres dreht. Unter dem Motto „Vom Halm zum Malz“ wird in der Mälzerei alles zur Verarbeitung der Gerste beim Brauvorgang erzählt. In den Gär-, Lager- und Eiskellern reifte das Bier bis zur Genussfähigkeit heran, bis es nach der Filtration in Fässer und Flaschen abgefüllt wurde. Das Brauereimuseum auf dem Michaels­berg in Bamberg hat von April bis Oktober geöffnet. Gruppenführungen sind jedoch nach Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.
Auch Bier- und Brauereiführungen geben interessante Einblicke in die Handwerkskunst des Bierbrauens. Ideal für Reisegruppen sind die „Biererlebnistage“. Hier stehen exklusive Brauereiführungen oder Anzapfkurse auf dem Programm. www.franken-bierland.de

300 Jahre Würzburger Residenz. Die Würzburger Residenz ist als ehemalige Residenz der Würzburger Fürstbischöfe und als UNESCO-Weltkulturerbe ein echter Besucher­hotspot in der unterfränkischen Stadt. Würzburg und das imposante Bauwerk, das von dem berühmten Baumeister Balthasar Neumann entworfen und gebaut wurde, haben im kommenden Jahr einiges zu feiern. Dann jährt sich die Grundsteinlegung der Residenz im unterfränkischen Würzburg zum 300. Mal.
Anlässlich dieses besonderen Jubiläums wird die Bayerische Schlösserverwaltung zu einer Jubiläumswoche einladen. Diese findet vom 18. bis zum 24. Mai 2020 in Würzburg statt. Im Rahmen der Jubiläumswoche sind zahlreiche Veranstaltungen sowie ein Familientag geplant. Höhepunkt der Feierlichkeiten werden die beiden Residenznächte sein, bei denen sich Teilnehmer unter anderem auf herausragende Musik und Führungen freuen können. Karten für diese Events sind bereits verfügbar. Die Jubiläumswoche findet ihren Abschluss in einem Pontifikalgottesdienst im Würzburger Dom. www.residenz-wuerzburg.de

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„Wohlauf, die Luft ...“ - Teil 2

Faszination Weltkulturerbe. Bamberg ist facettenreich und gerade diese Eigenschaft macht die Stadt für viele Besucher so interessant. In der Bergstadt präsentiert sich Bamberg als das fränkische Rom, die Inselstadt mit Klein Venedig und der Fußgängerzone ist die lebendige Mitte und die Gärtnerstadt ein echtes Unikat. Die Stadt selbst bietet eine große Auswahl an unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten. Den Besuch des Kaiserdoms St. Peter und St. Georg sollten Bamberg-Besucher beispielsweise unbedingt einplanen. Schon 1002 ließ Kaiser Heinrich II. den Dom in Bamberg errichten, der nach einer unglaublich kurzen Bauzeit von nur zehn Jahren 1012 fertiggestellt wurde. Allerdings brannte dieses Gotteshaus, ebenso wie sein Nachfolgebau, nieder. Der dritte Bau, der sowohl Stilelemente der Spätromanik und Frühgotik aufweist, hat bis heute überdauert. Sehenswert sind das Hochgrab des heiligen Kaiserpaares Kunigunde und Heinrich II., das von Tilmann Riemenschneider gestaltet wurde, der mysteriöse „Bamberger Reiter“, der Marienaltar und das Papstgrab von Clemens II. Gruppenführungen durch den Dom sind unter der Woche jederzeit auf Anfrage möglich. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sind Domführungen für Gruppen hingegen untersagt. Geöffnet hat der Bamberger Dom in den Sommermonaten von April bis Oktober täglich bis 18.00 Uhr. In den Wintermonaten von November bis März gelten hingegen verkürzte Einlasszeiten. Bamberg und seine Altstadt wurden vor Jahren in den Stand eines UNESCO Weltkulturerbes erhoben. Wer mehr über die Besonderheiten des Welterbes „Altstadt von Bamberg“ erfahren möchte, ist im Welterbe-Besucherzentrum im Herzen der Altstadt genau richtig. Die Dauerausstellung im Besucherzentrum orientiert sich an den drei – anfangs genannten – Siedlungszentren, die bei der Stadtgründung im Mittelalter miteinander verbunden wurden. Auf anschauliche Weise möchte die Ausstellung historische Sachverhalte zur Bergstadt mit ihrer Domburg, zur Inselstadt mit ihren Mühlen und zur Gärtnerstadt mit ihrem urbanen Gartenbau vermitteln. Neben Hörstationen, Filmen und digitalen Anwendungen laden ein Samenrad und das Stadtmodell zum interaktiven Kennenlernen ein. www.bamberg.info Heiliger Berg der Franken. Das Kloster Kreuzberg ist in der landschaftlich reizvollen Rhön, die Biosphärenreservat ist, auf dem 928 Meter hohen Kreuzberg, der auch „Heiliger Berg der Franken“ genannt wird, zu finden. Von seinem Gipfel eröffnet sich der Rundblick weit in das fränkische Land, die Hessische Rhön, den Thüringer Wald und den Spessart. In den Jahren 1681 bis 1692 errichteten Franziskaner-Mönche die heutige Wallfahrtskirche zusammen mit einem Kloster auf dem Kreuzberg. Seit dieser Zeit ist der Kreuzberg ein viel besuchter Wallfahrtsort und auch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde. Vor allem die Klostergaststätte, in der das klostereigene Bier ausgeschenkt wird, lockt jährlich eine Vielzahl an Besuchern. Gruppenreisende, die Franken besuchen, sollten sich diesen besonderen Ort auf keinen Fall entgehen lassen. www.kloster-kreuzberg.de

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