22.10.2014ZeUS-Projekt: Zwei Irizar Elektrobusse für Barcelona

Im Rahmen des ZeEUS-Projekts werden die beiden Irizar i2e in den Langzeittestbetrieb des Verkehrsunternehmens Transports Metropolitans de Barcelona (TMB) aufgenommen.

Der Vertrag mit TMB beinhaltet die Übernahme und den Kauf der beiden Fahrzeuge nach Abschluss der Probezeit. Großer Wert wurde darauf gelegt, möglichst viele Komponenten für das rein elektrisch betriebene Fahrzeug in Spanien zu entwickeln. So waren bei der Konstruktion des Busses unter anderem ­beteiligt: Hispacold, ein Hersteller von Klimaanlagen, Jema, ein auf Elektronik-Komponenten spezialisiertes Unternehmen, Datik, ein Technikunternehmen, das intelligente Transportlösungen entwickelt, Masats, ein Hersteller von Zugangssystemen, und Creatio, das F+E Zentrum der Gruppe (Forschung und Entwicklung).

Die Wiederverwertbarkeit seiner Bestandteile ist ein weiteres Merkmal des i2e. Seine Konstruktion erfolgte unter Einbeziehung von Ecodesign-Prinzipien, also der Anwendung von Umweltkriterien bereits bei der Entwicklung des Fahrzeuges. Das Ziel des Irizar i2e war, eine hohe Reichweite mit nur einer Aufladung zu erreichen. So will der Hersteller einen Radius von 200 bis 250 Kilometern garantieren, das entspricht einer Fahrzeit von 14 bis 16 Stunden täglich. Die Ladezeit soll dabei gerade einmal fünf Stunden betragen.

Um solche Werte zu erzielen, bedarf es natürlich angepasster Systeme. So hat der Bus eine Nennleistung von 230 kW. Die Batterien des i2e sollen eine Lebensdauer von zehn Jahren besitzen und sind zu 99 Prozent wiederverwertbar. Die von Jema für den Bus entwickelte Energiespeicherlösung ist eine Hybrid-Kombination von Batterien und Superkondensatoren. Ein solches System hilft, anfallende Bremsenergie vollumfänglich wieder in das Fahrzeug einzuspeisen und auch wieder schnell verfügbar zu machen. Die Superkondensatoren werden bei 125 V ausgelegt. Die Batterien kommen aus der Schweiz, dabei handelt es sich um So-Nick-Batterien (Natrium-Nickel) mit einer Gesamtleistung von 376 kWh und einer Nennspannung von 600 V/650 V. Diese kosten weniger als vergleichbare Lithium-Ionen-Akkus. Um den Energieverbauch so gering wie möglich zu halten, werden auch Techniken wie eine Vorklimatisierung im Depot eingesetzt, hierbei fährt der Bus bereits heruntergekühlt auf die Strecke. Ein sogenannter Eco-Assistent soll den Fahrern ein unmittelbares Feedback über die Fahrweise geben und unterstützend eingreifen. Der Irizar i2e ist bereits für Kunden erhältlich. Mehr Infos unter http://www.irizar.com. (ah/sab)



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