24.08.2009Auf grünem Weg: Volvo-Hybrid

Anfang 2010 soll es endlich soweit sein: Dann will Volvo einen Hybrid-Stadtbus serienmäßig anbieten können. Derzeit laufen die ersten erfolgversprechenden Test-Einsätze bei Kunden.

Die Verbrauchswerte können sich sehen lassen. 32 Prozent Diesel­einsparung im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselbus hat der Volvo 7700 Hybrid bisher eingefahren, der in Göteborg im Rahmen eines Feldversuchs unterwegs ist. Weitere sechs Hybrid-Doppeldecker Volvo B5TL rollen seit Juni durch London, hier scheinen sogar noch höhere Einsparungen möglich. Das klingt interessant, noch spannender aber wird es, wenn man sich einmal das Hybrid-Konzept von Volvo in seiner Gesamtheit betrachtet. Denn die Schweden legen enormen Wert auf ein ­praxistaugliches Fahrzeug, auf einen Bus, den Verkehrsunternehmen kaufen, um damit sowohl Kraftstoff einsparen zu können und den sie sich andererseits auch leisten können. Das Hybridkonzept von Volvo trägt die Bezeichnung „I-SAM“ und besteht aus einem kombinierten Anlasser, Elektromotor und Generator mit elektronischer Steuereinheit. I-SAM ist zwischen einem kleinvolumigen Dieselmotor und dem Volvo I-Shift-Getriebe eingebaut. Tatsächlich, in einem Stadtbus kommt kein Wandler- sondern ein automatisiertes Schaltgetriebe zum Einsatz. Das wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, funktioniert aber auch auf den zweiten.
Außerdem kommt eine Lithium-­Ionen-Batterie zum Einsatz, die beim Bremsen durch den Elektromotor/Generator geladen wird. Aus der Batterie wird Energie zum Elektromotor zurückgespeist und treibt den Bus an.

Das Parallelhybridkonzept bedeutet, dass der Bus entweder nur mit dem Elektromotor, nur mit dem Dieselmotor, aber auch mit beiden Motoren gleichzeitig angetrieben werden kann. Daher reicht es völlig aus, in den Bus einen hubraumreduzierten 5-Liter-Dieselmotor einzubauen. Ein großer Vorteil er Hybridtechnik besteht bekanntlich darin, dass der Dieselmotor an Haltestellen ausgeschaltet werden kann. Das reduziert sowohl die Abgas- als auch die Geräuschemissionen. Der Hybridbus wird mit Hilfe des Elektromotors angefahren, und erst wenn der Bus eine Geschwindigkeit von 15 bis 20 km/h erreicht hat, schaltet sich der Dieselmotor automatisch zu. Beide Motoren treiben dann den Bus zusammen an, bis der Dieselmotor ganz übernimmt. (tt)

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