Damit soll es in Tallinn ab 2013 einen Gratis-Nahverkehr geben – bisher einmalig in einer Hauptstadt der Europäischen Union. Die Bürgerbefragung war auf eine Initiative der Stadtverwaltung zurückgegangen, die damit dem Problem verstopfter Straßen begegnen will. Auch einkommensschwache Familien sollen profitieren.
Um die 20 Millionen Euro teuren Maßnahmen zu finanzieren sind Umstrukturierungen bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben und im städtischen Haushalt geplant. Ob das Vorhaben finanzierbar ist und die gewünschten Erfolge bringen wird, ist umstritten. Für die endgültige Abschaffung der Gebühren fehlt laut Medienberichten noch ein formeller Beschluss des Tallinner Stadtrats. Dessen Abgeordnete hatten im Vorfeld der Abstimmung bereits angekündigt, sich nach dem Ergebnis der Bürgerbefragung richten zu wollen. (ah)