Laut Financial Times Deutschland lässt Continental den Verkauf der Geschäfte für Gummiprodukte untersuchen und hat nach Informationen der Zeitung eine Investmentbank beauftragt, Erwerber für die Reifensparte und Contitech zu sichten. Continental und der künftige Haupteigner, der fränkische Familienkonzern Schaeffler haben bisher einen Kommentar abgelehnt. Im August hatte Schaeffler eine „Investorenvereinbarung“ abgegeben, dass „gegen den Willen der Continental AG keine Veränderungen in Bezug auf (…) die Geschäftsbereiche (…) vorzunehmen.“ ‚Als Garant hatte man Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder gewonnen. Eine neue Unternehmensstruktur erleichtert jetzt die Abtrennung des Bereichs „Gummi“, die die Hälfte des Umsatzes und mehr als doppelt soviel Gewinn wie der Bereich Auto erwirtschaftet. Den Verkaufserlös für das Gummigeschäft schätzen Analysten laut FTD auf mehr als sieben Milliarden Euro. Grund für die angeblichen Verkaufsabsichten ist die schlechte Lage der Finanzmärkte. Schaeffler hatte das Angebot für die Aktie von dem gesetzlichen Mindestpreis von 70,12 Euro leicht auf 75 Euro heraufgesetzt – und im September laut FTD 90,2 Prozent der Conti-Akitien eingereicht bekommen. Für den Kauf der Aktien muss Schaeffler mehr als zehn Milliarden Euro Kredit aufnehmen. Dazu kommen die Schulden von Conti von über elf Milliarden Euro.
Continental möchte sich von Reifen trennen
Das Unternehmen prüft den Verkauf des Gummigeschäfts.